Sonntag, 4. Dezember 2011

vegane und zimtige Apfelmuffins


Hilft bei: Regen und grauer Himmel
 
Und sonst: Der Regen lässt schon mal vermuten, wie schrecklich kalt und grau und hässlich der Winter wohl noch werden wird. Denn sind wir mal ehrlich, die Tage des Schlittenfahrens (für mich Schlitten - für alle anderen eben Ski und Snowboard und wie das ganze moderne Zeug heißt...)  im tiefen Schnee bei Sonnenschein sind rar. Meisten kotzt es uns doch an, durch den Matsch zu laufen, mal wieder nasse Füße zu kriegen und sich den Arsch abzufrieren. Und diese Dunkelheit!! Kein Mensch kann das mögen. Außer Leute, die auch kleine Kinder essen. Wenn die Sonne wieder Tage lang auf sich warten lässt und man schon früh nicht mehr weiß, ob es vielleicht doch schon abends ist, dann ist die Winterdepression auch nicht weit. Doch nicht mit mir. Neben ordentlich Glühwein trinken, hilft da nur noch eins: Backen, Backen, Backen (und ins Solarium gehen). 


Brauchste:
240ml Sojamilch mit einem
Schuss Apfelessig mischen und stehen lassen.
1 TL Natron,
1 TL Backpulver,
3 TL Zimt,
1 TL Kakaopulver und
1 Päckchen Vanillezucker dazu geben.
280g Mehl und
100g brauner Zucker dürfen auch nicht fehlen!

Den Teig in die Muffinförmchen füllen.

2 kleine Äpfel schälen und in Stückchen schneiden. Jeweils ca. 3 Apfelstücke in ein Förmchen geben.
Etwas gehobelte Mandel drüber streuen und bei 200°C ca. 18 Minuten backen lassen. Unbedingt Stäbchenprobe machen!
Ai jo. Lecker isch des.

Mittwoch, 30. November 2011

Zimtschnecken - vegan und weihnachtlich


Hilft bei: Ende im Gelände

Und sonst: Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Und da ich keine Wurst esse, gibt’s bei mir wenigstens immer nur ein Ende. (Ja - auch ich bin mir der Unlogik dieser Aussage bewusst)
Momentan, in letzter und in nächster Zeit hat und hatte bei mir so ziemlich alles ein Ende. Beste, liebste Uschi im Zimmer nebenan zu Ende. Beziehung zu Ende. Studium zu Ende. Wohnung zu Ende. Alibaba um die Ecke zu Ende. Jena zu Ende. Peppi zu Ende. Familienversicherung zu Ende. Job zu Ende. Alles zu Ende. Ach herje. So viele Enden. Das schreit ja förmlichen nach Kompensation in Form eines enormen Gebäcks. Ein Gebäck in das alles rein gebacken werden kann: Wut, Tränen, verlorene Seelen, Erinnerungen, Aggressionen, Zorn, verfehlte Prüfungen, kaputte Herzen, Versicherungskarten, alte Wohnungsschlüssel und Studentenausweise, Falafel und auch ein paar Hundehaare…
Was macht sich da besser als eine Hefeteigschnecke – jenau jaaar nüscht. Für alle, bei denen gerade nichts zu Ende ist, habe ich das mal mit Zimt vorgetestet. Es schmeckt. Ist sogar ein wenig weihnachtlich und wie gesagt, man kann da alles rein backen – ALLES!

Brauchste:
Für den Teig:
75g Alsana schmelzen und
250ml SojaMilch hinzugeben. (Das sollte schön warm sein) Darin dann
ein bisschen mehr als einen halben Hefewürfel auflösen.
100g Zucker verrühren und
500g Mehl gut verkneten.

Den Hefeteig an einem warmen Ort ca. 45 Minuten gehen lassen. Danach drei Mal teilen und jeweils ein großes, dünnes Rechteck ausrollen.

Für die Füllung
Alsana geschmolzen (ca. 80g)
1 TL Zimt
80g Zucker

 

Den Teig mit geschmolzener Margarine bestreichen und ordentlich Zimt-Zucker-Gemisch drüber geben. Das zu einer herrlichen Wurst rollen (herrlich!!!!) und in Stücke schneiden. Mit der Schnittkante nach unten auf’s Blechle – fertig ist der Lack. Noch einmal eine halbe Stunde so stehen lassen und dann in die Röhre.
Und wer will bepinselt die noch ungebackenen Schnecken mit ein wenig SojaSahne.

Bei 220°C im vorgeheizten Ofen backen die Schneckchen ca. 10 Minuten. 




Fröhliches Naschen! 
(Da ich natürlich grad obdachlos bin und mit fremden Öfen backen muss, kann ich auch leider keine Fotos vom Gebäck auf kitschigen Tellern etc. präsentieren ;) )

Urlaubsfotos

Viel zu wenige Fotos habe ich von den französischen Leckerein gemacht. Aber immerhin. Für euch - zum Sabbern.


 Lecker Sarrazin auf den Crepes.
 Diese kleinen Dinger gibt es überall. Man achte auf den Preis. 0,80 € ist der Provinz-Preis, in Paris kostet eins 2,50€.



 Schokoladenkunst - find ich gut. Aber ich würde mich nicht trauen, es zu essen....

Montag, 7. November 2011

Urlaub

Um Burnout vorzubeugen muss ich Urlaub machen. Und das gleich 15 Tage lang.
Ihr kleinen Schweinebabys dürft deshalb nich traurig sein, wenn es jetzt erst einmal weder Kuchen noch Bespaßung á la Moni Monaco gibt.
Es kann allerdings sein, dass ich eventuell einen französischen Ofen teste. Das werde ich hier natürlich gleich kundtun.
Ich werde euch, denke ich, auf jeden Fall mit Fotos französischer Köstlichkeiten beglücken. :)
Und eventuell schaffe ich es, bis nach Monaco zu fahren - meine Heimatstadt, logisch. Das obligatorische Foto vor dem Ortseingangsschild wäre es mir wert.

à bientôt mes petit amis!

Donnerstag, 3. November 2011

vegane Kaffee Muffins


Hilft bei: Smartphones

Und sonst: In letzter Zeit war ich relativ oft im Zug unterwegs und musste Folgendes beobachten: Alle Menschen um mich herum machen seltsame Bewegungen mit ihren Händen. An einem Telefon. Einem Smartphone. Alle! Auch sehr junge und sehr alte Menschen. Außer eben ich. Am Bahnhof, in der Wartehalle oder direkt im Zug, die ganze Fahrt über spielen sie Spiele und schreiben Nachrichten. Und was für Spiele!? So etwas wie Schlittenfahren über Berge und Blasen zerschießen konnte ich beobachten. Bücher, Zeitschriften oder gar Laptops gehören der Vergangenheit, in welcher ich scheinbar feststecke (immerhin habe ich einen Apfel MP3-player und bin nicht völlig raus). Ich fühle mich ein bisschen als würde mir ein wichtiges Körperteil fehlen. Als wäre ich irgendwie beschränkt. Bin ich komisch? Mit meinem Pre-Paid „Vertrag“ und dem abgetragenem Handy meines Vaters? Ich backe, stricke und habe kein IPhone oder IPad. Es stimmt ganz offensichtlich etwas nicht mit mir. Aber ich sage mal so, meine „Umgebung“ scheint’s weniger zu stören, dass es von mir eher mal ein Stück Kuchen als eine neue Highscore im Bubbleblasen-Zerspringen-lassen gibt. Oder einen selbstgemachten Schal. Oder eben geile Süßigkeiten.

Brauchste:
Siehe dieses Rezept. Mit folgenden Änderungen:
Natürlich lässt du erstmal das Pfeffiaroma weg. Dann nimmst du nur 85g Zucker und gibst noch etwas Agaven Nektar dazu. Jetzt noch ein Esslöffel Instant Espresso Pulver drunter mischen und fertig ist der Teig. Das reicht für drei normale Muffins + ein MiniMuffinBlech oder 12 normale Muffins.

Wenn du die MiniDinger hast, lasse sie bei 190°C ca. 12 Minuten im Ofen. Am besten Stäbchenprobe machen. Die großen Dinger backen ca. 19 Minuten.

Für die Creme:
Wie so oft ist die Creme bei mir nach Augenmaß gemacht. Ich kann somit keine super genauen Angaben machen. Ungefähr ein halbes Päckchen SojaSaane mit einer Tüte Sahnesteif und einem Teelöffel Espresso-Instant-Pulver halbwegs fest schlagen auf Raketenstufe. Außerdem Alsana (so ca. 60g) mit Puderzucker zu einer klebrigen Masse verrühren. Dafür eignet sich am allerbesten eine Gabel. Komponente 1 mit Komponente 2 vermischen und hoffen, dass es nicht zu flüssig wird. Am besten die Saane erstmal stückchenweise dazugeben und wenn die Konsistenz gefällt, mit der Zugabe aufhören. Das ganze dann formschön auf die Kuchen drauf, mit einer Mokkabohne garnieren und tataaaaaa, fertig ist der Lack. Apropos Lack, in der Mokkabohne ist E56738 (nein, weiß die Nummer nicht mehr genau) und das bezeichnet Schellack (siehe Wikipedia). Ihr kennt das vielleicht von den alten Schallplatten. Schellack macht, dass das alles so schön glänzt (behaupte ich) und wird mit Hilfe von Läusen gewonnen, die dabei allerdings nicht sterben. Ist also streng genommen nicht vegan. Ja gut ähhh. Wer das nicht mag, macht das Ding einfach runter. Aber ich wette, die meisten mussten es bis dato nicht mal :) 
 

So und wer soll das jetzt alles essen?? ;)


Sonntag, 30. Oktober 2011

Donauwelle



Hilft bei: Erasmusparty.

Und sonst: Wenn nichts los ist, aber der Drang nach Bespaßung groß ist (woaw der Reim is fett), dann kommt es vor, man begibt sich auf Veranstaltungen, die man schnell wieder verlassen will. Dazu gehören Erasmus-Partys. Ich kenne das ja aus eigener Erfahrung. Ich war auch mal Erasmus-Studentin und bin mir über den Sinn dieser Zusammenkünfte im Klaren. Ist ja auch ganz logisch: Man ist neu in der Stadt, kennt sich noch nicht so gut aus und braucht jemanden, der dabei hilft, wieder nach Hause zu finden. Ich hingegen habe einen grandiosen Orientierungssinn und begebe mich da nur aus sozialpsychologischen Gründen hin. Das ist sozusagen ein super Feldexperiment. Nun war ich also die Einheimische und beobachtete die „Neuen“ bei der Balz. Ich stellte schnell fest, dass ich viel zu nüchtern war, um sowohl das Verhalten als auch die Musik zu ertragen. Ich würde die Musik als Mischung aus Bollywood und Balkanbeats beschreiben. Schrecklich sozusagen. Deswegen merke! – wenn nichts los ist, aber der Drang nach Bespaßung groß ist, dann lieber mal nen Kuchen backen. Zum Beispiel Donauwelle. Kann man nur machen, wenn Oma vom Dorf glückliche Eier von glücklichen Hühnern vorbei gebracht hat und wenn man ein bisschen Zeit hat.


Brauchste:
Für die Creme I:
Zunächst eine Tüte Pudding nach Anleitung auch gern mit VanilleSojaMilch fertig machen und zur Seite stellen.

Für den Teig:
375g Alsana mit
230g Zucker schaumig rühren. Nach und nach
6 große Eier dazu geben und weiter schaumig rühren.
250g Mehl mit
2 TL Backpulver mischen und zur Schwabbelmasse geben. Glatt rühren.
Den Teig in zwei gleiche Teile trennen und in die eine Hälfte
3 EL ungesüßtes Schokoladenpulver geben.

Zuerst den hellen Teig auf einem Blech verteilen. Darauf dann den dunklen geben. Man könnte vermuten, dass es da zu Vermischung kommt. Es geht aber ziemlich gut und einfach.
Ein Glas Kirschen abtropfen lassen. Da bleiben für gewöhnlich 350g Kirschen übrig. Diese dann formschön im Teig verteilen.

Dieser bäckt dann bei 175°C 30 Minuten.
Für die Creme II:
Währenddessen
150g Alsana mit
4 EL Puderzucker schaumig schlagen und den Pudding unter heben. Ab in den Kühlschrank.

Wenn der Kuchen abgekühlt ist, die Creme druff schmieren. Jammy. 




Ca. 150g Zartbitterkuvertüre schmelzen und einfach auf dem Kuchen verteilen. Mit einer Gabel, oder wer hat mit so einem Kamm für Torten (keine Ahnung was da der Fachbegriff ist), ein Wellenmuster in die noch flüssige Kuvertüre ziehen, fertig ist die Donauwelle.
Wenn der Kuchen angeschnitten wird, zeigt sich gleich der doppelte Welleneffekt. Durch den zweifarbigen Teig, in den die Kirschen einsinken, entsteht auch „innerhalb“ des Kuchens ein Wellenmuster. 




Dienstag, 25. Oktober 2011

vegane Cookies mit Pekannuss und Schoki


Hilft bei: Freizeit

Und sonst: Hartz IV und der Tag gehört dir. Schön wär’s. Der Tag gehört auf jeden Fall grad mir, aber leider ohne Zuzahlung. Mama und Papa müssen noch her halten und mir meine drei Monate nach-Studium-Urlaub finanzieren. Was macht man so den ganzen lieben langen Tag, wenn man weder Ziel noch Aufgabe hat. Zunächst schlafen bis um 10Uhr. Scheinbar habe ich meine senile Bettflucht überwunden. Ich habe durchgeschlafen!!! Bis 10!!! Wuhuuuu. Ich raste aus. Dann Frühstücken, Duschen und eine Pippirunde mit Peppi. Schwupps ist es um 12. Dann heißt es: Klamotten nähen, stricken, basteln (muharhar) etc. Danach habe ich dann meisten schon wieder Hunger, also gemütliches Mittagbrot. Von 13-14Uhr telefonieren, dann loslaufen zum Kaffeeklatsch bis 16Uhr, danach dann eine große Pippirunde mit Peppi. Und dann musste ich Nüsse knacken mit einem Hammer, da mir das passende Gerät fehlte. Das ging so bis sechs und diente der Zutatengewinnung für jammy Cookies. Erstaunlich ist demnach, dass ich den Tag bisher ohne jeglichen TV Konsum rumgekriegt habe. Dies unterscheidet mich dann wohl doch vom „echten“ Arbeitslosen – der sog. Erwerblosis vulgaris. OBWOHL – ich musste mich ja mit den ganzen Studien zum TV Konsum auseinandersetzen und diese zeigen: zwischen arbeitender und nicht-arbeitender Bevölkerung gibt es keinen Unterschied bezüglich der Sender- oder Formatwahl. Lediglich die zweite Gruppe schaut ca. 13% mehr fern. – Da drücke ich halt ein bisschen den Durchschnitt :)

Brauchste                                                                            
 
280g Mehl mit
150g Zucker,
2 TL Natron und
1 Prise Salz mischen.

250g Alsana und
2 Ei-Ersatz beifügen und zu einer klebrigen Masse vermischen.
Ich hab das Ei-Ersatz Zeug mal fotografiert. So sollte das aussehen. Ganz schön abartig :)
 
70g klein gehackte Pekannüsse und
70g vegane Schokostücke dazu geben und verrühren.

Mit einem Löffel mittel große Kleckse (was für ein schönes Wort) des Teiges auf einem Backblech verteilen. Ich rechne immer acht Cookies pro Blech, weil ich immer Angst habe, dass sie ineinander laufen.
Bei 190°C backen die kleinen Leckereien ca. 15 Minuten.



















 Na dann losgenascht!