Dienstag, 9. August 2011
Montag, 8. August 2011
veganer Pflaumenkuchen
Hilft bei: Zukunftsangst
Und sonst: Wer kennt sie nicht, die Zukunftsangst? Ja, klar, Leute die Physik, Jura oder Biochemie studiert haben. Aber die abermillionen Geistes- und Sozialwissenschaftler stehen dann doch nach dem Studium vor der Tatsache, ein wirklich immenses Wissen zu haben, das man fast nirgends einsetzen kann. Die zwei Stellen im Jahr, die den Fähigkeiten entsprechen, werden dann auch nur von 1000 Bewerbern überrannt. Aber ich sage ja immer: Abwarten und Tee trinken und Kuchen essen. Heimlich lieg ich dann nachts im Bett und krieg Schweißausbrüche, weil ich vermutlich für immer in prekären Beschäftigungsverhältnissen feststecken werde, bei denen ich täglich 20 Überstunden mache, mir einen abbreche und alle halbe Jahre den Wohnort wechseln muss. Dementsprechend werde ich niemals sesshaft, werde nie Kinder kriegen oder Hundebabys und bin so schlecht bezahlt, dass ich nur noch Toastbrot essen kann... mähähä. Oh Gott, ich werde nicht mal mehr Zeit oder Geld haben einen ordentlichen Kuchen zu backen. Zum Glück habe ich aber jetzt noch Zeit, bin sesshaft, habe ein Hundebaby und bin in sechs Jahren nur vier Mal umgezogen.
Brauchste:
einen halben Brocken Hefe
mit 100ml warmer Sojamilch und ein bisschen Zucker mischen
diese Mengenge in 250g Mehl geben (vorher so eine Kule in das Mehl machen, dann Hefe rein und ein bisschen vom Mehlrand über die Hefe streuen) und 20Min. an einem warmen Ort gehen lassen.
40g Zucker und
15ml Sojamilch plus
55g Margarine und
1 Ei-Ersatz (Ich hab noch eine Prise Zimt untergemischt) verkneten und wieder 20Min. gehen lassen. Dann auf ein kleines Blech verteilen und ungefähr
1kg in Hälften geschnittene Pflaumen darauf verteilen und noch etwas Zucker über eben jene streuen.
Ab in den Ofen und bei 200°C ca. 30Min. backen lassen.
Und dann: Jammy.
Montag, 1. August 2011
vegane Mini-Törtchen
Hilft bei: Konzentrationsunfähigkeit
Und sonst: Ich erinnere mich gerade immer öfter daran, wie es war, in Holland zu leben. Ich weiß ganz genau, was die meisten mit Erasmus in Holland assoziieren und ich muss sagen..... jo dat stimmt. Aber es ist natürlich auch noch ein bisschen was anderes hängen geblieben. Zum Beispiel die unglaublich hohen Preise oder die räudigen Buden, in denen die Studenten hausen. Oder wie geil es da einfach mal ist, zu fietsen (Rad fahren) oder nachts Essen aus'm Automaten zu ziehen (FEBO de lekkerste!) und danach panisch das Fahrrad suchen, weil es unter den 1000 anderen die in dem Radständer stehen, irgendwie untergegangen ist. Auch schön: an der Gracht stehen und am 05.12. auf Sinterklaas warten (ja der kommt nämlich aus Spanien mit'm Boot erstmal nach Holland!).... UND: Es gibt keine Öfen. Also das ist jetzt fast gelogen, aber die meisten Menschen, die ich da kennen gelernt habe, hatten keinen richtigen Ofen. Fies oder? Die können gar keinen geilen Scheiß backen. Mein Herd bestand übrigens aus einer vier Felder Gasplatte, die auf dem Kühlschrank (!!) lag. Ich hab in Groningen in einer 17qm Wohnung (!!) gewohnt. Ach wat war das witzig. Aber ich habe schon herausgefunden, dass es sich als VegetarierIn in Den Haag gut leben lässt. Viele Veggi-Buden und sogar ein Großhandel mit massenhaft witzigem Fleischersatz.
Aber ich darf da grad gar nicht drüber nachdenken, sondern muss Lernstoff in mich reinprügeln. Damit ich mich wieder von den Holland-Gedanken entferne, hab ich mal kleine Törtchen gemacht.
150g Mehl mit
50g Zucker sowie
2 TL Backpulver,
1 Pck Vanillezucker,
1 Ei-Ersatz und
65g veg.Butter (man sollte da wirklich immer Alsana nehmen, da Margarine viel zu weich ist) zu einem schönen Mürbeteig verkneten, in Folie einpacken und eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen. Danach in so kleine Förmchen pressen und ca. 20 Minuten bei 180°C backen. Aus dem Ofen holen und auskühlen lassen.
230ml Sojamilch mit einer halben Packung Puddingpulver nach Anleitung zu Pudding kochen (ja, hättet ihr jetzt nicht gedacht!). Der kommt dann auf die Törtchen, darauf verteilt ihr Obst nach Wahl. Solltet ihr die Dinger nicht gleich vernaschen wollen, empfehle ich Tortennguss (is auch so gut wie immer vegan). Ich hab noch etwas Schokolade „aufgetragen“. Ja und schon is das fertig. Und schmeckt. Saustark.
Guten!
Freitag, 29. Juli 2011
veganer Kirschkuchen
Hilft bei: Zeitdruck
Und sonst: Es ist soweit. Es steht fest. Der Zauberofen wird Deutschland verlassen und erstmal einen Zwischenstopp in Holland einlegen. Ich hoffe ja, dass die Reise danach ein bisschen weiter weg führt. Kanadische oder auch schwedische Öfen sollen ja sehr sozial sein, deshalb wäre sicherlich auch dort eine gute Umgebung für den Zauberofen gegeben.
Außerdem werde ich auch nur die „Seele des Ofens“ mitnehmen und in einen anderen Ofen verpflanzen. Is klar. Von meinen magischen Fähigkeiten hab ich schon berichtet, ja?!
Ich bin gespannt, ob ich Den Haag ein wenig unsicher machen kann, oder ob ich nur am Arbeiten bin. Vielleicht setze ich ja auch da die Idee des veganen Cafés um. Dazu muss ich aber erstmal herausfinden, wie die da so drauf sind. Bei mir im Haus macht jetzt tatsächlich ein Bäcker (mit Café) auf. Und es ist dazu auch noch ein richtig guter Bäcker, der auch ziemlich geilen Scheiß macht...
Aber egal! Denn: auch Moni Monacos geiler Scheiß kann bald käuflich erworben werden. In der absolut passenden Lokalität dafür, wird auch zusätzlich allen Gästen noch ein Licht im „Kaffee Lampe“ aufgehen. Herrlich wird das ihr kleinen Schweinebabys.
Brauchste:
260g Mehl mit
130g Rohrzucker,
1 Pck. Vanillezucker,
3 TL Backpulver und
einer Prise Salz mischen.
50ml Öl mit
220ml Soja- oder Sojavanillemilch und
einem klitzekleinen Schuss Apfelessig mischen und kurz stehen lassen.
Dann das Flüssige mit dem Trockenem vermengen. Eine Form (ca. 24cm) mit Margarine einfetten. In diese Form dann Kokosraspeln schmeißen und hin und herschuckeln, ruckeln bis überall ein paar von den Dingern kleben. Das ganze kann man auch einfach sein lassen :) Teig rein. Fast fertig.
Kirschen aus'm Glas (ein großes Glas Schattenmorellen) ganz und gar herrlich auf dem Teig verteilen. Bei 180°C ca. 40 Minuten backen lassen.
Deko:
Schoki (ca. 30g) mit 2 EL Sojasahne über'm Wasserbad schmelzen. Und dann irgendwie auf dem fertigen Kuchen verteilen. (Ich hab so eine Spritze, die aussieht wie ein Stift, da kann ich die Masse einfüllen und damit „schreiben“ - sinnlos aber witzig) Ich hab noch ein paar Wallnüsse dekorativ angeordnet. (Junge, Junge, Junge DEKORATIVES Muster - ich glaube, ich spinne)
So und jetzt müsst ihr das eins, zwei Personen vor die Nase halten und schon ist das Ding weg.
Lecki Lecksen und G'Auf!! (wie mein ehemaliger Mitbewohner aus Zwicke sagen würden - das steht für „Glück auf!“)
Mittwoch, 20. Juli 2011
vegane Kokos-Limetten CupCakes
Hilft bei: Prüfungsdruck
Und sonst: Hallo Freunde, schreckliche Zeiten stehen bevor. Nicht nur, dass überhaupt Prüfungen anstehen. Die stehen jetzt auch noch in verdichteter Form an. Vier Magisterprüfungen in zwei Wochen - ich bin mir nicht mal sicher, ob das überhaupt erlaubt ist. Ich verstehe auch nicht, warum Professoren über Monate hinweg Urlaub machen dürfen. Naja, gut, ich verstehe. Also ich kann es nachvollziehen. Ich weiß, dass die alle viel zu tun haben und kurz vorm Burnout stehen. Und irgendwie tun sie mir ja auch leid. .... Aber ich will das nicht nachvollziehen. Nein ich will unverständnisvoll sein. Ich will ein schlechter, egoistischer Mensch sein. Weil ich stinkig bin. Ich will, dass alles so läuft, wie ich es für richtig halt. Geht das bitte mal?!? 
Die Dramatik in meinem Leben gelangt zu neuer Bestform, da noch eine zweite Schrecklichkeit eingetreten ist: die geilste vegane und aufschlagbare SojaSahne ever ist nicht mehr lieferbar. Grund: Die „Aufschlagbarkeit ist nicht mehr garantiert“. Wat soll dat bedeuten? Hat da einer an der Produktionsmaschine rumgespielt oder sind alle Sojabohnen mutiert und somit un-auf-schlagbar? Ich habe heute alle Restbestände im Reformhaus aufgekauft :)
Ich habe LEIDENSDRUCK (ein herrliches Wort, hab ich durch eine bestimmte Person in meinen aktiven Wortschatz aufgenommen, die das hier sicherlich irgendwann liest - sänk ju!). Die Welt hat was gegen mich (bitte jetzt ganz viel Mitleid „ohhhh du armes kleines hurzeliges backendes Moni --duuuu tust mir sooo leid“) Danke. Ich back jetzt was. Das funktioniert wenigstens immer!
Brauchste:
120ml SojaMilch mit
110ml Kokosmilch mit
70ml Sonnenblumenöl und
einem halben TL Apfelessig mischen und kurz stehen lassen
170g Mehl mit
90g Zucker und
50g braunem Zucker
einem Päckchen Vanillezucker sowie
½ TL Natron und
1 TL Backpulver
mischen
die Schale einer Limette abraspeln und alles ordentlich zusammenmixen. Den Teig in die Muffin-Förmchen füllen und im vorgeheizten Ofen (180°C) ca. 20 Minuten schmoren lassen.
Creme:
110g Alsana mit
60g Puderzucker schaumig schlagen und
90ml Kokosmilch dazu geben (wenn es zu flüssig ist einfach noch n bissl Alsana oder Puderzucker, ich mach das immer nach Gefühl)
Schale einer weiteren Limette dazu geben und fertig ist die Creme.
Oberkitschi dekorieren und alles sieht ganz und gar herrlich aus. :)
Sonntag, 17. Juli 2011
vegane Agave-Orangen-Mini-Muffins
Und sonst: Wow. Echt super so ein Klimawandel, wenn man grad Lernen muss. Die ganze Zeit Scheiß-Wetter und ich sitze drin. Das ist fantastisch!! Na ja gut, ich gebe zu: Ein bisschen Tageslicht am Morgen wäre schon nicht schlecht, um mal in die Gänge zu kommen. Ich habe nämlich die fiese Müdigkeitskrankheit. Wenn man das hat, fällt man plötzlich, meist beim Lesen, einfach totmüde um. Das Problem ist, dass dabei kein richtiger Schlaf eintritt...
Um mal alle Klischees zu bedienen, habe ich mich ein Mini-Muffin Backblech gekauft. Das is ja sooo supidupischnuppiputzi-niedlich, dass ich förmlich (großartiger Wortwitz!) ausraste. Ich liebe einfach alles was klein und süß ist... blablabla. (Ich liebe nur was groß und dunkelhaarig ist ---- Peppi nämlich!) Nee - echt mal, ich hab's gekauft, weil so ein MiniMuffin einfach schneller verdrückt ist. Da gibt’s nicht so ein schlechtes Gewissen, wenn man schon zehn gegessen hat. Jaaaa - und auch weil es irgendwie putzig aussieht...
Brauchste:
140ml SojaMilch
mit einem Schuss Apfelessig quellen lassen
dann 75ml Sonnenblumenöl dazu geben.
140ml Agaven-Nektar unterschmischen.
mit der abgeriebenen Schale einer Orange und
mit ½ TL Backpulver und ½ TL Natron mischen.
Eine Prise Salz dazu und wer möchte
3 TL Espressopulver. Muss aber nicht.
Der Teig kann auch in einem normalen Muffinblech gebacken werden, allerdings sind es dann eher CupCakes, da es relativ wenig Teig ist. Bei den MiniFörmchen werden es richtige Muffins, denen so eine Pilzhaube wächst.
Eine Creme passt da auch noch drauf, diese hier zum Beispiel.
Ich bin ausnahmsweise mal ganz uncremig geblieben.
Lecker!
Montag, 11. Juli 2011
veganes Buttercremetörtchen
Hilft bei: draußen ist mal wieder Sonne und drin sind Theorien über Liebe (kein Scheiß!)
Und sonst: Es regnet zwar auch oft, aber ab und zu scheint auch die Sonne (welch grandiose Feststellung!!). Da würde auch ich gerne das Haus verlassen. Mein böser Ordner der Kommunikationspsychologie erlaubt mir das aber nicht. Stellt euch vor, ich lerne Theorien über korrektes Kommunizieren und über die Liebe. Die LIEBE!!! Is doch verrückt oder. Z.B.: Sechs Einstellungsmuster zur Liebe (Colors of Love by Lee): Agape - die aufopfernde L., Eros - die romantische L., Storge - die freundschaftliche L., Ludus - die verspielte L. (hhrrr), Mania - die wahnsinnige, besitzergreifende L. und Pragma - die vernünftige Liebe frei nach dem Motto: Hauptsache meine Mutter findet den Typen gut und der bringt Kohle ran. Ich weiß noch nicht, zu welcher Erkenntnis mich diese Einteilung bringen soll, ich habe das Gefühl ich bin nicht schlauer geworden. Eine Liebe fehlt außerdem in dieser Theorie: Coquere (so jetzt alle fein bei Google gucken, was das heißt! Oder du hast im Lateinunterricht aufgepasst.)
Brauchste:
230ml Sojamilch mit einem Schuss Apfelessig mischen und stehen lassen
75ml Sonnenblumenöl dazu
1TL Backpulver
½ TL Natron
½ TL Salz
160g Mehl
2 ordentliche Esslöffel Stärke
115g Zucker
3 Pck. Vanillezucker
mischen und dann schön mit dem Flüssigen verrühren.
In eine kleine (ca. 23cm) Form geben und 25Min. bei 175°C backen. Danach ca. 45 Minuten abkühlen lassen.
100g Alsana mit 70g Puderzucker schaumig schlagen. In eine weiteren Schüssel 100ml Sojacuisine mit einem Päckchen Sahnesteif aufschalgen, dann mit der Buttermasse vermischen. Dazu Vanillearoma oder eine ausgekratzte Vanilleschote (als nicht die Schote, sondern das Ausgekratzte) geben. So - das jetzt ganz wunderbar auf dem Kuchen verteilen. Wer möchte kann noch tolle Sachen oben drauf machen, wie beispielsweise Früchte (total crazy shit, das Zeug) oder vielleicht noch mehr Zuckerzeug (aber Vorsicht, die Creme is schon sehr sehr süß) oder was halt grad da ist.
So und jetzt: Reingehaun!
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