Dienstag, 1. November 2016

Vegane Sotoso - oder so

Hilft bei: Wort-Einfallslosigkeit


Und sonst: Viele Menschen scheinen mit der vegetarisch/veganen Lebensweise ein Problem zu haben und zwar deswegen, weil "wir" ihnen die Begriffe klauen. Fiese kleine Veggi-Klauschweine. Es scheint ein unerträgliches Gefühl zu sein, wenn etwas nicht aus Fleisch ist, sich aber so anhört. Zum Beispiel das Wort Wurst - und die entsprechende vegetarische Wurst, oder Veggi-Bolognese, Veggi-Schnitzel, Vöner, usw. "Wenn man keine echte (!) Wurst isst, warum dann falsche Wurst?" Ganz einfach: weil die falsche Wurst ziemlich gut schmeckt. "Aber dann muss man das doch nicht so nennen, das ist doch absurd" - Puh, ein Schweinchen, das auf einem Quadratmeter wohnt ist absurd, aber dass der Marketingabteilung von Rügenwalder kein neues Wort für die Veggi-Variante ihrer Schinken Spicker eingefallen ist, halte ich für eher normal. Oder aber in unzähligen Meetings wurden unzählige Vorschläge eingereicht, man kam zu keiner Einigung, bis eine überteuerte Agentur eingeschaltet wurde, die sagte: "Nennt es doch vegetarischer Schinken-Spicker." Welch grandioser Einfall! Freunde, was mich aber wirklich zum Lachen bringt, ist die "vegetarische Fleischwurst" eben jener Marke :)

Naja, ein bisschen kreativer könnte man als Vegetarier also schon sein. Nur, das letzte Mal (soweit ich mich erinnere), dass ein vollkommen neues Wort in den Duden aufgenommen wurde, war es "sitt" als Wort für "nicht mehr durstig". Niemand hat dieses Wort jemals in meiner Gegenwart verwendet.

Here we go:
Schnitzel = Bratscheibe
Bolognese = Sotoso (SojaTomatenSoße)
Burger = Einklemmer
Gulasch = Brockensoß
Nee, das klingt alles nichts. Ich bin zu unkreativ und bleibe bei den abgelutschten Fleisch-Begriffen. So heißt es schon bei Romeo und Julia: "Was ist ein Name? Was uns Wurst heißt, wie es auch hieße, würde gut schmecken." Oder ging es da etwa um Blumen?

Aufwand: mittel, reicht für vier Personen

Brauchste:
150g Sojabrocken
Gemüsebrühe
Öl
1 Zwiebel
140g Sellerie
2 Möhren
250g Pilze
1 Dose Pizzatomaten
3 EL Tomatenmark
Pfeffer, Salz und getrocknete Kräuter (Basilikum, Oregano, etc.)
Nudeln

Zuerst übergießt du die Sojabrocken mit der Gemüsebrühe. Das sollte dann mindestens eine viertel Stunde rumstehen. Danach gießt du die Flüssigkeit ab und drückst die Klumpen aus. Die Flüssigkeit aber bitte auffangen - du brauchst sie noch. In einer großen Pfanne erhitzt du das Öl und brätst dann die Sojabrocken und eine klein geschnittene Zwiebel an. Gib dann das Tomatenmark dazu und lass es auch etwas mit anbraten. Die Dose Pizzatomaten als nächstes dazu und dann noch eine Dosenfüllung aufgefangene Gemüsebrühe.

Sellerie, Pilze und Möhren schneidest du klein und brätst zunächst auch alles in einer extra Pfanne an. Im Anschluss alles zur Soja-Tomaten-Mischung geben und so lange kochen lassen, bis die Nudeln fertig sind, die du just in diesem Moment aufgesetzt hast. Gewürzt wird das Ganze mit Pfeffer, Salz und einer guten Mischung Kräuter der Provence oder Ähnliches. Lasst euch diese vegane  Sotoso äh Bolognese schmecken!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen