Donnerstag, 24. Juli 2014

kalte, vegane Gurkensuppe


Hilft bei: 36°C.... kein Ventilator....

Und sonst: Ich war Zelten und eigentlich ist das auch eine feine Sache bei sommerlichen Temperaturen. Nur leider bin ich nicht mit exquisiten Schnickschnack ausgestattet wie z.B. einer elektronischen Kühlbox, oder oder oder. Das führte dazu, dass ich Angst hatte meine Deoflasche zu verwenden, die Frühstücks-Avocade nach einem halben Tag schimmelte und ich ab um sieben im Zelt geschmolzen bin. Aber hej, war trotzdem geil. Ich könnte hier seitenweise darüber schreiben, was sich für Menschen auf einem Zeltplatz bewegen. Ich war wohlgemerkt auf einem selbst-ernannten "Luxus-Zeltplatz". Die Wiese war genauso eine Wiese wie immer, es gab keinen Strom etc., aber dafür waren die Sani-Anlagen geil. Nun ja, der Dauer-Camper-Menschenschlag ist aber auch einfach witzig. Mit ihren praktischen Dingen, Pudeln, Deko-Elementen, Klapprädern.... Porsche, Luxus-Gasgrill.... Na gut, ich will mal nicht zu weit ausschweifen. Schmelzend in der Hitze dachte ich an diese geile Gurkensuppe, die ich vergangene Woche gemacht habe. Sabber!

Aufwand: gering, außer es ist dir zu anstrengend, eine Gurke zu schälen; das Rezept reicht übrigens für zwei Personen

Brauchste:
1,5 Gurken geschält und in Stückchen geschnitten
1 große Knoblauchzehe ausgepresst
2 EL Olivenöl
Handvoll Dill
Handvoll Minze
150g Sojajoghurt
300 ml sehr kaltes Wasser
Salz, Pfeffer

Ganz einfach: Alles pürieren und fertig :) Du kannst die Konsistent mit Hilfe des Wasser regulieren, also schütte besser nicht gleich alles auf einmal ran. Bei mir gab es noch ein paar geröstete Croutons dazu. Schmecken lassen!

Sonntag, 20. Juli 2014

Hummus


Hilft bei: schnelle Omi

Und sonst: Kennst du das, wenn du grad 600 Höhenmeter hinter dir gelassen hast und dich zwei Omis überholen? Nein? Naja... ich dachte, so etwas gibt es nicht, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Ich hatte gerade den Gipfel vom Ifen überwunden und bin am hinteren Hang wieder runter. Ich war schon völlig stolz auf mich, als mich dann zwei Omis überholt haben, die ich am Gipfel bei der Brotzeit beobachtet habe. Krasse Uschis, sag' ich euch. Wenn ich mir was wünschen darf, dann dass ich mit 70 auch noch so fit bin und diese Wanderung über die Bühne bringe (es waren immerhin sieben Stunden und insgesamt einige hundert Höhenmeter - danach war ich quasi tot). Ich hätte sie mal fragen sollen, wie sie das gemacht haben. Um sich zunächst zwischendurch zu stärken, hilft auf jeden Fall Knoblauch - Knoblauch in Form von leckerem Hummus. Knoblauch ist so geiler Scheiß, der hilft sicherlich auch, fit alt zu werden.

Aufwand: gering, du brauchst nur Eiswürfel und einen Pürierstab (vielleicht funktioniert es auch mit einem guten Mixer)

Brauchste:
400g Kichererbsen aus der Dose
40g Tahin
1 große Knoblauchzehe in kleine Stücke geschnitten
3 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer, und Kreuzkümmel
10 EL Eiswasser
gehackte Petersilie

Einfach alles pürieren. Vom Wasser nicht gleich alles dazugeben, sondern schauen, wie es sich mit der Konsistenz verhält. Die Gewürze einfach so einsetzen, wie es dir mundet und zum Abschluss frische Petersilie auf's Brot streuen und fertig ist die Brotzeit. Guten Appetit!


Donnerstag, 10. Juli 2014

schwäbischer Kartoffelsalat

Hilft bei: Schwaben

Und sonst: Die Schwaben sind ja nicht gerade für ihre Großzügigkeit bekannt. Ich habe da allerdings kürzlich eine völlig andere Erfahrung gemacht. Es stand ein Umzug an (da hat auch ein Schwabe mitgeholfen) und deshalb gab es auch schwäbischen Kartoffelsalat, der im Übrigen schon von Natur aus vegan und lecker ist. Aber noch einmal zu den geizigen Schwaben: Als ich just ein paar Pflanzen aus dem Auto in die neue Wohnung trug, rief eine Oma aus dem Nachbarhaus etwas aus dem Fenster. Ich dachte, na tolle Wurst, kriegste wieder Anschiss, wie grad eben schon, weil de mit'm Auto auf'm Bürgersteig stehst. Aber nichts da. Oma war voll gut drauf und hielt mir aus dem Fenster einen großen Orchideentopf hin. "Den möcht ich Ihne schänka." (Alle Schwaben mögen mir meinen kläglichen Versuch schwäbisch zu schwätzen verzeihen) Alles klar, da sag' ich nicht nein. Und dann fing sie an auszuholen, sie sei 86 und ich werde mich sicher gut kümmern und dann noch etwas über Enkel und die restlichen sieben Minuten habe ich leider nicht verstanden.... Aber voll nett die Omi. Also halten wir fest: Schubladen sind doof, Kartoffelsalat ist das beste Umzugsessen und ich kann nach zwei Jahren immer noch kein Schwäbisch.

Aufwand: Also ich hatte rote Finger vom Schälen der heißen Erdäpfel, aber sonst macht das keinen Aufwand. Am besten ist es allerdings, du lässt das Kartoffel-Salat-Gerät über Nacht im Kühlschrank stehen.

Brauchste:
1 kg Kartoffeln
1 ziemlich große Zwiebel
250ml Gemüsebrühe
Öl
Essig
Pfeffer
Salz
(Schnittlauch)

Zuerst kochst du die Kartoffeln gewaschen aber mit Schale, bis sie durch sind. Während sie kochen, kannst du die Zwieble in winzig kleine Würfel schneiden und danach mit der aufgekochten Gemüsebrühe übergießen. Dann schälst du die noch warmen Knollen und schneidest sie in Scheiben. Ab mit den Scheibchen in eine Schüssel, die Zwiebelbrühe und jeweils 2 Esslöffel Weißweinessig und 3 Esslöffel Öl darüber geben, mit Pfeffer und viel Salz abschmecken und fertig ist der Salat. Ich habe noch frisch geschnittenen Schnittlauch beigemischt. Das hat auch gut geschmeckt. Vor dem Servieren auf jeden Fall noch einmal mit Salz und Pfeffer würzen. Und dann reingehauen!
Ich gebe zu, meine Kartoffeln waren noch etwas sehr bissfest, aber das hat der Sache nicht geschadet :)