Montag, 14. Mai 2012

Hafer-Apfel-Puffer

Hilft bei: Heiratsantrag

Und sonst: Vor ungewollten Heiratsanträgen und anderen unangenehmen Begebenheiten schützt sich Frau am besten mit einem MP3-Player. Stöpsel rein und schon 'unansprechbar'. Mit dem alltäglichen Desaster, dass die Stöpselkabel schön verwurstet sind, sind wahrscheinlich alle Musiksüchtigen vertraut. Ich ging also los und musste die Schnüre entknoten. Kaum zwei Sekunden aus der Arbeitstür heraus, wurde ich direkt auf Englisch von der Seite über das schöne Wetter informiert. Ja, meinte ich, nice sunshine. Das war der Fehler. Ich hätte nicht freundlich sein dürfen. Die nächsten sieben Minuten hatte ich also Begleitung auf dem Weg zur Straßenbahn. Er kommt aus Indien und da ist es schön warm und er lädt mich jetzt auch direkt nach Mumbai ein. Haha. Ok. Bis dahin war es lustig. Dann kam die Frage, wie ich heiße und wie mein Facebook-Name wäre. Meine Antwort: You wanna know a lot of things - I don't wanna make new friends. Ja ich weiß, ein bisschen fies. Aber ehrlich. Ihn schien das allerdings weniger zu stören. Er kündigte an, nächste Woche bei mir auf Arbeit vorbei zu kommen und mir einen Antrag zu machen. Vorher meinte er noch, er hätte eher gedacht, ich wäre aus Polen und nicht aus Schärmany. Aha.

Aufwand: Sehr gering, außer für dich ist es schon zu anstrengend, einen Apfel zu reiben.

Brauchste: 
75g Haferflocken (die feinen, die so schnell kochen)
50g Mehl
2 EL brauner Zucker
1 saurer Apfel, gerieben
2 TL Backpulver
1/2 TL Zimt
100ml Apfelsaft
2 EL Öl

Alle Zutaten ordentlich mischen, bis eine leckere klebrige Masse entsteht. Dann in einer Pfanne mit Öl langsam braten, bis die Teile von beiden Seiten schön braun und knusprig sind.

Und fertig ist das hochzeitsfreie Frühstück. Bei mir gab es noch SojaVanilleJoghurt mit Mango und Agavennektar. Jammy jammy.

Sonntag, 6. Mai 2012

vegane gefüllte OrangenCupCakes

Hilft bei: Grippe

Und sonst: Eigentlich habe ich es erwartet, aber dass es gleich so hart kommt, hätte ich nicht gedacht. Es hat mich erwischt. Lecker Grippe. Lecker Husten und verstopftes Hirn und verstopfte Ohren und alles miii und mähh. Und vor allem bedeutet krank sein eins: Sinnlos nichts tun. Ich hasse es.
Heute allerdings habe ich mit Hilfe meiner Schwester (whoop whoop) wieder etwas Leckeres und vor allem auch etwas Gesundes gebacken. Es beinhaltet viel Vitamin C - zumindest bilde ich mir das ein. Keine Ahnung, ob es das nicht eigentlich 'raus bäckt'. Was aber sicher ist, ist dass da eine Menge Zucker drin ist und den hat ein kranker Mensch auch sehr dringend nötig - als Energiequelle!

Aufwand: Mittel. Du solltest viel Geduld haben. Denn alles muss immer erstmal abkühlen, bevor es weiter geht.

Brauchste:
Als erstes muss der Pudding vorbereitet werden. Der wird später in die CupCakes 'geschmiert'.
Dazu brauchst du:
60ml frisch gepresster O-Saft (ca. 1 1/2 Orangen)
90ml SojaMilch
1 1/2 EL Stärke (ich benutze dieses 'Arrowroot'-Zeug, ich nehme aber an, da geht auch die gute alte Kartoffelstärke oder Maizena)
25g Zucker
Das alles mischen und in einem kleinen feuerfesten Topf auf mittlerer Hitze warm werden lassen. Und um Gottes Willen NIEMALS aufhören zu rühren (das geht am besten mit einer Gabel). Wenn die Masse dick wird, die Temperatur weiter runter drehen und noch einmal vier Minuten weiter rühren, bis es aussieht wie Pudding. Runter vom Feuer,
1 EL Orangenschale hinzu und
schön eine Minute weiter rühren und sobald es nicht mehr dampft, ab in den Kühlschrank für mindestens 45 Minuten.

Dann geht es weiter mit den Küchlein:
120ml frisch gepressten O-Saft (ca. 3 Orangen)
180ml SojaMilch
80ml Sonnenblumenöl
150g Zucker
Diese Zutaten mischen, bis sie sich gut verbunden haben. In einer separaten Schüssel diese vier Zutaten mischen:
185g Mehl
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
Prise Salz
Das Ganze löffelweise unter die Zuckermischung geben.
1 EL Orangenschale dazu geben und fertig ist der Teig. Ab in die Förmchen und im vorgeheizten Ofen bei 175°C ca. 22 Minuten backen.

Wenn die Kuchen und der Pudding kalt genug sind,
kann es weiter gehen.
Mit einem Messer schneidest du Löcher in die Kuchen und füllst sie mit Pudding.

Oben drauf kommt noch Schokoladenglasur:
50ml Sojamilch erhitzen und in einer neuen Schüssel über
100g Schokoladenstückchen gießen. Schön lang rühren, bis sich alles aufgelöst hat und eine dicke fette Schokocreme entstanden ist. Je nach dem was du zu Hause hast, solltest du noch 2 Teelöffel Sirup dazu geben. Ich habe Zuckerrübe und Agave genommen.

Diese Glasur verteilst du nun nicht zu knapp auf den CupCakes. Ein bisschen Deko, eine halbe Stunde Kühlschrank und dann: Losgenascht!