Sonntag, 30. Oktober 2011

Donauwelle



Hilft bei: Erasmusparty.

Und sonst: Wenn nichts los ist, aber der Drang nach Bespaßung groß ist (woaw der Reim is fett), dann kommt es vor, man begibt sich auf Veranstaltungen, die man schnell wieder verlassen will. Dazu gehören Erasmus-Partys. Ich kenne das ja aus eigener Erfahrung. Ich war auch mal Erasmus-Studentin und bin mir über den Sinn dieser Zusammenkünfte im Klaren. Ist ja auch ganz logisch: Man ist neu in der Stadt, kennt sich noch nicht so gut aus und braucht jemanden, der dabei hilft, wieder nach Hause zu finden. Ich hingegen habe einen grandiosen Orientierungssinn und begebe mich da nur aus sozialpsychologischen Gründen hin. Das ist sozusagen ein super Feldexperiment. Nun war ich also die Einheimische und beobachtete die „Neuen“ bei der Balz. Ich stellte schnell fest, dass ich viel zu nüchtern war, um sowohl das Verhalten als auch die Musik zu ertragen. Ich würde die Musik als Mischung aus Bollywood und Balkanbeats beschreiben. Schrecklich sozusagen. Deswegen merke! – wenn nichts los ist, aber der Drang nach Bespaßung groß ist, dann lieber mal nen Kuchen backen. Zum Beispiel Donauwelle. Kann man nur machen, wenn Oma vom Dorf glückliche Eier von glücklichen Hühnern vorbei gebracht hat und wenn man ein bisschen Zeit hat.


Brauchste:
Für die Creme I:
Zunächst eine Tüte Pudding nach Anleitung auch gern mit VanilleSojaMilch fertig machen und zur Seite stellen.

Für den Teig:
375g Alsana mit
230g Zucker schaumig rühren. Nach und nach
6 große Eier dazu geben und weiter schaumig rühren.
250g Mehl mit
2 TL Backpulver mischen und zur Schwabbelmasse geben. Glatt rühren.
Den Teig in zwei gleiche Teile trennen und in die eine Hälfte
3 EL ungesüßtes Schokoladenpulver geben.

Zuerst den hellen Teig auf einem Blech verteilen. Darauf dann den dunklen geben. Man könnte vermuten, dass es da zu Vermischung kommt. Es geht aber ziemlich gut und einfach.
Ein Glas Kirschen abtropfen lassen. Da bleiben für gewöhnlich 350g Kirschen übrig. Diese dann formschön im Teig verteilen.

Dieser bäckt dann bei 175°C 30 Minuten.
Für die Creme II:
Währenddessen
150g Alsana mit
4 EL Puderzucker schaumig schlagen und den Pudding unter heben. Ab in den Kühlschrank.

Wenn der Kuchen abgekühlt ist, die Creme druff schmieren. Jammy. 




Ca. 150g Zartbitterkuvertüre schmelzen und einfach auf dem Kuchen verteilen. Mit einer Gabel, oder wer hat mit so einem Kamm für Torten (keine Ahnung was da der Fachbegriff ist), ein Wellenmuster in die noch flüssige Kuvertüre ziehen, fertig ist die Donauwelle.
Wenn der Kuchen angeschnitten wird, zeigt sich gleich der doppelte Welleneffekt. Durch den zweifarbigen Teig, in den die Kirschen einsinken, entsteht auch „innerhalb“ des Kuchens ein Wellenmuster. 




Dienstag, 25. Oktober 2011

vegane Cookies mit Pekannuss und Schoki


Hilft bei: Freizeit

Und sonst: Hartz IV und der Tag gehört dir. Schön wär’s. Der Tag gehört auf jeden Fall grad mir, aber leider ohne Zuzahlung. Mama und Papa müssen noch her halten und mir meine drei Monate nach-Studium-Urlaub finanzieren. Was macht man so den ganzen lieben langen Tag, wenn man weder Ziel noch Aufgabe hat. Zunächst schlafen bis um 10Uhr. Scheinbar habe ich meine senile Bettflucht überwunden. Ich habe durchgeschlafen!!! Bis 10!!! Wuhuuuu. Ich raste aus. Dann Frühstücken, Duschen und eine Pippirunde mit Peppi. Schwupps ist es um 12. Dann heißt es: Klamotten nähen, stricken, basteln (muharhar) etc. Danach habe ich dann meisten schon wieder Hunger, also gemütliches Mittagbrot. Von 13-14Uhr telefonieren, dann loslaufen zum Kaffeeklatsch bis 16Uhr, danach dann eine große Pippirunde mit Peppi. Und dann musste ich Nüsse knacken mit einem Hammer, da mir das passende Gerät fehlte. Das ging so bis sechs und diente der Zutatengewinnung für jammy Cookies. Erstaunlich ist demnach, dass ich den Tag bisher ohne jeglichen TV Konsum rumgekriegt habe. Dies unterscheidet mich dann wohl doch vom „echten“ Arbeitslosen – der sog. Erwerblosis vulgaris. OBWOHL – ich musste mich ja mit den ganzen Studien zum TV Konsum auseinandersetzen und diese zeigen: zwischen arbeitender und nicht-arbeitender Bevölkerung gibt es keinen Unterschied bezüglich der Sender- oder Formatwahl. Lediglich die zweite Gruppe schaut ca. 13% mehr fern. – Da drücke ich halt ein bisschen den Durchschnitt :)

Brauchste                                                                            
 
280g Mehl mit
150g Zucker,
2 TL Natron und
1 Prise Salz mischen.

250g Alsana und
2 Ei-Ersatz beifügen und zu einer klebrigen Masse vermischen.
Ich hab das Ei-Ersatz Zeug mal fotografiert. So sollte das aussehen. Ganz schön abartig :)
 
70g klein gehackte Pekannüsse und
70g vegane Schokostücke dazu geben und verrühren.

Mit einem Löffel mittel große Kleckse (was für ein schönes Wort) des Teiges auf einem Backblech verteilen. Ich rechne immer acht Cookies pro Blech, weil ich immer Angst habe, dass sie ineinander laufen.
Bei 190°C backen die kleinen Leckereien ca. 15 Minuten.



















 Na dann losgenascht!

Montag, 24. Oktober 2011

veganes Apfelbrot


Hilft bei: Kater

Und sonst: Es gibt Abende, an die hat man einfach keine Erwartungen und am nächsten Tag muss man immer noch lachen, weil tausend absurde und lustige Sachen passiert sind. Samstagabend war so ein Abend. Ich war müde und wollte demnach eigentlich spätestens um Mitternacht in der Kiste liegen. Da ich aber jung bin und es zu meinen stereotypen Verhaltensweisen gehören sollte auf stickige, dreckige und laute Partys zu gehen, habe ich mich doch nicht für’s Bett entschieden. Ich dachte mir, naja bis drei Uhr kann ich schon mal ein bisschen das Tanzbein schwingen. Da wusste ich noch nicht, dass es statt um drei um acht werden soll, und dass ich zwischen verschiedenen Lokalitäten wechseln werde. Für Berliner Großstadtmietzen ist das natürlich nichts Besonderes. Für Jenaer und vor allem für meine Verhältnisse (insbesondere in letzter [Prüfungs]Zeit) aber durchaus etwas ungewöhnlich. Hinzu kommt, dass ich durch die ganzen doofen Prüfungen natürlich total aus der Übung bin/war. „Man is ja och nüscht mehr jewöhnt.“ The day after ist natürlich immer ganz besonders schön. Ich hatte samstags schon Vorbereitungen für ein Apfelbrot getroffen. Das hieß, ich musste es unbedingt am Sonntag backen. Das passte eigentlich nicht zu meinem „Zustand“ – aber da ich nicht wollte, dass das gute Zeug vergammelt, zwang ich mich zu körperlicher Ertüchtigung (in diesem Fall meine ich damit jegliche Bewegungen, die vom Liegen und Fernbedienungdrücken abweichen…). Schlecht war die ganze Aktion nicht, denn erstens habe ich jetzt ein echt leckeres Apfelbrot und zweitens war dieser Tag Dank der Backerei nicht ganz so sinnlos, wie diese Tage normalerweise sind :) 


Brauchste:
Am Abend zuvor:
750g Äpfel schälen und klein schnippeln.
200g braunen Zucker und
120ml Rum darüber geben und über Nacht ziehen lassen.

Am nächsten Tag hast du eingeweichte Äpfel und viel Saft. Das brauchst du alles!

500g Mehl mit
1 ½ Päckchen Backpulver,
2 TL Zimt und
2 EL ungesüßtem Kakaopulver mischen.

 
Das ganze dann wiederum mit 165g ganzen Haselnüssen verrühren.
Bei 200°C bäckt das Brot ca. 65 Minuten. Falls es oben schon etwas dunkel werden sollte, am Besten Alufolie darauf legen, dann kann es nicht verbrennen. Bei der Stäbchenprobe kann es sein, dass es immer noch etwas schliff ist. Das ist normal, denn das Brot ist sehr saftig!
Ich habe eine Kastenform und eine kleine (20cm) Springform gebraucht und beides vorher mit Backpapier ausgelegt. Sicher ist sicher, nech!?

Man kann dann noch etwas Puderzucker darüber sieben. Als Verschönerung.

Es schmeckt schon etwas winterlich, aber bei den Temperaturen ist das ja auch angebracht. Am geilsten finde ich die ganzen Nüsse da drin. Das macht echt was her.




Also dann: Lasst euch den geilen Scheiß schmecken!!!

 



Dienstag, 18. Oktober 2011

veganer AppleCrumble


Hilft bei: Erkältung

 
Und sonst: Taataaa. Die letzte Prüfung liegt hinter mir. Verrückt ist das. Da zittert man, wird verrückt, beißt sich die Fingernägel ab und so weiter und dann ist es plötzlich vorbei. Wahnsinn. Die besten sechs Jahre meines Lebens wurden mit „sehr gut“ beendet. Das macht mich schon ziemlich sentimental. Ganz und gar fies ist natürlich, dass der Körper die Situation richtig einschätzt, wenn er feststellt: „Ui ich hab nüscht mehr zu tun, jetzt kann ich endlich krank werden.“ Die obligatorische Nach-Stress-Erkältung ist da.
Aber nicht mit mir. Ihr kennt das ja noch aus dem Englisch Unterricht „An Apple A Day Keeps The Doctor Away“ Neben Ingwertee mit Zitrone und Honig muss deshalb auch der Apfel her. Und da ich mal etwas Neues ausprobieren wollte, gibt es AppleCrumble. Und Leute, das ist richtig geiler Scheiß.

Brauchste:

500g Äpfel
ein Paar Rosinen
ein bisschen Amaretto, man kann auch Rum nehmen
den Saft einer halben Zitrone
175g Mehl
100g Zucker
100g Alsana
etwas Zimt

Zunächst die Äpfel schälen, in Streifen schneiden mit Zitronensaft, Schnappes und Rosinen vermischen und in eine gefettete Auflaufform geben. Aus den restlichen Zutaten Streusel kneten und über die Äpfel geben.
Da ich herausgefunden habe, dass nicht alle Menschen wissen, wie ein Streuselteig aussieht hier mal ein entsprechendes Foto. Der Teig muss eine Mischung aus Knetbarkeit und Krümel sein.

Bei 180°C ca. 30 Minuten backen. Stäbchenprobe kann man hier nicht wirklich machen. Es kommt drauf an – ich mag die Streusel etwas „knuspriger“, dann sind es wahrscheinlich auch ein paar Minuten mehr. Einfach mal intuitiv vorgehen! Immerhin gibt es keinen Teig der zu fest oder zu trocken werden kann :)
 Wer Rosinen nicht mag kann diese auch weglassen. Am besten warm essen. Schmeckt wirklich lecker.


Montag, 17. Oktober 2011

super-kitschige Geburtstagskuchen


Hilft bei: Geburtstag

Und sonst: Ich gebe hiermit offiziell zu, dass ich die meisten meiner Kuchen (fast alles) überhaupt nicht esse oder essen will. Viel eher werden sie von den ganzen lieben Menschen um mich herum vernascht. Ich liebe es, anderen eine köstliche Freude zu machen. Das ist einer der Gründe für mich, immer wieder den Ofen anzuschmeißen! Vor allem wenn ein Geburtstag ansteht, zaubere ich richtig geilen Scheiß aus dem Zauberofen. Und das sieht dann so aus:



Brauchste:

Muffins:

120g Butter oder anderes Fett
230g Mehl
2 Eier
200g Schmand
100g Zucker
2 TL Backpulver
ein halbe Packung gefrorene Blaubeeren

Zuerst die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen. Danach die weiche (!!) Butter zufügen und dann den Schmand. Das Backpulver mit dem Mehl gut vermischen und in die Schwabbelmasse sieben und verrühren. 2/3 der Muffinsförmchen mit dem Teig füllen, fünf Blaubeeren reinlegen und mit etwas Teig bedecken. Bei 180°C 25 Minuten backen.

Creme:
70g weiße Schokolade über dem Wasserbad langsam schmelzen.
50g weiche Butter mit einer Gabel zerdrücken und
30g Puderzucker darüber sieben. Das ganze schön weiter mit der Gabel zermatschen.
130g Frischkäse dazugeben, glatt rühren, Schokolade dazu, wieder glattrühren und fertig.
Ich habe die Creme noch eingefärbt, so dass alles extrem kitschig aussieht. Das Geburtstagskind meinte, es würde aussehen wie aus dem Wunderland. Solltet ihr euch wünschen, dass  auch ein Wunderland-feeling eintritt, müssten noch ein paar andere Substanzen beigefügt werden. Aber bitte auf den Geschmack achten!! ;)

Kuchen:

Ich habe mich hier für einen ganz einfachen Kuchen entschieden, der auch nicht besonders süß ist, da das Fondant wirklich fast schon ekelig süß ist. :)

2 Eier
150g Zucker
3 TL Vanille
160g Schmand
-- schaumig rühren
50ml Öl
-- dazu geben und gut vermischen
250g Mehl
½ Päckchen Backpulver
Prise Salz
--mischen und gleichmäßig zur Schwabbelmasse und glatt rühren

Dann die Hälfte des Teiges in eine andere Schüssel verfrachten und mit zwei Esslöffeln Kakaopulver mischen. Die zwei Teige dann gleichzeitig, quasi von rechts und links, in eine 26cm Springform geben (die natürlich vorher schön eingefettet wurde). Die eine Hälfte müsste jetzt dunkel, die andere hell sein. Mit einem Löffel Kreise durch den Teig ziehen, so dass ein Muster entsteht. Bei 180°C ungefähr 30 Minuten backen lassen. Ich habe aber nicht auf die Uhr geschaut, deswegen am besten immer mal Stäbchenprobe machen.

Ich hab fertiges Fondant gekauft. Ehrlich gesagt, habe ich hier im Laden nie welches gefunden. Letzte Woche war ich in Holland, da gibt es das OHNE Gelatine an jeder Ecke. Naja, da habe ich mich erstmal eingedeckt. Beim Ausrollen immer an den Puderzucker denken! Kein Mehl benutzen!! Es muss auch nicht immer so ein kitschiger Fimmel sein, wie bei mir. Ich steh halt drauf. Es gibt auch schwarzes Fondant :)



Herrlich sieht das aus und herrlich schmeckt das auch.


 Und jetzt schaut euch doch mal diesen putzigen Pinguin an, den Karina Karibik in mühevoller Kleinarbeit gebastelt hat. 

Sonntag, 2. Oktober 2011

Heartbreak Choco-Cake



Hilft bei: Herzschmerz

Und sonst: Ja ihr lieben kleinen Schweinebabys, so was soll es ja geben. Liebeskummer. Mir persönlich ist das natürlich völlig fremd, da meine große Liebe Karina Karibik mich niemals verlassen würde. Ich kenne mich da wirklich überhaupt nicht aus. Ist einfach nicht meine Schublade. Aber Dank meiner enormen Phantasie könnte ich mir in jedem Fall rein hypothetisch vorstellen, wie es ungefähr wäre, würde ich welchen haben. Und ich wüsste auch, was ich machen müsste, um wenigstens etwas Linderung herbeizuführen. Also in der Annahme ich hätte Herzschmerz und müsste mich mehrmals täglich übergeben und neu schminken oder würde solche absurden Dinge tun wie heulen, schreien, Haare ausreißen und Fingernägelabkauen, immer wieder ein und dasselbe Lied hören oder gar die ganze Welt in Frage stellen, also rein hypothetisch - WENN das alles so wäre, dann würde ich einen Schokoladenkuchen backen.
Wie es der Zufall will, hab ich das getan – aus rein altruistischen Gründen natürlich. Ich will nur den armen kleinen broken hearted girls and boys helfen!!!! Logisch, man! Kein Mensch kann Moni Monacos Herz brechen, das ist so fluffig gebacken, das biegt sich immer wieder von allein in seine Ausgangsform zurück!!! Nicht, wie so ein zu lang gebackener, bröseliger Keks…

Brauchste:

150g Zucker
225g Mehl
3 El Schokoladenpulver
1 EL Vanillezucker
2 TL Backpulver
1 TL Natron
80ml Öl
120ml SojaMilch
1 Ei-Ersatz
50g klein geschlagene vegane Schokolade


Besonders wichtig ist dabei gute Musik – aber nur solche, die auch gute Laune macht, wie zum Beispiel das hier. Auf GAR KEINEN FALL sollte man so etwas hören!!

Zunächst alle trockenen Zutaten, bis auf die Schokoladenstücke, gut vermischen. Dann das Flüssige hinzufügen. Es kann sein, man muss noch etwas Sojamilch nachschütten, bis es ein geschmeidiger, aber dennoch nicht flüssiger Teig wird. Bitte keine Tränen in den Teig backen, der wird sonst zu salzig…

Alle Wut der Welt und negative Gedanken baut man am besten ab, indem man mit einem Hammer auf eine Tafel Schokolade schlägt. Tue dies und gebe 50g davon in den Teig. In einer 24cm Form bäckt der Kuchen bei 175°C ca. 30 Minuten. Das ist aber eine nicht abgesicherte  Angabe. Ich habe vergessen auf die Uhr zu schauen. Du solltest unbedingt die Stäbchenprobe machen.

Für die Glasur einfach einen Teelöffel Fett (also am besten eignet sich Kokosfett) mit ca. 40g Schoki schmelzen. Drauf auf den Kuchen (der sollte natürlich schon abgekühlt sein) und fertig!


So, danach einfach an einen Tisch mit  Freunden setzen und den Kuchen festlich verspeisen. Da ist soviel Schokolade drin und dran, danach muss es jedem Menschen dieser Welt einfach nur gut gehen!