Sonntag, 14. August 2011

Kokoletten #2


Hilft bei: der Briefkasten - das Opfer


Und sonst: Ich habe ja schon einmal das Wohnen in der Innenstadt thematisiert. Nun ist diese jene Stadt ja keine besonders große, gefährliche oder „aktive“ Stadt, allerdings scheint das nichts am nächtlichen Randalieren zu ändern. Das gehört auf jeden Fall zum guten Ton dazu. „Mein“ Haus hat auch verschiedene strategische Vorteile - z. B. viele Fluchtwege ringsherum UND: eine dunkle Ecke neben dem Eingang, in welcher auch der Briefkasten steht/stand. Peppi schnüffelt immer ziemlich viel in der Ecke rum, was bedeutet, dass dort auch der perfekte Pippi Ort für besoffene Jungs zu sein scheint. Daneben steht nämlich noch ein Sicherungskasten, an dem mann sich wunderbar abstützen kann... Vor zwei Wochen war der unglaubliche Hulk nachts unterwegs und hat unsere Briefkastentür eingeschlagen - wahrscheinlich weil er wusste, dass ich wöchentlich mehrere Millionen Euro per Post bekomme. Ha!! Hab ich aber kurz vorher schon geleert. Tja. Gestern jedenfalls war Hulk noch wütender als sonst und hat den kompletten Briefkastenschrank aus der Verankerung gerissen. Wahrscheinlich hat er sich danach siegessicher mehrfach auf die Brust getrommelt... Idiot! Hab wieder vorher schon die Scheine raus geholt!

Brauchste:
200ml Kokosmilch mit

50ml Sojamilch und dem
Saft einer Limette und deren Schale plus
50ml Öl und
120g braunem Zucker sowie
135g Kokosraspeln plus
170g Mehl mischen. Dazu noch
1TL Natron,
1TL Backpulver und
1 Prise Salz.

Bei 180°C ungefähr 20Minuten im Ofen schmoren lassen.

Für die Creme:
2 EL Alsana und
2 EL SojaSaane mit einer Gabel gut vermischen und ordentlich Puderzucker (wirklich viel) drüber bis eine Creme entsteht. Dann für den Geschmack noch LimettenSchale und LimettenSaft dazu geben und fertsch is dor Lack.

Ich hoffe, es schmeckt euch kleinen Schweinebabys. Ich backe jetzt erstmal nur noch Muffins für's Kaffee Lampe - also nicht wundern. Langsam krieg ich auch Panik wegen meiner Prüfungen, so dass für privates Backen keine Zeit mehr bleibt!

Dienstag, 9. August 2011

Montag, 8. August 2011

veganer Pflaumenkuchen




Hilft bei: Zukunftsangst

Und sonst: Wer kennt sie nicht, die Zukunftsangst? Ja, klar, Leute die Physik, Jura oder Biochemie studiert haben. Aber die abermillionen Geistes- und Sozialwissenschaftler stehen dann doch nach dem Studium vor der Tatsache, ein wirklich immenses Wissen zu haben, das man fast nirgends einsetzen kann. Die zwei Stellen im Jahr, die den Fähigkeiten entsprechen, werden dann auch nur von 1000 Bewerbern überrannt. Aber ich sage ja immer: Abwarten und Tee trinken und Kuchen essen. Heimlich lieg ich dann nachts im Bett und krieg Schweißausbrüche, weil ich vermutlich für immer in prekären Beschäftigungsverhältnissen feststecken werde, bei denen ich täglich 20 Überstunden mache, mir einen abbreche und alle halbe Jahre den Wohnort wechseln muss. Dementsprechend werde ich niemals sesshaft, werde nie Kinder kriegen oder Hundebabys und bin so schlecht bezahlt, dass ich nur noch Toastbrot essen kann... mähähä. Oh Gott, ich werde nicht mal mehr Zeit oder Geld haben einen ordentlichen Kuchen zu backen. Zum Glück habe ich aber jetzt noch Zeit, bin sesshaft, habe ein Hundebaby und bin in sechs Jahren nur vier Mal umgezogen.

Brauchste:
einen halben Brocken Hefe
mit 100ml warmer Sojamilch und ein bisschen Zucker mischen

diese Mengenge in 250g Mehl geben (vorher so eine Kule in das Mehl machen, dann Hefe rein und ein bisschen vom Mehlrand über die Hefe streuen) und 20Min. an einem warmen Ort gehen lassen.
Danach das Mehl mit
40g Zucker und
15ml Sojamilch plus
55g Margarine und
1 Ei-Ersatz (Ich hab noch eine Prise Zimt untergemischt) verkneten und wieder 20Min. gehen lassen. Dann auf ein kleines Blech verteilen und ungefähr
1kg in Hälften geschnittene Pflaumen darauf verteilen und noch etwas Zucker über eben jene streuen.
Ab in den Ofen und bei 200°C ca. 30Min. backen lassen.

Und dann: Jammy. 

Montag, 1. August 2011

vegane Mini-Törtchen



Hilft bei: Konzentrationsunfähigkeit

Und sonst: Ich erinnere mich gerade immer öfter daran, wie es war, in Holland zu leben. Ich weiß ganz genau, was die meisten mit Erasmus in Holland assoziieren und ich muss sagen..... jo dat stimmt. Aber es ist natürlich auch noch ein bisschen was anderes hängen geblieben. Zum Beispiel die unglaublich hohen Preise oder die räudigen Buden, in denen die Studenten hausen. Oder wie geil es da einfach mal ist, zu fietsen (Rad fahren) oder nachts Essen aus'm Automaten zu ziehen (FEBO de lekkerste!) und danach panisch das Fahrrad suchen, weil es unter den 1000 anderen die in dem Radständer stehen, irgendwie untergegangen ist. Auch schön: an der Gracht stehen und am 05.12. auf Sinterklaas warten (ja der kommt nämlich aus Spanien mit'm Boot erstmal nach Holland!).... UND: Es gibt keine Öfen. Also das ist jetzt fast gelogen, aber die meisten Menschen, die ich da kennen gelernt habe, hatten keinen richtigen Ofen. Fies oder? Die können gar keinen geilen Scheiß backen. Mein Herd bestand übrigens aus einer vier Felder Gasplatte, die auf dem Kühlschrank (!!) lag. Ich hab in Groningen in einer 17qm Wohnung (!!) gewohnt. Ach wat war das witzig. Aber ich habe schon herausgefunden, dass es sich als VegetarierIn in Den Haag gut leben lässt. Viele Veggi-Buden und sogar ein Großhandel mit massenhaft witzigem Fleischersatz.
Aber ich darf da grad gar nicht drüber nachdenken, sondern muss Lernstoff in mich reinprügeln. Damit ich mich wieder von den Holland-Gedanken entferne, hab ich mal kleine Törtchen gemacht.

Brauchste:
150g Mehl mit
50g Zucker sowie
2 TL Backpulver,
1 Pck Vanillezucker,
1 Ei-Ersatz und
65g veg.Butter (man sollte da wirklich immer Alsana nehmen, da Margarine viel zu weich ist) zu einem schönen Mürbeteig verkneten, in Folie einpacken und eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen. Danach in so kleine Förmchen pressen und ca. 20 Minuten bei 180°C backen. Aus dem Ofen holen und auskühlen lassen.

230ml Sojamilch mit einer halben Packung Puddingpulver nach Anleitung zu Pudding kochen (ja, hättet ihr jetzt nicht gedacht!). Der kommt dann auf die Törtchen, darauf verteilt ihr Obst nach Wahl. Solltet ihr die Dinger nicht gleich vernaschen wollen, empfehle ich Tortennguss (is auch so gut wie immer vegan). Ich hab noch etwas Schokolade „aufgetragen“. Ja und schon is das fertig. Und schmeckt. Saustark.

Guten!