Freitag, 29. April 2011

veganer Rhabababarkuchen mit Pudding

Hilft bei: Zahnschmerzen, Hüftschmerzen, wenn man im Kolloquium statt 'exerzieren' 'exorzieren' sagt und es hilft, wenn die Verwandtschaft zum abermillionsten Mal fragt „Und was kann man dann später damit machen? Als Soziologe?“

Und sonst: Ich komme leider nicht aus einer Familie, die den sozialen Aufstieg geschafft hat. Wir sind halt schon immer ganz, ganz, ganz oben!! Ich könnt euch nicht vorstellen, wie schlimm das als Kind war. Alle meine 'normalen' Freundinnen wollten ein Pony und bekamen keins. Diese Freundinnen konnten dann einfach nicht verstehen, wenn ich wieder Tage lang niedergeschlagen war, weil ich mich nicht entscheiden konnte, ob ich mit Blacky oder Beauty ausreite. Ich wollte ja auch keins meiner Ponys bevorzugen! Auch diese vielen Reisen und Unmengen an Klamotten, die mir andauernd von Herrn Vater und Frau Mutter geschenkt wurden, ließen meine innere Leere einfach immer und immer und immer größer werden. Welches pubertäre Mädchen will diese weltlichen Dinge?!?! ICH sicher nicht! Es war einfach eine schreckliche Kindheit und Jugend. Ein Leben ohne Sorgen. Furchtbar. Deswegen habe ich mich dann nach dem Abitur, welches ich mir leider kaufen musste, da ich sowohl unter Schülerinnen als auch Lehrerinnen sehr unbeliebt war, von den Fesseln meiner Familientradition gelöst und habe mich gegen eine Kombination aus Medizin-, Jura- und Physikstudium entschieden. Ich hätte das sicherlich gekonnt, keine Frage, aber ich musste rebellieren. Jaahh. Und nun. Hätt isch doch mal Zahnarzt oder Rechtsanwalt studiert..... würde ich jetzt nicht geile Scheiße im Zauberofen machen und DAS wäre wirklich traurig!

Brauchste:

Teig:
220g Margarine
300g Mehl
3 Ei-Ersatz
½ Päckchen Backpulver (oder mehr)
1 Päckchen Vanillezucker
100 ml Sojamilch

Pudding:
1 ½ Päckchen Puddingpulver
150ml Sojasahne
450ml Sojamilch
75g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker

8-10 Stangen Rhabarber

Los geht’s! Zunächst Rhabarber (das mussten wir als Statisten im Schultheater ununterbrochen 'lautlos' sagen...) waschen, schälen und in Stücke schneiden. Ein bisschen Zucker drüber und ziehen lassen.
In einer Schüssel das Mehl abwiegen, Backpulver, 1 Päckchen Vanillezucker und Zucker dazu geben. Drei Fake-Eier aufschlagen (lange, lange, lange auf Raketenstufe), diese dann mit 100ml Sojamilch und der Margarine schaumig rühren. Dazu löffelweise die MehlzuckerMische geben und schön lange rühren. Herrlich müsste das jetzt aussehen.
Ich hab den Teig in eine kleine (20cm) und in eine 26cm Springform gegeben. Vielleicht habt ihr oder du ja eine riesen Form, dann alles da rein. Dann die Rhabarberstücke drauf geben.

Pudding vorbereiten und auf den Teig mit dem Gemüse geben. Ich hab nur auf den großen Teig den selbstgemachten Pudding gemacht und auf den kleinen fertigen. Das war ein Fehler! Nehmt selbstgemachten! Das ist viel besser. Der andere war viel zu flüssig.
Das ganze dann ca. 40-60 Minuten bei 180°C in den Ofen. Ja ich weiß, das ist eine schwierige Zeitangabe. Ich hatte den kleinen ca. 40 Minuten im Ofen und den großen etwas mehr als eine Stunde. Ich hab auch wie verrückt am Temperaturregler rumgespielt und irgendwann Alufolie auf den Kuchen gelegt. Stäbchentest ist halt schwierig, wenn der Kuchen fast nur aus Schwabbelmasse besteht. Ich dachte, das wird niemals fest. Aber siehe da. Hat funktioniert. Sind ja auch keine Eier drin. Ist quasi ungefährlich, wenn der Teig noch schliff ist. 

Schmeckt nicht zu süß, da das Gemüse so schön sauer ist. 
Deswegen hilft das auch bei Zahnschmerzen.

Guten!

Montag, 25. April 2011

vegane Obsttorte = Keks mit Pudding und Obst

Hilft bei: blöde Jauche, draußen ist Sonne und Menschen und noch nicht erlebte Erlebnisse und drinnen ist nur blabla... Medienereignis, Nachrichtenwert... und Mittelwertsvergleich; außerdem hilft das auch bei Sprach-Verwirrung

Und sonst: Ich redigiere heute, zum Ostermontag bei strahlendem Sonnenschein, seit vier Stunden Texte. Deswegen sind meine sprachlichen Fähigkeiten momentan eher mh, äh, hier, dingens, wie heißt das?, ah! -beschränkt-. Bei folgendem „Kuchen“ darfst du nicht so einen fluffig-leichten Kuchen erwarten. Der Kuchen ist etwas knusprig. Knusprig ist ein schönes Wort. Auch für den Kuchen. Ja da fällt es mir wieder ein: Viel Lesen hilft gegen wenig Wörter kennen. Hab grad ein Stück Kuchen weggeknuspert und nichts gelesen, deswegen kann ich nur sagen: Es ist ein knuspriger Kuchen.

Brauchste:
250g Mehl
150g Margarine
100g Zucker
1 Ei-Ersatz (kann man kaufen, kann man vielleicht auch weg lassen, aber sicher ist sicher, nech waahhr?!)

Obst
Säft
1 PäckchenTortenguss
entweder fertig gekauften veganen Pudding (wärmstens zu empfehlen) oder Puddingpulver (ja das ist genauso wie der Tortenguss vegan) mit Sojamilch ( ½ Liter, besser etwas weniger) anrühren. Du brauchst aber nicht den ganzen Pudding. Die Hälfte reicht.

Die ersten vier Zutaten zu einem dicken, fetten Teigokolyt (oh, schlimmes Ostwort, kann auch durch Emmes ersetzt werden) verarbeiten und eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. Danach ausrollen und in eine geriffelte (ist das ein Ostwort?!) Tortenform quetschen. Weil ich so gerne mit meinen Händen in rohem Teig rummehre (schon wieder ein Ostwort?) mach ich das alles, sowohl das Vermengen als auch das Verteilen, mit den bloßen Fingern. Zehn an der Zahl. Verrückt oder? Ich hab zehn Finger!! Ich fass es nicht!!!!
Das ganze dann bei 180°C (natürlich vorgeheizt) ca. 20-25 Minuten backen. Danach kurz abkühlen lassen und stürzen. Also rauskloppen (Ostwort?). Das Bild links nebenan, muss sozusagen von rechts nach links gelesen werden! (Ich bin stolz , dass ich es überhaupt geschafft habe, zwei Bilder zusammenzufügen ohne Paint zu benutzen...)
Das lässt du schön abkühlen und schmierst dann den Pudding drauf. Darauf wiederum das Obst nach deinen Wünschen, aber natürlich immer im dekorativem Muster... gä!, verteilen. Tortenguss nach Anleitung anrühren (Ich hab Orangensaft mit reingemischt, dann ist das ganze süßer und gelb. Ja gelb. Herrliches gelb. Einfach nur gelb.) und darüber geben. Fertig!
Aber immer dran denken: Diese Obsttorte ist knusprig. Das muss so! Ist quasi wie Keks mit Obst und Pudding. 

Mahlzeit!

Sonntag, 24. April 2011

Apfelkuchen backen mit Omi

Hilft bei: unglaublich, enorm, riesig schlechtem Gewissen, weil drei Tage lang nichts gemacht
 
Und sonst: Osterzeit, Zeit die „Familie“ zu besuchen. Da meine Familie leider völlig ver- und zerstreut ist, ist Ostern genauso wie Weihnachten immer eher unspektakulär, was die Anzahl der anwesenden Familienmitglieder angeht. Gestern drei. Aber hej. Wenn ich deswegen schlechte Laune krieg, dann back ich halt einfach nen Kuchen. Zack alles wieder wunderbar. Gestern also das erste Mal Kuchenbacken mit der Oma. Hab das sicherlich als Kind schon getan, leider kann ich mich da jedoch nicht mehr dran erinnern. Aber kein Problem, gestern wurde das ja nun nachgeholt. Dabei hab ich so ein richtig geiles Zone-Backbuch gefunden:
„Das Backbuch. Mit mehr als 450 Rezepten und vielen praktischen Ratschlägen wird erprobtes weitergesagt. 16 mehrfarbige und 16 einfarbige Bildtafeln wecken die Lust zum Backen.“ vom Verlag für die Frau. Oh ha. Leichter Brechreiz. Dann noch ein toller Hinweis: „Gebäck aus Weißmehl sei den Sonn- und Feiertagen vorbehalten! Das möchten wir besonders allen Müttern ans Herz legen, die häufig viel zu unbedenklich die Wünsche ihrer Kinder nach süßem mit Keks oder anderem Gebäck erfüllen.“ Ja. Ja. Na klar. Böse Mütter!
Ich bin weiterhin böse und versorge meine vielen Kinder, für die ich mich von jeglicher Erwerbsarbeit entsagt habe, und meinen Mann, dem ich allabendlich die Füße massiere, wie am Fließband mit feinstem Weißmehl-Gebäck. Mögen sie fett und glücklich werden!
Los geht's!

Brauchste:

125g Fett (wer zuviel Geld hat Butter, für's Fußvolk Margarine)
125g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2-3 Eier
4 Tropfen Öl (Ja! Tropfen! also bei mir war das eher ein „Schwupps“, ich weiß, die Maßangabe wird immer besser... ach ja liebe Kinder: kein Olivernöl, schmeckt komisch im Kuchen, Sonnenblume oder Raps is da besser und billiger)
Zitrone
Salz
200g Mehl
2 TL Backpulver
2-3 EL Milch
Äpfel (je nach Größe 3-4 oder auch 2, da gibt es ja eigentlich auch Richtlinien bezüglich des Säuregehalts, aber das soll euch an dieser Stelle erspart bleiben, einfach irgendwelche Äppel, na gut, vielleicht nicht diese giftigen grünen...)
Marmelade
Mandeln

Ofen auf 180°C vorheizen.

Fett, Eier, Vanillezucker und Zucker, richtig lang, richtig schaumig auf Racketenstufe rühren. Oma sagt, man kann das gar nicht lang genug rühren. Und was Oma sagt, ist Gesetz! Mehl mit Backpulver und Prise Salz mischen. Löffelweise zur Fettmasse geben und auf halber Racketenstufe mischen. Öl ran schmeißen, Zitronensaft (einfach mal probieren wie viel, hab den Saft von ner halben genommen...) rein. Vielleicht noch etwas Milch. Finger reinhalten: Geil!  Äpfel vorbereiten. Schälen, in Scheiben schneiden und so sezieren, dass ein Loch in der Mitte entsteht. Teig in eine Form geben (26cm oder größer, dann is logischerweise die Backzeit kürzer), Äpfel darauf verteilen und Marmelade in den Löchern verteilen. Mandeln drüber. Fertig. 
Ab in Ofen. Ca. 40 Minuten schmoren lassen. Sollte dieser Kuchen schon nach 25 Minuten oder so verdammt braun sein, Alufolie drauf legen. Dann verbrennt er nicht. Ansonsten wie üblich: Stäbchentest. Klebt's - Aufenthaltsverlängerung.


Und dann Osterpicknick mit Apfelkuchen.



Freitag, 22. April 2011

Veganer Crepes

Hilft bei: schlechtem Gewissen, weil man den ganzen Tag in der Sonne saß und nichts für die Arbeit gemacht hat oder sonstigen Verpflichtungen nachgegangen ist

Und sonst: In Crepes muss kein Ei. Punkt.
So ich esse gerade diesen Crepes und finde, ich muss da noch am Rezept arbeiten. Ich bin nicht 100% zufrieden. AHHH. Zauberofen! Du hast nicht alles gegeben!! Na gut, ich will mal nicht ganz so hart sein. Wir machen ja alle mal Fehler (ich halt ziemlich selten- eigentlich nie-.) Ich sage mal so: Es schmeckt. Ich hab aufgegessen, obwohl ich fast geplatzt bin. Aber der Crepes ist noch nicht perfekt. Hatte eigentlich auch eine vegane Vanillesoße dazu gemacht, aber da kann ich euch das Rezept wirklich nicht zumuten. Da muss ich noch mal in mich gehen und das um einiges verbessern.

Brauchste:
200g Mehl, hell und fein.
Vanillezucker (je nachdem ob du eher so die oder der Süße bist, kannst du das auch weglassen)
400ml Sojamilch, oder SojaReismilch
eine Prise Salz

außerdem eine Pfanne und einen Gin Tonic, zur Not auch einen Moscow Mule

Die Zubereitung ist denkbar einfach: Alles zusammenrühren. Ein bisschen stehen lassen und dann ab in die Pfanne. Dazu heißes Obst, Ahornsirup, .... da gibt es ungeahnte Möglichkeiten. Ich habe (fertig gekauften) veganen Pudding (in dem meiner Meinung nach ne Menge Süßstoff fehlt) dazu serviert!! Jawohl, ich serviere Karina Karibik täglich die allerbesten Köstlichkeiten in der WG-Küche! :)

Ich werde die Hoffnung nicht aufgeben, dass alles auch irgendwie ohne Ei funktioniert. Naja, das Experiment geht weiter!

Viel Spaß beim Platzen. So geht's mir und Karina Karibik zumindest gerade. Aber später geht es zum Glück noch zum Mitternachts-Fitness- Tanz Vergnügen... Yeah!

stinknormale Muffins mit geiler Creme oben drauf

Hilft bei: Kopfexplosion, leichtem Herzschmerz und wenn schnelle Zerstreuung erwünscht ist oder das Ego schnell gepusht werden muss (bietet sich demnach auch kurz vor mündlichen Prüfungen an - man kann ja so ein Dinglein mitbringen. Als Bestechungsversuch.)

Und sonst: Das Problem ist folgendes: Wenn ich Mittwoch Abend aus der Bibo komme (nur mittwochs, die anderen Tage schlafe ich nämlich da....), da würde ich schon gern ein kleines Schwarzwälderkirschtörtchen machen. Das geht aber einfach nicht. So ein Riesentortending vermittelt nämlich tatsächlich den Eindruck, ich hätte nichts besseres zu tun (wie zum Beispiel tolle Clusteranalysen mit SPSS). Außerdem schreien allerlei Torten nach einem Anlass, wie Geburtstage, Weihnachten oder dass mal wieder Freitag ist.
Deswegen bietet sich hier immer an, Muffins, CupCakes oder Cookies zu machen. Da kann ich dann sagen: „Och das macht sich doch quasi von ganz allein. Zackibummi ist das fertig. Irgendwas muss ich ja sowieso essen.“
Ich hab noch niemals nie Muffins gemacht, die nichts geworden sind. Deswegen an alle Backwütigen: schwingt den Rührbessen. Los geht's!

Brauchste:
Essentielles: leichte Backwut, Hammer, Musik

Auch wichtig:
125g Butter (nimm ruhig mehr!)
225g Mehl (macht auch nichts, wenn's mehr wird)
zw. 80 - 120 g Zucker (je nachdem wie süß es werden soll, da da noch ne fette Creme drauf kommt lieber nicht zuviel Zucker)
1 PäckchenVanillezucker
2 Teelöffel Backpulver
2 Eier
eine Packung Schmand (200g - macht aber nichts, wenn es etwas weniger ist)
 für die Creme:
100g Schokolade (egal ob weiß oder braun oder schwarz...)
75g Butter
40g Puderzucker
180g Frischkäse

Zauberofen auf 180°C vorheizen.

Ein/e gute/r HausFrau/Mann weiß, zunächst Zucker und Eier und Butter (kurz in die Mikrowelle bewirkt Wunder) schaumig rühren, Schmand dazu. Dann das Backpulver gut mit dem Mehl vermischen und zur Schwabbelmasse geben. Ach ja den Vanillezucker musst du da auch noch reinhauen. Ist allerdings kein Weltuntergang, wenn du den weglässt.
Am Besten ist es, wenn nach Beendigung des Mischvorgangs alle Zutaten in der Mischung verschwunden sind. Dann läuft alles nach Plan.
Jetzt die Mischung professionell nach Augenmaß gleichmäßig in so eine wunderbare Muffinform geben. Ich stecke da vorher ein Papierförmchen rein. Angeblich geht das auch ohne. Aber eins ist sicher: spätestens beim Abwasch rentiert sich das Förmchen.

Ab in den Ofen für ca. 25 Minuten. Immer mal mit nem Messer reinstechen, wenn was dran kleben bleibt, ist das ein Zeichen für Aufenthaltsverlängerung im Ofen.

In der Zwischenzeit mit nem Hammer eine Tafel Schokolade zerhaun. 1A. Ich liebe das. Da baut man gleich ein paar Aggressionen ab. Diese schmilzt du dann, und weil du die vorher zerkloppt hast, geht das ziemlich schnell. Wie du das machst, sei dir überlassen. In einer Tasse oder einem Plastikbecher im Wasserbad, oder super professionell, mit einem extra dafür vorgesehenen "Schmelztigel".
Dann die 75g (weiche, aber nicht geschmolzene!) Butter mit dem Puderzucker schaumig rühren, die Schoki dazu und den Frischkäse mit rein. Immer schön auf volle Pulle rühren, bis es eine gleichmäßige Masse ist. Fertig. Jetzt den Finger reinhalten und ablecken. Ergebnis: Geil! Falls du weiße Schokolade genommen hast, noch ein bisschen Lebensmittelfarbe und das ganze wird auch noch bunt! Jammy. Am besten du stellst es ein paar Minuten in den Kühlschrank. In der Zeit kühlen auch die Muffins ab. Dann verteilst du die Creme nach Belieben auf den fertigen Muffins. Zum Beispiel mit so einer tollen Spritzpistole, die man für diese Zwecke käuflich erwerben kann. Du kannst aber auch einfach ein Loch in die Ecke einer Plastiktüte schneiden. Dürfte fürs Erste reichen.


Am Ende sieht das dann ungefähr so aus (ich hab noch ein paar Schokostreusel in den Muffinteig gemacht und die Creme halb mit weißer und halb mit dunkler Schoki gemacht):