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Sonntag, 12. Mai 2013

vegane Oreo-Schoko-Cupcakes

Hilft bei: Zecken

Und sonst: Das Schwabenländle hat ja bis auf die Landschaft nicht allzu viel Schönes zu bieten (auch nette Menschen, da kann ich nicht meckern... ach ja und Großunternehmen, obwohl ich nicht weiß, ob ich die 'schön' finde...). Deshalb hat auch mich das Wanderfieber gepackt. Modisch optimal eingekleidet, stampfe ich schweißgebadet jeden Berg der Alp und wenn es sein muss auch des Allgäus hinauf. Ja meine Beine haben sich schon nach zweimaligem Gebrauch zu absoluten Stahlapparaten entwickelt. Berge hinauf wandern ist für mich auch kein Sport (trotz der massiven Ausdünstung von Körperflüssigkeit) - denn Sport find ich, wie ich schon mehrfach erwähnt habe, scheiße. Womit ich dabei nicht gerechnet habe, sind die widerlichen kleinen Biester, die mir mein Blut abzapfen wollen. Tierliebe hin oder her. Zecken sind abartig. Ich hatte so was ja nie. Nie nie. Und nun plötzlich klebte mir so ein schwarzer Bubbel am Bein und labte sich an meinem Lebenssaft. Leider war meine Freundin Kater-Ina nicht da, die meinem Hund schon immer mit den bloßen Fingern die Tiere aus dem Leib gezerrt hat. Ich musste noch zwei Stunden warten, bis mich ein Zeckenheld mit dem passenden Werkzeug vom Ungeziefer befreite. Darauf musste ich mir erstmal einen Oreo-Schoko-Cupcake gönnen. Der macht nämlich auch immun gegen jegliche Krankheiten, die Zecken sonst so übertragen, wie z.B. Unmut, Traurigkeit, Paranoia etc. Also auch wenn ihr grad keine Zecke habt, empfehle ich das Nachbacken (Ja, Oreos sind tatsächlich neuerdings vegan!).

Aufwand: gering

Brauchste:
Ganz einfach dieses Rezept, aber ohne Minz-Aroma. Dafür schmeißt du zehn Oreo Kekse in den Mixer und gibst das zum Teig. Drei weitere kannst du schon mal für die Creme klein hackseln. Die Cupcakes backen ca. 20 Minuten bei 175°C.

Du nimmst drei Esslöffel Alsan und einen von einer weichen Margarine, fügst einen Schluck SojaMilch dazu und etwa 90g Puderzucker plus die Oreo-Brösel. Diese Creme kannst du dann formschön oder formhässlich auf den abgekühlten Cupcakes verteilen. Oben drauf noch ein Obst - fertig ist der Zecken-Schreck.



Und weil Sonntag ist, findet ihr mich auch beim Kaffeeklatsch.

Dienstag, 5. März 2013

Vegane Schokominikuchen mit Pipapo



Hilft bei: Unentschlossenheit

Und sonst: Ich kann mich nie entscheiden. Ob es sich um Obst, Schuhe, Musik, Männer, Bücher oder was-weiß-ich handelt. Ich kann’s einfach nicht. Ein Apfel hat eindeutig mehr Vitamin C, aber die Banane macht so schön satt. Pumps sehen schön aus, aber Sneakers sind so gemütlich. Florence And The Machine ist so wunderbar, aber The Knife ist auch nicht von der Hand zu weisen. Männer sind so ja oder nein oder ich mag Toastbrot. Der Murakami ist echt spannend, aber Kafkas Welt ist vielleicht etwas anspruchsvoller. Als super Ersatzhandlung hat sich da das Backen herausgestellt. Obwohl auch manchmal schon die Entscheidung für ein bestimmtes Rezept schwer fällt. Aber diese Wahl kann ich meistens einfach dem Zutatenbestand überlassen.

Ja, und als ich mich mal wieder nicht entscheiden konnte, was ich lese, höre, anziehe oder esse – gab es kleine Schokokuchen. Das war tatsächlich eine gute Entscheidung.

Aufwand: gering

Brauchste:
160g Mehl
35g Kakao (ungesüßt)
1TL Natron
1 Prise Salz
sieben und vermischen.

225ml kochendes Wasser
80ml Sonnenblumenöl
1 Schuss Apfelessig
1 TL Vanillepaste (gibt's im Kaufland)
mischen.

Dann das Trockene langsam mit dem Flüssigen vermischen. Der Teig reicht für fünf Muffins und fünf Minitörtchen.

Bei 180°C backen die Teilis ziemlich genau 20 Minuten.

Als nächstes kannst du aus Zitrone und Puderzucker sowie Lebensmittelfarbe einen kitschigen Zuckerguss anrühren. Ich habe den Guss in eine kleine Tüte gefüllt, ein Mini-Loch rein geschnitten und das Muster so auf die Kuchen gebracht.

1 Packung Soyatoo mit Sahnesteif und Vanillezucker aufschlagen und auf die Muffins geben. Den Rest der Sahne mit den Törtchen servieren.

Ein paar tiefgefrorene Himbeeren auftauen und heiß mit Muffins und Kuchen anrichten. Jammy!!!!

Sonntag, 6. Januar 2013

veganer Schokokäsekuchen

Hilft bei: Gute Vorsätze

Und sonst; Es ist soweit. Wir haben den Weltuntergang überstanden und können uns auf das Jahr 2013 freuen oder auch nicht. Ich bin kein großer Freund von guten Vorsätzen, denn die sind ja tatsächlich nur dazu da, um sich am Ende des Folgejahres ein schlechtes Gewissen zu machen. Zum Beispiel weiß ich, dass ich Sport machen müsste. Nicht weil ich übergewichtig bin, sondern weil ich einfach völlig im Arsch bin, wenn ich die Treppen zu meiner Wohnung ins Dachgeschoss geschafft habe. Allerdings habe ich ja schon einmal erörtert, dass Sport für mich einfach keine praktikable Lösung ist. Würde ich mir also vornehmen, Sport zu machen, wäre ich nur irgendwann frustriert darüber, dass ich mir Ziele stecke, die ich niemals erreichen kann. Sport machen: da könnte ich mir auch gleich vornehmen, nie wieder zu trinken und jeden Tag um sechs aufzustehen. Völlig absurd. Dann ist mir aber doch noch etwas eingefallen: Nur noch Dinge tun, die ich wirklich tun will. Und so kam es, dass ich vor ein paar Tagen an einer seltsamen Projektarbeit saß und merkte: Ich will das gar nicht. Ich will lieber Kuchen backen. Und das tat ich dann auch. Das Ergebnis: veganer Schokokäsekuchen mit leichter Kaffeenote. Jammy. Der Vorsatz für uns alle sollte lauten: Nur noch geilen Scheiß machen!

Aufwand: Mittel. Die Nüsse müssen ein paar Stunden vor'm Backen in Wasser eingeweicht werden und die kleinen Kuchen sollten vor Verzehr einige Stunden im Kühlschrank ruhen!

Brauchste:
2 kleinere Tarteformen (meine haben 13cm Durchmesser)
125g vegane Kekse (z.B Haferkekse)
50g Alsan

Du musst zunächst die Kekse so fein wie möglich zerbröseln. Entweder du machst das mit den Händen oder du hast irgendein Gerät, welches diese Aufgabe übernimmt. Danach musst du die Alsan schmelzen, über die Brösel gießen, alles schöööön verkneten und in die Formen pressen. Am Anfang sieht es so aus, also würde das niemals funktionieren. Aber glaube mir, das geht. Bei 180°C backen die kleinen Teile ca. 10 Minuten. Danach muss du sie aus dem Ofen holen und abkühlen lassen.

35g Cashewkerne (ungezalzen und ungeröstet) in Wasser ca. 3 Stunden einweichen lassen und dann mit einem Pürierstab pürieren.
190ml Cocosmilch dazu geben und sehr lang mixen, bis die Flüssigkeit ganz wunderbar aussieht.

In einem Topf
125ml Sojamilch,
einen Teelöffel löslichen Kaffee,
einen Teelöffel Agar-Agar und
75g Zucker aufkochen lassen und unter ständigem Rühren ein paar Minütchen bei schwacher Hitze köcheln lassen.
Im Anschluss 30g vegane dunkle Schoki in der Flüssigkeit auflösen und einen halben Teelöffel Vanillepaste (gibt es im Kaufland) dazu geben.

Das ganze dann mit der Cashewpaste zügig vermischen und in die Förmchen füllen. Bei mir ist unten etwas rausgelaufen - aber nicht viel, kann also passieren und ist nicht weiter schlimm. Die veganen Kuchen verweilen dann ca. 5 Stunden im Kühlschrank, bis sie richtig fest sind. Dann musst/darfst/kannst du sie noch kitschig verzieren. Jammy!






Sonntag, 2. Dezember 2012

vegane Lebkuchen & Maracuja Sandwich


Hilft bei: Selbstreflexion

Und sonst: Neben meiner Arbeitswoche studiere ich ja Management an so einer dubiosen Business School. Wenn ich da durch bin, habe ich alle Hard Skills, um die Weltherrschaft zu übernehmen, überall veggi Backstuben aufzumachen und Luxus für alle einzuführen. Yeah. Leider ist es grad so unglaublich gemütlich für einen großen IG Metall Konzern zu arbeiten, dass diese Selbstständigkeit irgendwie anstrengend erscheint und ich lieber für euch im Privaten leckere vegane Lebkuchen backe. Aber wartet's nur ab. In zwei Jahren dann... Äh. Zurück zum Studium: für ein Seminar wurde uns die grandiose Aufgabe gestellt, doch mal etwas über uns selbst nachzudenken (& auch zu schreiben). Super! Das passt ja auch so zur Jahreszeit. Stärken und Schwächen analysieren. Nichts scheint mir spannender an einem Samstag Abend. Im Zuge dessen, habe ich mir aus Spaß mal ein paar alte Schulzeugnisse angeschaut. In der ersten Klasse heißt es noch ich bin "eine ruhige, freundliche und sehr zurückhaltende Schülerin". (So viel erst einmal zur Veränderungsfähigkeit!) Im Jahr darauf soll ich schon "das Schwatzen lassen". Das Zeugnis der vierten Klasse offenbart: "Ihre rege Phantasie und Sprachgewandtheit zeigen sich im mündlichen Ausdruck." Vier Jahre später dann, in der achten Klasse, nimmt das dann überhand: "Moni sollte sich bemühen, ihr Mitteilungsbedürfnis einzuschränken" - Na zum Glück gibt es 12 Jahre später diesen Blog hier.

Aufwand: mittel, du musst natürlich während die Sandwichhälften backen, die Creme anrühren - aber schwierig ist das gar nicht, außer es stellt für dich eine große Hürde dar, gleich große Kekse zu formen. Die Lebkuchen sind easy peasy.

Brauchste:
vegane Lebkuchen
200g Marzipan mit
2 EL Marmelade und
60ml warmen Wasser verkneten.
200g braunen Zucker,
je 75 g gemahlene Haselnüsse und Mandeln und
je 25g gehackte Haselnüsse und Mandeln dazu geben.
1 TL Backpulver,
1 TL Lebkuchengewürz (kann auch etwas mehr sein... einfach mal kosten) und
65g Mehl in die Schüssel werfen und alles zu einer schönen festen Masse verarbeiten. Diese Masse kommt auf
20 Oblaten.

Der Teig wird als flache Kugeln auf die Oblaten gedrückt. Er verläuft nur minimal - du kannst also fast die ganze Oblate nutzen. Und bloß nicht zu flach drücken - sonst wird der vegane Lebkuchen zu knusprig. Bei 160°C 'trocknen' die kleinen ca. 20 Minuten. Danach einfach mit Schokoladenguss überziehen und eine Mandel drauf setzen.



Maracuja Sandwich
250g weiche Alsan mit
60g Puderzucker schaumig schlagen.
225g Mehl und
80g Speisestärke dazu geben und zu einem Teig verarbeiten.

Jeweils zwei relativ gleich große Kugeln formen, auf das Backblech legen und mit einer in Mehl getauchten Gabel eindrücken. Bei 170°C backen die Hälften ca. 15 Minuten (es sind ziemlich genau zwei Bleche, Vorsicht: die laufen etwas auseinander, also nicht zu eng anordnen). Währenddessen kannst du die Creme vorbereiten:

70g Alsan mit
140 g Puderzucker zu einer gleichmäßigen Masse schlagen.
Das Fruchtfleisch von einer 'großen' oder ein einhalb kleinen Maracujas dazu und fertig ist die Creme.

Wenn die gebackenen Hälften abgekühlt sind, die Maracujapaste zwischen zwei Hälften und basta. Am besten gleich essen oder im Kühlschrank lagern!


Sonntag, 7. Oktober 2012

Vegane Brownie-Küchlein



Hilft bei: Wortwechsel

Und sonst: Ja, ich weiß. Voll langweilig so ein Muffin mit Schokolade und Nüssen drin, den ich hier als Brownie-Schiki-Miki-Scheiß-Mist verkaufe. Aber hey, ich schaffe ja offiziell im Marketing & da gehört das einfach zum guten Ton. Tolle Wörter für einfache Dinge. Wenn ich zum Abendessen mal wieder Reis mit Scheiß mache, nenne ich das auch gern eine Haube aus Basmatihochlandreis mit Sommergemüse und frischen Gartenkräutern (na, wer sabbert da schon?). Frische Pasta zu Pilzragout klingt auch geiler als Nudeln mit Sowas. Eins ist jedoch klar: Es schmeckt ganz vorzüglich, egal wie es heißt. Ebenso verhält es sich mit diesen kleinen, feinen Brownie-Küchlein.

Aufwand: gering, außer es ist dir zu anstrengend, Schokolade klein zu hacken

Brauchste: 
Schüssel 1:
250ml Sojamilch mit einem Schuss
Apfelessig ca. fünf Minuten stehen und quellen lassen.
80ml Sonnenblumenöl dazu geben.

Schüssel 2:
150g Mehl,
160g Zucker,
35g Kakao (ungesüßt),
1/2 TL Backpulver,
1/2 TL Natron,
1 Päckchen Vanillezucker und
eine Prise Salz mischen.

50g Zartbitterschoki mit einem Hammer klein hacken und dabei noch alle angestauten Aggressionen los werden. Walnüsse nach Belieben zerkleinern.

Das Trockene mit dem Flüssigen vermengen, Schoki & Nüsse rein und ab in die Muffinförmchen. Bei 190°C backen die kleinen Küchlein ungefähr 18 Minuten. Unbedingt Stäbchenprobe machen!

Und dann: Schmecken lassen!

Sonntag, 3. Juni 2012

Vanille-Cupcakes mit veganem Frischkäse-Schoko-Frosting


Hilft bei: Ich will Spätzle

Und sonst: Auf meiner Bewerbungsgespächereise durch Deutschland legte ich vor kurzem einen Zwischenstopp im Schwabenländle ein. Ei jo. Herrlich, dacht ich mir, da kann ich endlich mal original Spätzle essen. Nichts da. Alles hat zu, oder bietet nur mittags die regionale Köstlichkeit (die natürlich  nicht vegan ist...) an. Das fand ich eher schlecht. Ich war sauer!! Gefangen in der Kleinstadt, musste ich dann Nudeln mit Tomatensoße essen. Wow. Der vegetarische Klassiker, der mir zum Hals heraushängt. Aber wenigstens hatte ich ein witziges Hotel. In meinem 5 qm Zimmer hingen Bilder von Rehen und - äh Wiesel oder Marder oder so was. Die Möbel waren aus den 70ern, ein Traum! Die Frau an der Rezeption meinte auch zu mir "I hol g'schwind 's Rausgeld!" Das Rausgeld! Ich piss mir ein. 

Im Westerwald war ich auch schon - da ist aber nichts Spektakuläres passiert und nächste Woche geht's nach Düsseldorf. Eieiei. Bisher habe ich dafür 24h im Zug verbracht. Mein Leben ist schön. Um mal ein bisschen klar zu kommen, musste ich jetzt erstmal fett backen. Veganes Frischkäse-Schokoladen Frosting stand schon lange auf meinem Plan. In Den Haag sind diese eigentlich recht außergewöhnlichen Zutaten auch leicht zu kriegen. Also stand der Sonntagvormittagbeschäftigung nichts mehr im Wege. 

Aufwand: Mittel. Die Cupcakes sind sehr schnell fertig und auch die Creme ist g'schwind gemacht.

Brauchste:
Teig:
225ml Sojamilch mit
1 TL Apfelessig mischen und erstmal ruhen lassen, dann
75ml Sonnenblumenöl
2TL Vanille-Extrakt und
150g braunen Zucker dazugeben.

In einer anderen Schüssel folgende Zutaten mischen:
170g Mehl
2 EL Maizena 
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
Prise Salz


Das Flüssige mit dem Trockenem vermischen.
Bei 175°C backen die Teile im vorgeheizten Ofen ca. 22 Minuten. Stäbchenprobe nicht vergessen - wenn was am Zahnstocher kleben bleibt, müssen sie noch kurz in der Küchenhölle verweilen.

Creme:
55g Alsana (oder andere feste vegane Margarine) und
65g veganen Frischkäse (ich habe dieses Toffutizeugs genommen) mit einer Gabel gut vermischen, bis es fast glatt ist.
35g vegane, weiße, geschmolzene Schokolade dazu und richtig glatt rühren.
200Puderzucker beimischen und lange lange lange rühren, bis ein wunderbar süßes, klebriges Frosting entsteht. 

Wenn die Cupcakes abgekühlt sind, kannst du die Creme nach Belieben auf die Deckel geben, ein bisschen Deko drüber und fertig. Bei mir gab es gehackte Mandeln und Erdbeeren dazu. Jammy!!!





Sonntag, 6. Mai 2012

vegane gefüllte OrangenCupCakes

Hilft bei: Grippe

Und sonst: Eigentlich habe ich es erwartet, aber dass es gleich so hart kommt, hätte ich nicht gedacht. Es hat mich erwischt. Lecker Grippe. Lecker Husten und verstopftes Hirn und verstopfte Ohren und alles miii und mähh. Und vor allem bedeutet krank sein eins: Sinnlos nichts tun. Ich hasse es.
Heute allerdings habe ich mit Hilfe meiner Schwester (whoop whoop) wieder etwas Leckeres und vor allem auch etwas Gesundes gebacken. Es beinhaltet viel Vitamin C - zumindest bilde ich mir das ein. Keine Ahnung, ob es das nicht eigentlich 'raus bäckt'. Was aber sicher ist, ist dass da eine Menge Zucker drin ist und den hat ein kranker Mensch auch sehr dringend nötig - als Energiequelle!

Aufwand: Mittel. Du solltest viel Geduld haben. Denn alles muss immer erstmal abkühlen, bevor es weiter geht.

Brauchste:
Als erstes muss der Pudding vorbereitet werden. Der wird später in die CupCakes 'geschmiert'.
Dazu brauchst du:
60ml frisch gepresster O-Saft (ca. 1 1/2 Orangen)
90ml SojaMilch
1 1/2 EL Stärke (ich benutze dieses 'Arrowroot'-Zeug, ich nehme aber an, da geht auch die gute alte Kartoffelstärke oder Maizena)
25g Zucker
Das alles mischen und in einem kleinen feuerfesten Topf auf mittlerer Hitze warm werden lassen. Und um Gottes Willen NIEMALS aufhören zu rühren (das geht am besten mit einer Gabel). Wenn die Masse dick wird, die Temperatur weiter runter drehen und noch einmal vier Minuten weiter rühren, bis es aussieht wie Pudding. Runter vom Feuer,
1 EL Orangenschale hinzu und
schön eine Minute weiter rühren und sobald es nicht mehr dampft, ab in den Kühlschrank für mindestens 45 Minuten.

Dann geht es weiter mit den Küchlein:
120ml frisch gepressten O-Saft (ca. 3 Orangen)
180ml SojaMilch
80ml Sonnenblumenöl
150g Zucker
Diese Zutaten mischen, bis sie sich gut verbunden haben. In einer separaten Schüssel diese vier Zutaten mischen:
185g Mehl
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
Prise Salz
Das Ganze löffelweise unter die Zuckermischung geben.
1 EL Orangenschale dazu geben und fertig ist der Teig. Ab in die Förmchen und im vorgeheizten Ofen bei 175°C ca. 22 Minuten backen.

Wenn die Kuchen und der Pudding kalt genug sind,
kann es weiter gehen.
Mit einem Messer schneidest du Löcher in die Kuchen und füllst sie mit Pudding.

Oben drauf kommt noch Schokoladenglasur:
50ml Sojamilch erhitzen und in einer neuen Schüssel über
100g Schokoladenstückchen gießen. Schön lang rühren, bis sich alles aufgelöst hat und eine dicke fette Schokocreme entstanden ist. Je nach dem was du zu Hause hast, solltest du noch 2 Teelöffel Sirup dazu geben. Ich habe Zuckerrübe und Agave genommen.

Diese Glasur verteilst du nun nicht zu knapp auf den CupCakes. Ein bisschen Deko, eine halbe Stunde Kühlschrank und dann: Losgenascht!


Samstag, 21. April 2012

vegane Kirschexplosion

Hilft bei: Kopfexplosion

Und sonst: Ja, mein Kopf war in letzter Zeit immer knapp vorm Explodieren. Das lag wahrscheinlich am zu hohen workload. Da ich aber heute keine Lust habe, euch vollzujammern, schreibe ich doch mal lieber was über tolle Begegnungen. Zum Beispiel am Freitag Nachmittag in der Straßenbahn. Eine Frau steigt ein. Sie sieht aus wie 50, ist aber wahrscheinlich erst 30 - und hochschwanger. Erst dachte ich, na gut es gibt einfach Leute, die fertig aussehen und schlecht gekleidet sind. Als die nette Frau, die auch noch neben mir saß (es war übrigen 17Uhr), zwei Nasen Püderchen schnupfte, wusste ich allerdings, woher das 'Gesicht' kam. Dann drehte sie sich ganz in Ruhe einen Joint und schaffte es nach zwei Versuchen, die Bahn zu verlassen. Junge, Junge, Junge. Da war mir gleich etwas anders - irgendwie traurig. Bin ich da zu sensibel? Ist das normal in einer 'Großstadt'? Das ist nichts für meine Nerven, da brauche ich gleich Zucker! Und deshalb habe ich heute gebacken. Neben dieser geilen Torte auch noch Cookies, deren Zubereitung ich aber ein anderes Mal poste...

Aufwand: Für ungeübte Hände sicherlich hoch, in meinen Kategorien eher mittel. Dadurch, dass man zwei Kuchen bäckt, muss man auch keine Teile schneiden!

Brauchste:
Der Teig:
235g Mehl
320g Zucker
85g Kakaopulver
1 1/2 TL Natron
1 1/2 TL Backpulver
Prise Salz
--- Das alles in einer großen Schüssel mischen!
155g Sojajoghurt
230ml Schokosojamilch (normale geht auch)
115ml Öl und wer hat
2 TL Vanilleessenz
--- Das auch alles schön vermischen. Dann nach und nach das Flüssige mit dem Trockenen vermengen. Wenn alles gut aussieht
230 ml kochendes Wasser
dazu geben. Es entsteht ein ziemlich flüssiger und verdammt schokoladiger Teig. Der sollte zu gleichen Teilen in zwei 20cm Backformen verteilt werden. Ich nehme jetzt mal stark an, dass nicht jeder zwei hat. Man könnte auch unterschiedlich große Formen nehmen, dann entsteht eine Stufentorte - ist auch schön! Da weiß ich aber nicht genau, wie hoch dann jeweils die Backzeit ist. Bei den kleinen Formen, müssen die Dinger bei 180°C ca. 40 Minuten in den Ofen. UND: Niemals die Stäbchenprobe vergessen!

Die Creme:
60g vegane dunkle geschmolzene Schokolade mit
105g Sojamargarine zu einer cremigen Masse rühren.
300g Puderzucker dazu und fertig ist das, was eindeutig Karies macht. Diese Creme kommt zwischen die zwei Schichten (auf dem Foto, sieht man etwas Helles zwischen den Kuchenhälften, ich hatte noch etwas Vanillecreme über und habe die genommen....) und auch überall sonst hin.

Die Kirschen:
3 EL Maizena mit
dem Saft einer halben Limette und
75g Zucker in einem kleinen Topf gut verrühren, bis alle Klumpen weg sind.
300g gefrorene Kirschen plus
75ml Wasser dazu. Diese Mischung muss unter ständigem Rühren ca. 5 Minuten kochen. Ich habe scheinbar zu wenig Maizena rangemacht, weshalb das Zeug etwas zu flüssig war. Aber, kein Problem, ich find's trotzdem geil. Also, die Kirschen auf die Torte und fertig ist die Explosion.

Achtung! Das ist wirklich extrem süß!! Lecker also!



Sonntag, 11. März 2012

vegane Schokoladencreme

Hilft bei: Regen und dunkel

Und sonst: In Den Haag war das Angebot an Tageslicht die letzten Tage eher rar. (Außer heute, da brauchte ich sogar eine Sonnenbrille!!!) Wenn dazu noch eine Mischung aus Sturm und Regen kommt, macht das Leben so richtig viel Spaß. Vor allem morgens, wenn man mit einem 'deutschen' Regenschirm versucht, den 20 minütigen Fußweg ohne nassen Kopf zu überstehen. Hier in Holland wurde von ein paar cleveren Studenten ein Regenschirm erfunden, der nicht 'hochklappt', wenn der Wind drunter pfeift. Ich glaube, das schweineteure Ding muss ich mir auch noch besorgen. Ihr könnt ihn euch hier anschauen. Wenn das Wetter mal wieder zu einem niedrigen Endorphinspiegel führt, empfehle ich euch diese leckere Schokocreme. Mächtig gewaltig ist das Zeug!

Aufwand: Eher gering. Es ist etwas Geduld beim Schokoladenschmelzen gefragt und die Creme muss vor Verzehr noch mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank verweilen.

Brauchste:
300g Seidentofu mit dem Pürierstab zu einer glatten Masse verarbeiten.
3 EL Agavensirup (Ahorn geht sicherlich auch),
ein bisschen Schnaps (Rum oder Amaretto oder sowas...) und wer hat
1 TL Vanilleextrakt dazu geben und ordentlich mischen.
225g vegane Schokolade über dem Wasserbad schmelzen und zum Tofu geben. Alles ordentlich rühren, rühren, rühren. In kleine Schälchen füllen und ab in den Kühlschrank. Fertig. Lecker.

Ich habe noch eine Packung gefrorene Früchte mit etwas Maismehl und Agavensirup eingekocht und mit der Creme serviert. Ich finde, es muss auch unbedingt noch etwas Fruchtiges dazu, sonst ist es echt zu krass schokoladig.

Ich hatte schon einmal versucht, mit Seidentofu eine Creme zu machen, die ist aber etwas daneben gegangen. Diese hier hingegen ist wirklich sehr gut und hat auch nicht den typischen Tofu-Getreide-Geschmack.

Reicht ungefähr für sechs Portionen!



Dienstag, 28. Februar 2012

vegane dekadente Schoko-Orangen-Torte



Hilft bei: Arbeitshamsterrad

Und sonst: Im Arbeitshamsterrad gefangen, hab ich nichts zu erzählen. Außer vielleicht, dass diese Torte wirklich suuuuper lecker ist. Ich übertreibe nicht. Die vegane Sachertorte war schon gut, aber diese hier toppt einfach alle Schokotorten, die ich bisher gemacht habe. Da will  ich auch gar nicht, um den heißen Brei drumrum reden. Hier also das Rezept:

Aufwand: Nichts für Zwischendurch oder für Ungeduldige! (Dem aufmerksamen Leser fällt auf: Eine neue Kategorie!)

Brauchste: 
200g Mehl,
35g dunkles Kakaopulver,
200g Rohrzucker,
1 TL Natron
1/2 TL Backpulver und
eine Prise Salz mischen.

45g vegane Schokochips schmelzen und mit
230ml Mandelmilch (zur Not geht sicher auch Sojamilch) und
75ml Öl mischen.
Einen Schuss Apfelessig dazu und kurz stehen lassen.
Wer hat gibt noch einen Teelöffel Vanilleessenz dazu.

Das Trockene schön mit dem Flüssigen vermengen und in eine 24cm Springform füllen. Bei 175°C bäckt das gute Stück ca. 45 Minuten. Schön aufpassen, dass der Kuchen oben nicht anbrennt! Sollte es doch passieren, Alufolie oben drauf legen.

Währenddessen kannst du die Creme vorbereiten:
70g Rohrzucker in einem Topf mit
zwei Esslöffeln Maismehl mischen (Ich könnte mir vorstellen, dass es auch mit Kartoffelmehl funktioniert).
155ml Mandelmilch (oder....) dazu geben und bei mittlerer Hitze schön lange rühren und rühren (ca. 5 Minuten), bis es kocht. Dann dürfte es schon dick geworden sein.
75ml frisch gepressten Orangensaft dazu geben und noch einmal fünf Minuten kochen lassen. Und ja nicht vergessen, zu rühren.
Für den besseren Geschmack noch die abgeraspelte Schale einer Orange dazu und fertig ist die Creme.

Sowohl die Creme als auch der Kuchen müssen erst 100% abgekühlt sein, bis es weiter gehen kann. Das kann schon mal ein Stückchen dauern. Dann ist Fingerspitzengefühl gefragt. Mit einem dünnen Messer, schneidest du den Kuchen in zwei Teile. Schmierst die Creme da rein und machst den Deckel wieder drauf. Das klingt einfach. Ist es aber nicht immer... Mit ein wenig Geduld, sollte es aber funktionieren.

Eigentlich kommt jetzt noch eine selbst gemachte Schokocreme drüber. Ich habe hier aber fertiges veganes Schokofrosting gekriegt. Geiler Scheiß, sag ich euch! Deshalb blieb mir dieser Arbeitsschritt erspart. Für alle, die das nicht haben, hier mein Standardrezept der letzten Sachertorte.

Ja und wer jetzt immer noch Muse hat, schnippelt Orangenscheiben aus einer Orange heraus und verteilt diese möglichst kitschig auf der Torte. Noch ein paar andere Deko-Backartikel und fertig ist der Sonntagskuchen!



Mach das bitte nach! Das ist soooo lecker!