Sonntag, 3. August 2014

vegane Asia-Pfanne

Hilft bei: immer noch keine Küche

Und sonst: Langsam habe ich mich eigentlich an die selbstgebastelte Küche gewöhnt, aber immer wenn ich dann mal wieder Lust auf einen Kuchen habe, fällt es mir auf: Da ist kein Ofen. Ein wirklich sehr trauriger Zustand. Aber nicht mehr lange Freunde! In zwei Wochen wird es dann endlich so weit sein, die neue Zauberofen-Feenküche wird geliefert. Bis dahin kann ich euch nur weiterhin mit diversen Gerichten beglücken, die nicht mehr als zwei Herdplatten benötigen. Auch wichtig: die Zubereitung darf nicht viel Geschirr verbrauchen, da ich natürlich auch keine Spüle habe und nur mit Hilfe von zwei Schüsseln spüle... Das dürfte auch jeder Studierenden-Küche als Koch-Kriterium gefallen :) All diesen Kriterien entspricht das Wok-Gericht und da ich eben diesen in einer Umzugskiste von vor zwei Jahren wieder entdeckt habe, gab es bei mir Veggi Asia-Pfanne. Jammy!

Aufwand: sehr gering, Angaben reichen für ca. 2 Personen

Brauchste:
1 Beutel Reis (stinknormaler Langkornreis - oder worauf du Lust hast)
1 Handvoll Cashews
Kirschgroßes Stück Ingwer klitzeklein geschnitten
1 große Möhre in Scheiben geschnitten
200g Pilze geviertelt
1 roter Paprika in Stücke geschnitten
1 Frühlingszwiebel in Ringe geschnitten
je eine halb ausgepresste Zitrone/Limette (muss nicht unbedingt sein, wenn du das nicht zur Hand hast)
1 Handvoll TK Erbsen
neutrales Öl
Sojasauce

Zunächst den Reis fertig kochen und die Cashews in einer separaten Pfanne anrösten. Dann neutrales Pflanzenöl im Wok heiß werden lassen und den klein geschnitten Ingwer kurz anbraten. Bis auf die TK Erbsen das Gemüse dazu geben und sieben Minuten anbraten. Dann den Reis dazu und alles fünf Minuten weiter Woken. Die TK Erbsen, den Zitronen-/Limettensaft und ein Esslöffel Sojasauce dazu, mit Pfeffer und Salz würzen, die Cashews drüber und fertig ist die Veggi Asia-Pfanne.

Lasst es euch schmecken!

Donnerstag, 24. Juli 2014

kalte, vegane Gurkensuppe


Hilft bei: 36°C.... kein Ventilator....

Und sonst: Ich war Zelten und eigentlich ist das auch eine feine Sache bei sommerlichen Temperaturen. Nur leider bin ich nicht mit exquisiten Schnickschnack ausgestattet wie z.B. einer elektronischen Kühlbox, oder oder oder. Das führte dazu, dass ich Angst hatte meine Deoflasche zu verwenden, die Frühstücks-Avocade nach einem halben Tag schimmelte und ich ab um sieben im Zelt geschmolzen bin. Aber hej, war trotzdem geil. Ich könnte hier seitenweise darüber schreiben, was sich für Menschen auf einem Zeltplatz bewegen. Ich war wohlgemerkt auf einem selbst-ernannten "Luxus-Zeltplatz". Die Wiese war genauso eine Wiese wie immer, es gab keinen Strom etc., aber dafür waren die Sani-Anlagen geil. Nun ja, der Dauer-Camper-Menschenschlag ist aber auch einfach witzig. Mit ihren praktischen Dingen, Pudeln, Deko-Elementen, Klapprädern.... Porsche, Luxus-Gasgrill.... Na gut, ich will mal nicht zu weit ausschweifen. Schmelzend in der Hitze dachte ich an diese geile Gurkensuppe, die ich vergangene Woche gemacht habe. Sabber!

Aufwand: gering, außer es ist dir zu anstrengend, eine Gurke zu schälen; das Rezept reicht übrigens für zwei Personen

Brauchste:
1,5 Gurken geschält und in Stückchen geschnitten
1 große Knoblauchzehe ausgepresst
2 EL Olivenöl
Handvoll Dill
Handvoll Minze
150g Sojajoghurt
300 ml sehr kaltes Wasser
Salz, Pfeffer

Ganz einfach: Alles pürieren und fertig :) Du kannst die Konsistent mit Hilfe des Wasser regulieren, also schütte besser nicht gleich alles auf einmal ran. Bei mir gab es noch ein paar geröstete Croutons dazu. Schmecken lassen!

Sonntag, 20. Juli 2014

Hummus


Hilft bei: schnelle Omi

Und sonst: Kennst du das, wenn du grad 600 Höhenmeter hinter dir gelassen hast und dich zwei Omis überholen? Nein? Naja... ich dachte, so etwas gibt es nicht, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Ich hatte gerade den Gipfel vom Ifen überwunden und bin am hinteren Hang wieder runter. Ich war schon völlig stolz auf mich, als mich dann zwei Omis überholt haben, die ich am Gipfel bei der Brotzeit beobachtet habe. Krasse Uschis, sag' ich euch. Wenn ich mir was wünschen darf, dann dass ich mit 70 auch noch so fit bin und diese Wanderung über die Bühne bringe (es waren immerhin sieben Stunden und insgesamt einige hundert Höhenmeter - danach war ich quasi tot). Ich hätte sie mal fragen sollen, wie sie das gemacht haben. Um sich zunächst zwischendurch zu stärken, hilft auf jeden Fall Knoblauch - Knoblauch in Form von leckerem Hummus. Knoblauch ist so geiler Scheiß, der hilft sicherlich auch, fit alt zu werden.

Aufwand: gering, du brauchst nur Eiswürfel und einen Pürierstab (vielleicht funktioniert es auch mit einem guten Mixer)

Brauchste:
400g Kichererbsen aus der Dose
40g Tahin
1 große Knoblauchzehe in kleine Stücke geschnitten
3 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer, und Kreuzkümmel
10 EL Eiswasser
gehackte Petersilie

Einfach alles pürieren. Vom Wasser nicht gleich alles dazugeben, sondern schauen, wie es sich mit der Konsistenz verhält. Die Gewürze einfach so einsetzen, wie es dir mundet und zum Abschluss frische Petersilie auf's Brot streuen und fertig ist die Brotzeit. Guten Appetit!


Donnerstag, 10. Juli 2014

schwäbischer Kartoffelsalat

Hilft bei: Schwaben

Und sonst: Die Schwaben sind ja nicht gerade für ihre Großzügigkeit bekannt. Ich habe da allerdings kürzlich eine völlig andere Erfahrung gemacht. Es stand ein Umzug an (da hat auch ein Schwabe mitgeholfen) und deshalb gab es auch schwäbischen Kartoffelsalat, der im Übrigen schon von Natur aus vegan und lecker ist. Aber noch einmal zu den geizigen Schwaben: Als ich just ein paar Pflanzen aus dem Auto in die neue Wohnung trug, rief eine Oma aus dem Nachbarhaus etwas aus dem Fenster. Ich dachte, na tolle Wurst, kriegste wieder Anschiss, wie grad eben schon, weil de mit'm Auto auf'm Bürgersteig stehst. Aber nichts da. Oma war voll gut drauf und hielt mir aus dem Fenster einen großen Orchideentopf hin. "Den möcht ich Ihne schänka." (Alle Schwaben mögen mir meinen kläglichen Versuch schwäbisch zu schwätzen verzeihen) Alles klar, da sag' ich nicht nein. Und dann fing sie an auszuholen, sie sei 86 und ich werde mich sicher gut kümmern und dann noch etwas über Enkel und die restlichen sieben Minuten habe ich leider nicht verstanden.... Aber voll nett die Omi. Also halten wir fest: Schubladen sind doof, Kartoffelsalat ist das beste Umzugsessen und ich kann nach zwei Jahren immer noch kein Schwäbisch.

Aufwand: Also ich hatte rote Finger vom Schälen der heißen Erdäpfel, aber sonst macht das keinen Aufwand. Am besten ist es allerdings, du lässt das Kartoffel-Salat-Gerät über Nacht im Kühlschrank stehen.

Brauchste:
1 kg Kartoffeln
1 ziemlich große Zwiebel
250ml Gemüsebrühe
Öl
Essig
Pfeffer
Salz
(Schnittlauch)

Zuerst kochst du die Kartoffeln gewaschen aber mit Schale, bis sie durch sind. Während sie kochen, kannst du die Zwieble in winzig kleine Würfel schneiden und danach mit der aufgekochten Gemüsebrühe übergießen. Dann schälst du die noch warmen Knollen und schneidest sie in Scheiben. Ab mit den Scheibchen in eine Schüssel, die Zwiebelbrühe und jeweils 2 Esslöffel Weißweinessig und 3 Esslöffel Öl darüber geben, mit Pfeffer und viel Salz abschmecken und fertig ist der Salat. Ich habe noch frisch geschnittenen Schnittlauch beigemischt. Das hat auch gut geschmeckt. Vor dem Servieren auf jeden Fall noch einmal mit Salz und Pfeffer würzen. Und dann reingehauen!
Ich gebe zu, meine Kartoffeln waren noch etwas sehr bissfest, aber das hat der Sache nicht geschadet :)

Montag, 23. Juni 2014

Salat mit Granatapfel, Chicorée und Pilzen

Hilft bei: Masterarbeitsabgabe

Und sonst: Die Uni hat ihren Briefkastenschlitz so gebaut, dass die Masterarbeiten da nicht durch passen. Voll gut geplant! Deshalb ist die sicherste Variante die, dass man ins Auto steigt, eineinhalb Stunden fährt, dabei in der Hitze im Stau steht und das Ding dann endlich persönlich vorbei bringt. Aber das Gefühl der Abgabe entlohnt dann doch und der weite Weg fühlt sich gar nicht mehr weit an und der Stau war auch nicht mehr so schlimm, denn etwas viel Schrecklicheres ist nun vorbei: das Schreiben einer Masterarbeit. Pfui. Ich habe das natürlich nicht nur mit Salat zelebriert, sondern auch mit Sekt, da ich diesen aber nicht selber herstelle, gibt es heute nur das Salatrezept.

Aufwand: gering

Brauchste:
viertel Granatapfel
einen halben Chicorée
eine Handvoll Champignons
etwas Paprika
Feldsalat
Essig
Öl
Salz
Pfeffer

Die Pilze anbraten, mit Pfeffer und Salz würzen und abkühlen lassen. Alles herrlich zusammenzupfen und adrett formieren. Ich habe den Chicorée auch gar nicht klein geschnitten, sondern als Schiffchen ganz gelassen. Aus Essig und Öl, Pfeffer und Salz ein einfaches, aber köstliches Dressing herbei rühren und fertig ist der Salat. Bei mir gab es noch eine Scheibe Brot und Veggi-Würstchen dazu.




Montag, 16. Juni 2014

Veganes Mett

Hilft bei: Fußball

Und sonst: Für Fußball kann ich mich eigentlich nicht begeistern. Alle vier Jahre muss ich dann allerdings aufgrund sozialer Zwänge an den Spielen teilhaben. Das Verrückte ist, dass ich ja eigentlich nicht mitfiebern will, wenn ich dann aber erstmal vorm Flimmerkasten sitze, bin ich plötzlich voll dabei und gebe unqualifizierte Kommentare von mir. Naja... auf jeden Fall passt neben Bier am besten ein schönes veganes Mettbrötchen zum Fussballschauen. Es gibt ja unzählige Rezepte wie dieses hier. Vor drei Jahren gab es auf meiner Geburtstagsparty (siehe Foto) diesen veganen Mettigel und er war auch dank der Fleischesser so schnell weg, dass ich ihn gar nicht probieren konnte. Deshalb dachte ich mir vor ein paar Tagen, ich probiere mal wieder veganes Mett und siehe da, ich konnte einen weiteren Fleischesser überzeugen... Seltsamerweise schmeckt es echt gut.

Aufwand: gering, aber es sollte über Nacht durchziehen

Brauchste:
halbe Packung Reiswaffeln (ungesalzen)
eine Zwiebel
30ml Gurkenwasser
3 nicht allzu große Esslöffel Tomatenmark (je nachdem welche Farbe des Metts du gerne möchtest)
Salz
Pfeffer
Paprikapulver (je nach Geschmack scharf oder süß)

Zuerst musst du die Reiswaffeln (logisch!) klein bröseln und mit den winzig-klein geschnittenen Zwiebelwürfeln vermengen. Dann das Mark und den Gurkensud dazu und alles schön, je nach Gefühl, würzen: ab in den Kühlschrank und ein paar Stunden warten.

Das Mett servierst du am besten mit ordentlich Zwiebelringen und Gurkenscheibchen. Also dann: Schmecken lassen!



Mittwoch, 11. Juni 2014

Grünkern-Oliven-Räuchertofu-Aufstrich


Hilft bei: Oliven-Reste

Und sonst: Oh man 38°C - unglaublich. Auf jeden Fall sollte man sich an solchen Tagen auf gar keinen Fall bewegen. Am besten nur liegen, trinken und essen. Ich schlage neben Salat, einfaches Brot mit leckerem Aufstrich vor. Ich hatte noch ein paar Reste: dunkle, in Knoblauchöl eingelegte Oliven, eingelegte getrocknete Tomaten und Räuchertofu. Und weil Kochen eben auch zu den eher unliebsamen Tätigkeiten an heißen Sommertagen gehört, gab es etwas aus dem Mixer: veganen Aufstrich.

Brauchste:
60g Grünkernschrot mit etwas Wasser fünf Minuten weich kochen
35g Oliver klein hacken
100g Räuchertofu winzig klein schneiden
4 in Öl eingelegte getrocknete Tomaten klitzeklein schneiden
3 EL vom Tomaten-Öl
etwas frische Petersilie
Pfeffer
Salz

Alles in den Mixer oder mit dem Pürierstab bearbeiten. Schmeckt herzhaft lecker!





Donnerstag, 5. Juni 2014

Geiler Himbeerscheiß


Hilft bei: Durst

Und sonst: Masterarbeit ist geschrieben und gedruckt - endlich! Jetzt kann ich meine Freizeit auch wieder mit viel sinnvolleren Dingen wie zum Beispiel Bloggen verbringen. Schwierig wird es demnächst, wenn ich in einer Wohnung ohne Küche wohne. Aber zwei Herdplatten und ein Kühlschrank stehen bereit, so dass zwar keine Backwaren, aber andere Leckereien gezaubert werden können. Aber jetzt will ich erst einmal noch nicht dran denken und gönne mir ein dickflüssiges, süßes Himbeergetränk mit Minzaroma.

Brauchste:

Einfach eine Tüte gefrorene Himbeeren mit zwei Stängeln Minze, einem halben Glas Apfelsaft und einem halben Glas Sprudel (oder nur Sprudel) in den Mixer schmeißen und ordentlich pürieren. Das ist nicht wirklich etwas phänomenal Neues oder Besonderes, aber es schmeckt einfach himmlisch. Ich empfehle außerdem, Agavendicksaft oder Zucker beizumischen.

Du kannst den Apfelsaft auch durch Wodka o.Ä. ersetzen. Das ist auch ziemlich gängig. Da das Zeug allerdings wirklich verdammt gut schmeckt, kann es zu übermäßigem Verzehr kommen – Kopfschmerzen vorprogrammiert. J

Also genießt die ersten Sommertage! Jammy.

Sonntag, 1. Juni 2014

Spinatsalat


Hilft bei: Lust auf Sommer

Und sonst: Auf dem Wochenmarkt einzukaufen, ist irgendwie stressiger als im hässlichen Supermarkt am Freitagabend. Ich muss lernen, langsam zu sein. Als schneller (oder auch junger) Mensch überlebt man keine fünf Minuten. Das macht mich dann erst einmal innerlich ganz nervös... wenn ich mir vorstelle, was ich alles in dieser "Wartezeit" anstellen könnte... Aber wenn ich ehrlich bin, macht das ja auch gerade den Charme aus und ein bisschen Entschleunigung ist auch nicht schlecht.
Am Gemüsestand wurde ich gefragt, wie viel Kilo Baby-Spinat ich gerne hätte. Irgendwie habe ich statt Kilo "Teller" verstanden (ist ja auch naheliegend) und orderte dann auch zwei Teller Spinat. Der Gemüsemann und meine Begleitung hatten auf jeden Fall was zu lachen und ich Spinat in einer Menge, die ich wirklich gebraucht habe. Zum Blattspinat gibt es Avocado und Tomaten, ein paar geröstet Sonnenblumenkerne und Limettensaft - und fertig ist der frische Sommersalat!

Brauchste:
200g Baby-Blattspinat
15 Cocktailtomaten
1 reife Avocado (die schwarzen, runzeligen sind am besten)
1 Limette
Handvoll Sonnenblumenkerne
(eventuell. 3 eingelegte getrocknete Tomaten)
(eventuell eine Frühlingszwiebel)
Olivenöl
Pfeffer und Salz

Den Spinat waschen und gut abtrocknen lassen. Die halbierten Tomaten formschön auf dem Salat platzieren. Die Frühlingszwiebelringe und die streifig geschnittenen Öl-Tomaten werden ebenso dekorativ verteilt. In einer Pfanne ohne Öl die Sonnenblumenkerne anrösten. Die Avocado auslöffeln und in kleine Stücke schneiden, den Saft einer Limette und deren Schale unter die Stückchen mischen, Salz, Pfeffer und einen Esslöffel Olivenöl dazu – fertig ist das Dressing.


Bei mir gab es noch vegane Spießgesellen und eine Scheibe Brot dazu.
Schmeckt sehr sommerlich und macht glücklich!