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Samstag, 21. Dezember 2013

Vegane Vanillekipferl

Hilft bei: Fehler in der Matrix

Und sonst: Dank der Matrix können wir uns ja allerlei Erscheinungen im Alltag erklären. Wer kennt sie nicht, die Déjà-Vus? Noch viel gruseliger finde ich ja die Menschen, die man immer und überall sieht. Ok ich gebe zu, das ähnelt schon eher dieser Beobachter-Geschichte bei Fringe… aber, bevor ich zu sehr in Serienwissen einsteige, zurück zur Matrix: Es gibt Menschen, die verfolgen mich. Ich war mal Joggen (ja aus Versehen hab ich mich bewegt, das war aber das einzige Mal, danach hab ich aus gegebenem Anlass sofort wieder damit aufgehört). Unterwegs sah ich einen Mann, der mich an Einstein erinnerte, runde Brillengläser hatte und einen großen Koffer mit sich trug - und das im Wald! So nach zehn Minuten saß er auf einer Bank an der ich vorbei rannte und noch mal 10 Minuten später kam er mir auf einer Wiese entgegen(!). Und jetzt könnt ihr alle sagen, was ihr wollt, aber das ist WOHL der Fehler in der Matrix. Mein Fehler in der Matrix!! Alles andere wäre krass, denn es würde bedeuten, ich renne langsamer als ein alter Mann mit Koffer gehen kann. Moment… Äh….

Aufwand: sehr gering, aber der Teig sollte so zwei Stunden im Kühlschrank ruhen

Brauchste:
250 g Mehl
70 Zucker
1 Prise Salz
die abgeriebene Schale einer Zitrone
die 'Füllung' einer Vanilleschote
200 g Alsan

Alles zu einem schönen Teig verkneten, in Folie verpacken und für zwei Stunden ab in den Kühlschrank. Den Teig rollst du dann zu einer (veganen) Wurst und schneidest kleine Scheibchen ab, die du dann in die typischen Vanillekipferl-Form bringst. Der Teig verläuft nur etwas im Ofen. Bei 190°C backen die kleinen Teilis 10-12 Minuten.

Wenn sie noch warm sind, werden sie mit einer Mischung aus Puderzucker und Vanillezucker bestreut. Fertig! Super lecker! Die waren ganz schnell weg.



Montag, 9. Dezember 2013

vegane Apfel-Tartelettes


Hilft bei: Beschallung von oben

Und sonst: Juchu, wieder etwas worüber ich mich aufregen kann: Es ist Samstag Nacht bzw. Sonntag gegen fünf Uhr morgens. Ich befinde mich in einem herrlich wohligen Zustand - eigentlich mein Lieblingszustand - im Tiefschlaf. Plötzlich ertönen seltsam laute Geräusche von oben. Scheiße. Mein Nachbar ist grad nach Hause gekommen und dreht wieder munter an seinen Turntables. Er ist 'beruflich' DJ. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass es Leute gibt, die dafür Geld ausgeben. Keine Ahnung, was genau das für eine Musikrichtung sein soll. Ich vermute schlechter Hiphop. Der hört das da oben immer so laut, dass es sich anfühlt, als stünde er neben meinem Bett und quält mich mit undefiniertem Tonbrei. Am Anfang dachte ich: Resch dich net uff. Aber nun: Pünktlich jeden Tag 22.30 Uhr, wenn ich die Äug'lein zu machen will, um mich vom Backstress des vorherigen Tages zu erholen, dreht er über mir auf. Und ich trau mich einfach nicht, den Spießer raushängen zu lassen und im rosa Schlafanzug nach oben zu gehen und zu sagen: "Hackt's oder was?" Nun ja, da hilft wie immer nur eins: weihnachtliches Backen (und Ohropax vielleicht).

Aufwand: gering - kann jeder

Brauchste:
300 g Mehl
150 g Alsan
70 g Zucker
1 TL Lebkuchengewürz
die abgeriebene Schale einer Orange
1 Prise Salz
die 'Füllung' einer halben Vanilleschote
1 EL SojaCuisine

Aus diesen Zutaten einen schönen festen Teig formen und in vier gefettete Tartelette-Formen füllen. Bei mir war es eine größere und drei von den kleinen mit ca. 15 cm Durchmesser. Mit der Gabel ein paar Löcher in den Boden stechen.

3-4 Äpfel mit Schale in Scheiben
3 EL Holunderbeeren-Marmelade
gehobelte Mandeln

Die Apfelscheiben gestapelt in den Förmchen verteilen. Die Marmelade mit 2 EL heißem Wasser auflösen (am besten in einem kleinen Topf) und dann auf den Äpfeln verteilen. Zum Abschluss noch ein paar gehobelte Mandeln drüber und ab in den Ofen - bei 180°C für 25 Minuten. Wenn es zu heiß von oben wird, am besten Alufolie über die Törtchen legen.


Dienstag, 20. August 2013

Vegane Zitronentorte

Hilft bei: keine Zeit mehr für den Blog

Und sonst: Der Blog lebt noch! Er ist nicht tot. Ich bin nur grad außer Haus und habe einen eingeschränkten Ofenzugang. Deshalb möchte ich nur eine kleine Rückmeldung geben. Aber glaubt mir, es kommen wieder bessere Zeiten. 

Brauchste: Ich habe nachgebacken (jaaaa, ich habe nicht einmal Zeit, die Zutaten nieder zu schreiben...). Dieser feine Blog bietet viele leckere Rezepte. Viel Spaß beim Nachmachen! 


Samstag, 16. März 2013

Veganer Apfel-Birnen-Hagebutten-Pie

Hilft bei: Integrationsprobleme

Und sonst: Ich als Migrantin im Schwabenländle habe immer noch einige Probleme mit der Integration. Die große Herausforderung ist weiterhin die Sprache. "Ah Sie hän scho a Gugg." musste ich mir anhören. Da entschloss ich mich, immer nachzufragen, sollte ich Zweifel haben. Gugg heißt wohl Beutel aka Tasche. Liegt ja auch nah. Auf einer nächtlichen Veranstaltung wurde ich von einem weniger attraktiven andersgeschlechtlichen Menschen gefragt, ob ich eben diesen untersuchen möchte. Untersuchen? Ich wusste natürlich nicht, ob dieses Wort hier dieselbe Bedeutung hat wie im Thüringischen. Ich wollte dem 'Geschöpf' aber auch nicht auf die Füße treten und habe deswegen einen eindeutig Einheimische gefragt, ob 'jemanden untersuchen' ein typisch schwäbischer Ausdruck ist. Ich musste dann feststellen, dass ich gerade einfach nur die schlechteste Anmache des Jahrhunderts erlebt habe. Aber egal, nach so einem Stück Apfel-Pie ist das auch schon wieder vergessen.

Brauchste:
Der Teig:
350g Mehl mit
65g Zucker vermischen und noch
1 Prise Salz zugeben.

Dann ganz langsam und abwechselnd
105g Margarine (also das weiche Zeug) und
105g Alsan (das harte Zeug) rein schnippeln und ordentlich verkneten.
In einer kleinen Schüssel mischst du etwa 3 EL Wasser mit 1 EL Apfelessig. Das gibst du langsam zum Teig, so dass er geschmeidig wird. Er darf aber nicht klebrig werden.


Den Teig formst du zu einer Kugel und teilst diese in zwei Hälften. Diese ruhen dann eine Stunde im Kühlschrank. Danach rollst du eine Kugel aus und legst sie in die Pie-Form. Dann mit einer Gabel drei vier mal in den Teig stechen. Aus der anderen Teighälfte musst du später das Gitter basteln.


Drei Äpfel und drei Birnen in Scheiben schneiden und auf den Teig legen. Etwas Hagebuttenmarmelade (oder was du sonst grad da hast) darauf verteilen (maximal 3 EL).
In einer Schüssel
75g braunen und
75g weißen Zucker, sowie
35g Mehl und den
Saft einer Zitrone mischen.

Das Ganze dann über das Obst geben. Dann das Gittermuster drüber und ab in den Ofen. Du solltest einen Alufoliedeckel für das gute Stück basteln und drauf legen. Bei 220°C bäckt der Kuchen erstmal 20 Minuten und dann noch einmal 40 Minuten bei 180°C. Viel Spaß beim Naschen!




Dienstag, 5. März 2013

Vegane Schokominikuchen mit Pipapo



Hilft bei: Unentschlossenheit

Und sonst: Ich kann mich nie entscheiden. Ob es sich um Obst, Schuhe, Musik, Männer, Bücher oder was-weiß-ich handelt. Ich kann’s einfach nicht. Ein Apfel hat eindeutig mehr Vitamin C, aber die Banane macht so schön satt. Pumps sehen schön aus, aber Sneakers sind so gemütlich. Florence And The Machine ist so wunderbar, aber The Knife ist auch nicht von der Hand zu weisen. Männer sind so ja oder nein oder ich mag Toastbrot. Der Murakami ist echt spannend, aber Kafkas Welt ist vielleicht etwas anspruchsvoller. Als super Ersatzhandlung hat sich da das Backen herausgestellt. Obwohl auch manchmal schon die Entscheidung für ein bestimmtes Rezept schwer fällt. Aber diese Wahl kann ich meistens einfach dem Zutatenbestand überlassen.

Ja, und als ich mich mal wieder nicht entscheiden konnte, was ich lese, höre, anziehe oder esse – gab es kleine Schokokuchen. Das war tatsächlich eine gute Entscheidung.

Aufwand: gering

Brauchste:
160g Mehl
35g Kakao (ungesüßt)
1TL Natron
1 Prise Salz
sieben und vermischen.

225ml kochendes Wasser
80ml Sonnenblumenöl
1 Schuss Apfelessig
1 TL Vanillepaste (gibt's im Kaufland)
mischen.

Dann das Trockene langsam mit dem Flüssigen vermischen. Der Teig reicht für fünf Muffins und fünf Minitörtchen.

Bei 180°C backen die Teilis ziemlich genau 20 Minuten.

Als nächstes kannst du aus Zitrone und Puderzucker sowie Lebensmittelfarbe einen kitschigen Zuckerguss anrühren. Ich habe den Guss in eine kleine Tüte gefüllt, ein Mini-Loch rein geschnitten und das Muster so auf die Kuchen gebracht.

1 Packung Soyatoo mit Sahnesteif und Vanillezucker aufschlagen und auf die Muffins geben. Den Rest der Sahne mit den Törtchen servieren.

Ein paar tiefgefrorene Himbeeren auftauen und heiß mit Muffins und Kuchen anrichten. Jammy!!!!

Sonntag, 20. Januar 2013

vegane Himbeer-Tarte

Hilft bei: Isch reg' mich net uf!

Und sonst: Ja, sonst ist nicht viel los. Es ist ja auch Winter. Draußen ist es ih und äh, kalt, nass und einfach immer dunkel. Schrecklich. Da sitzen Menschen lieber drinnen in der Wärme, trinken Tee und Kaffee und essen leckeren Kuchen. Eigentlich die perfekte Jahreszeit für Backfanatiker. Was im Umkehrschluss entweder bedeutet, ich bin kein Backfanatiker oder eine große Ausnahme - denn besonders viel Freude macht mir diese Jahreszeit tatsächlich nicht. Sie unterstützt aber meinen konstanten Drang, mich über meine Mitmenschen und alles andere aufzuregen. Zum Beispiel über den Opa von gegenüber der auch am Wochenende ab 7.00 Uhr in der Früh kontinuierlich Schnee schippt. Diese Schwaben!! Ich muss dann dieses ekelige Kratzgeräusch der Schneeschippe ertragen. Doof ist auch, dass ich plötzlich so viel Lebensenergie in Schuhe putzen, Auto freischaufeln oder Mützen auswählen verschwenden muss. Ständig nasse Füße und Dank Dachgeschosszimmer andauernd Herzinfarkte vom Dachlawinen-Geräusch. Meine Güte. Was da zusammen kommt. Das hält man ja im Kopf nicht aus. Ich hyperventiliere gleich wieder - ich brauche Valium. Nein, es ist doch besser, ich greife auf die altbewährte Zucker- und Schokoladentherapie zurück: Essen macht glücklich! Her mit dem Kuchen!

Aufwand: Für Grobmotoriker ist das Gittermuster etwas aufwändig, aber das sollte jetzt niemanden daran hindern, diesen leckeren Kuchen zu zaubern. Und es ist Geduld gefragt.

Brauchste:
Le Teig
350g Mehl mit
65g Zucker vermischen und noch
1 Prise Salz zugeben.

Dann ganz langsam und abwechselnd
105g Margarine (also das weiche Zeug) und
105g Alsan (das harte Zeug) rein schnippeln und ordentlich verkneten.
In einer kleinen Schüssel mischst du etwas Wasser mit einem ordentlichen Schuss Apfelessig. Davon gibst du ungefähr 3 Esslöffel zum Teig, so dass er geschmeidig wird. Er darf aber nicht klebrig werden.

Den Teig formst du zu einer Kugel und teilst diese in zwei Hälften. Bitte nicht panisch werden: kein Mensch kann exakt zwei Hälften abmessen - also einfach irgendwie karatemäßig die Kugel in der Mitte mit der Handkante zerteilen - Heijaaaa. Dann ab in den Kühlschrank für ein Stündchen.

Nach dieser schrecklichen Wartestunde, in der du z.B. Schnee schippen kannst, eine der Kugeln ausrollen und in eine Tarte-Form legen.

La Himbeer-Masse:
580 gefrorene Himbeeren mit
50g Stärke und
145 Zucker mischen.
Das ganze in die Tarte-Form geben und aus der zweiten Teigkugel so eine tolle Gitterform basteln, die in sich verwoben ist. Oder du legst es einfach drauf, wie du lustig bist.

Dann kommt das gute Stück erst mal bei 220°C für 20 Minuten in den Ofen. Am Besten du bastelst aus Alufolie einen Deckel, damit die Kruste nicht verbrennt - Ich bin leider zu spät auf die Idee gekommen, darum ist mein Rand etwas schwarz geworden. Danach backt der Kuchen bei 180°C weitere 45 Minuten. Bevor du das erste Stück kostest, sollte der Kuchen zwei Stunden ruhen.

Viel Spaß bei der Zuckertherapie.

Sonntag, 6. Januar 2013

veganer Schokokäsekuchen

Hilft bei: Gute Vorsätze

Und sonst; Es ist soweit. Wir haben den Weltuntergang überstanden und können uns auf das Jahr 2013 freuen oder auch nicht. Ich bin kein großer Freund von guten Vorsätzen, denn die sind ja tatsächlich nur dazu da, um sich am Ende des Folgejahres ein schlechtes Gewissen zu machen. Zum Beispiel weiß ich, dass ich Sport machen müsste. Nicht weil ich übergewichtig bin, sondern weil ich einfach völlig im Arsch bin, wenn ich die Treppen zu meiner Wohnung ins Dachgeschoss geschafft habe. Allerdings habe ich ja schon einmal erörtert, dass Sport für mich einfach keine praktikable Lösung ist. Würde ich mir also vornehmen, Sport zu machen, wäre ich nur irgendwann frustriert darüber, dass ich mir Ziele stecke, die ich niemals erreichen kann. Sport machen: da könnte ich mir auch gleich vornehmen, nie wieder zu trinken und jeden Tag um sechs aufzustehen. Völlig absurd. Dann ist mir aber doch noch etwas eingefallen: Nur noch Dinge tun, die ich wirklich tun will. Und so kam es, dass ich vor ein paar Tagen an einer seltsamen Projektarbeit saß und merkte: Ich will das gar nicht. Ich will lieber Kuchen backen. Und das tat ich dann auch. Das Ergebnis: veganer Schokokäsekuchen mit leichter Kaffeenote. Jammy. Der Vorsatz für uns alle sollte lauten: Nur noch geilen Scheiß machen!

Aufwand: Mittel. Die Nüsse müssen ein paar Stunden vor'm Backen in Wasser eingeweicht werden und die kleinen Kuchen sollten vor Verzehr einige Stunden im Kühlschrank ruhen!

Brauchste:
2 kleinere Tarteformen (meine haben 13cm Durchmesser)
125g vegane Kekse (z.B Haferkekse)
50g Alsan

Du musst zunächst die Kekse so fein wie möglich zerbröseln. Entweder du machst das mit den Händen oder du hast irgendein Gerät, welches diese Aufgabe übernimmt. Danach musst du die Alsan schmelzen, über die Brösel gießen, alles schöööön verkneten und in die Formen pressen. Am Anfang sieht es so aus, also würde das niemals funktionieren. Aber glaube mir, das geht. Bei 180°C backen die kleinen Teile ca. 10 Minuten. Danach muss du sie aus dem Ofen holen und abkühlen lassen.

35g Cashewkerne (ungezalzen und ungeröstet) in Wasser ca. 3 Stunden einweichen lassen und dann mit einem Pürierstab pürieren.
190ml Cocosmilch dazu geben und sehr lang mixen, bis die Flüssigkeit ganz wunderbar aussieht.

In einem Topf
125ml Sojamilch,
einen Teelöffel löslichen Kaffee,
einen Teelöffel Agar-Agar und
75g Zucker aufkochen lassen und unter ständigem Rühren ein paar Minütchen bei schwacher Hitze köcheln lassen.
Im Anschluss 30g vegane dunkle Schoki in der Flüssigkeit auflösen und einen halben Teelöffel Vanillepaste (gibt es im Kaufland) dazu geben.

Das ganze dann mit der Cashewpaste zügig vermischen und in die Förmchen füllen. Bei mir ist unten etwas rausgelaufen - aber nicht viel, kann also passieren und ist nicht weiter schlimm. Die veganen Kuchen verweilen dann ca. 5 Stunden im Kühlschrank, bis sie richtig fest sind. Dann musst/darfst/kannst du sie noch kitschig verzieren. Jammy!






Sonntag, 2. Dezember 2012

vegane Lebkuchen & Maracuja Sandwich


Hilft bei: Selbstreflexion

Und sonst: Neben meiner Arbeitswoche studiere ich ja Management an so einer dubiosen Business School. Wenn ich da durch bin, habe ich alle Hard Skills, um die Weltherrschaft zu übernehmen, überall veggi Backstuben aufzumachen und Luxus für alle einzuführen. Yeah. Leider ist es grad so unglaublich gemütlich für einen großen IG Metall Konzern zu arbeiten, dass diese Selbstständigkeit irgendwie anstrengend erscheint und ich lieber für euch im Privaten leckere vegane Lebkuchen backe. Aber wartet's nur ab. In zwei Jahren dann... Äh. Zurück zum Studium: für ein Seminar wurde uns die grandiose Aufgabe gestellt, doch mal etwas über uns selbst nachzudenken (& auch zu schreiben). Super! Das passt ja auch so zur Jahreszeit. Stärken und Schwächen analysieren. Nichts scheint mir spannender an einem Samstag Abend. Im Zuge dessen, habe ich mir aus Spaß mal ein paar alte Schulzeugnisse angeschaut. In der ersten Klasse heißt es noch ich bin "eine ruhige, freundliche und sehr zurückhaltende Schülerin". (So viel erst einmal zur Veränderungsfähigkeit!) Im Jahr darauf soll ich schon "das Schwatzen lassen". Das Zeugnis der vierten Klasse offenbart: "Ihre rege Phantasie und Sprachgewandtheit zeigen sich im mündlichen Ausdruck." Vier Jahre später dann, in der achten Klasse, nimmt das dann überhand: "Moni sollte sich bemühen, ihr Mitteilungsbedürfnis einzuschränken" - Na zum Glück gibt es 12 Jahre später diesen Blog hier.

Aufwand: mittel, du musst natürlich während die Sandwichhälften backen, die Creme anrühren - aber schwierig ist das gar nicht, außer es stellt für dich eine große Hürde dar, gleich große Kekse zu formen. Die Lebkuchen sind easy peasy.

Brauchste:
vegane Lebkuchen
200g Marzipan mit
2 EL Marmelade und
60ml warmen Wasser verkneten.
200g braunen Zucker,
je 75 g gemahlene Haselnüsse und Mandeln und
je 25g gehackte Haselnüsse und Mandeln dazu geben.
1 TL Backpulver,
1 TL Lebkuchengewürz (kann auch etwas mehr sein... einfach mal kosten) und
65g Mehl in die Schüssel werfen und alles zu einer schönen festen Masse verarbeiten. Diese Masse kommt auf
20 Oblaten.

Der Teig wird als flache Kugeln auf die Oblaten gedrückt. Er verläuft nur minimal - du kannst also fast die ganze Oblate nutzen. Und bloß nicht zu flach drücken - sonst wird der vegane Lebkuchen zu knusprig. Bei 160°C 'trocknen' die kleinen ca. 20 Minuten. Danach einfach mit Schokoladenguss überziehen und eine Mandel drauf setzen.



Maracuja Sandwich
250g weiche Alsan mit
60g Puderzucker schaumig schlagen.
225g Mehl und
80g Speisestärke dazu geben und zu einem Teig verarbeiten.

Jeweils zwei relativ gleich große Kugeln formen, auf das Backblech legen und mit einer in Mehl getauchten Gabel eindrücken. Bei 170°C backen die Hälften ca. 15 Minuten (es sind ziemlich genau zwei Bleche, Vorsicht: die laufen etwas auseinander, also nicht zu eng anordnen). Währenddessen kannst du die Creme vorbereiten:

70g Alsan mit
140 g Puderzucker zu einer gleichmäßigen Masse schlagen.
Das Fruchtfleisch von einer 'großen' oder ein einhalb kleinen Maracujas dazu und fertig ist die Creme.

Wenn die gebackenen Hälften abgekühlt sind, die Maracujapaste zwischen zwei Hälften und basta. Am besten gleich essen oder im Kühlschrank lagern!


Montag, 26. November 2012

vegane Ingwer-Orangen-Kekse und ein erster Plätzchenversuch












Hilft bei: Nebel

Und sonst: Es gibt Dinge, gegen die man sich beim besten Willen nicht wehren kann. Dazu gehört Nebel. Ich hab's mit Pusten, Leuchtraketen, Feuerlegen und Besprechen bei Vollmond (was bei Warzen hilft, kann bei Nebel nicht schlecht sein) versucht... Nichts hilft. Ich weiß - dem ein oder anderen meiner Freunde wird es schon hart auf den Sack gehen, dass ich den ganzen Tag nur am Nörgeln bin über die weißen Schwaden. Aber es ist ja auch einfach eine Scheißangelegenheit. Die Ostalb ist eindeutig der Hauptwohnsitz des deutschen Nebels. Andauernd Tote, weil sie auf der falschen Straßenseite fahren. Ich sehe nicht mal 50 Meter weit, tagelang ist es einfach nur dunkel. Neeeeeeeee. Hier werde ich nicht glücklich! Zumindest nicht im Herbst, Winter und Frühling. Ich glaube, im Sommer geht's.  Nun gut, zum Glück gibt es ja Öfen. Auch wenn mein 'neuer' alter Ofen ein Drecksteil ist (wir ihr merkt, ich bin echt nur am Nörgeln!!!), habe ich ihn zusammen mit zwei fleißigen Backfeen angeschmissen. Heraus kamen knusprige Ingwerkekse und etwas zu knusprige Plätzchen.



Aufwand:
gering, der Plätzchenteig muss aber ca. 1,5h im Kühlschrank ruhen


Brauchste:
Ingwer-Orangen-Plätzchen
Schüssel 1:
320g Mehl mit
1 Pck Backpulver vermischen.

Schüssel 2:
220g Alsana mit
70g braunem Zucker,
80g weißem Zucker und
1 Ei-Ersatz vermischen.
Die Schale einer Bioorange (natürlich klitzklein geraspelt) und
2 cm geraspelten Ingwer (wer es scharf mag, gerne auch mehr) dazu geben.
Die Mehlmischung dazu und fertig ist der Teig. Zwei cm große Kugeln formen und mit einer Gabel eindrücken.
Bei 200°C backen die Kekse ca. 12 Minuten.




Plätzchen
100g Alsana,
120g braunen Zucker,
1 Pck Vanillezucker,
1 Ei-Ersatz und
280g Mehl zu einem festen Teig kneten und 1,5h in Folie eingepackt im Kühlschrank ruhen lassen. Danach ausrollen und bei 180°C ca. 15 Minuten backen (ehrlich gesagt, habe ich nicht wirklich auf die Zeit geachtet, sondern nach Gefühl gebacken...). Wer kein Nudelholz hat, nimmt einfach die leere Weinflasche von gestern Abend. Wenn die kleinen Plätzchen abgekühlt sind, könnt ihr sie nach Belieben verzieren z.B. mit Zuckerguss (Puderzucker & Zitrone) und Blütenstaub, oder Zuckerperlen, oder Schoki und Nüsse oder oder oder....

Am Plätzchenrezept werde ich noch etwas feilen. Aber für den Anfang ist es auf jeden Fall eine knusprig-leckere Angelegenheit.




Sonntag, 7. Oktober 2012

Vegane Brownie-Küchlein



Hilft bei: Wortwechsel

Und sonst: Ja, ich weiß. Voll langweilig so ein Muffin mit Schokolade und Nüssen drin, den ich hier als Brownie-Schiki-Miki-Scheiß-Mist verkaufe. Aber hey, ich schaffe ja offiziell im Marketing & da gehört das einfach zum guten Ton. Tolle Wörter für einfache Dinge. Wenn ich zum Abendessen mal wieder Reis mit Scheiß mache, nenne ich das auch gern eine Haube aus Basmatihochlandreis mit Sommergemüse und frischen Gartenkräutern (na, wer sabbert da schon?). Frische Pasta zu Pilzragout klingt auch geiler als Nudeln mit Sowas. Eins ist jedoch klar: Es schmeckt ganz vorzüglich, egal wie es heißt. Ebenso verhält es sich mit diesen kleinen, feinen Brownie-Küchlein.

Aufwand: gering, außer es ist dir zu anstrengend, Schokolade klein zu hacken

Brauchste: 
Schüssel 1:
250ml Sojamilch mit einem Schuss
Apfelessig ca. fünf Minuten stehen und quellen lassen.
80ml Sonnenblumenöl dazu geben.

Schüssel 2:
150g Mehl,
160g Zucker,
35g Kakao (ungesüßt),
1/2 TL Backpulver,
1/2 TL Natron,
1 Päckchen Vanillezucker und
eine Prise Salz mischen.

50g Zartbitterschoki mit einem Hammer klein hacken und dabei noch alle angestauten Aggressionen los werden. Walnüsse nach Belieben zerkleinern.

Das Trockene mit dem Flüssigen vermengen, Schoki & Nüsse rein und ab in die Muffinförmchen. Bei 190°C backen die kleinen Küchlein ungefähr 18 Minuten. Unbedingt Stäbchenprobe machen!

Und dann: Schmecken lassen!

Sonntag, 2. September 2012

veganer Heidelbeer - Streusel - Kuchen

Hilft bei: Sport

Und sonst: Sport ist eine feine Sache. Und ich wünschte mir wirklich, ich hätte mehr Lust auf Sport. Oder überhaupt. Es passiert nur selten, dass ich plötzlich los rennen will. Irgendwie bin ich eher so die Leserin. Und die Sitzerin. Das schließt mich natürlich von vorn herein von vielen sozialen Aktivitäten aus. Das ist schade. Warum kann man nicht mal gemeinschaftlich backen?? Mit Sport sind mir einfach auch zu viele unangenehme Dinge verbunden. Die Vor- und Nachbereitung verbrauchen einfach so viel Zeit. Ich müsste mich umziehen, dann bewegen, dann duschen und schon wieder umziehen. Ich müsste erstmal 'hin' zum Sport und muss ja auch wieder weg. Also da sind ja locker ein paar Stunden weg! Wie viel Kuchen ich wohl in dieser Zeit hätte backen können??? Und sind wir doch mal ehrlich: Es hat ja praktisch niemand etwas davon, wenn ich Sport mache. Während Menschen durchaus Freude daran haben, wenn ich etwas backe. Ja, klar mein Körper, der hätte was von Sport. Aber im Ernst: Ich laufe jeden Tag straff 20 Minuten zur Arbeit und wieder zurück. Das ist wahrscheinlich mehr Bewegung täglich als der Durchschnittseuropäer. So. Basta. Würde man ausrechnen, wie viele Glückshormone durch Kuchen ausgelöst werden, kann mir aber keiner mehr was vom Endorphinausstoß beim Sport erzählen. Ach ja, ich bin wirklich Weltklasse darin, mir Ausreden auszudenken, warum es ok ist, keinen Sport zu machen.... z.B. diesen leckeren Streuselkuchen.

Aufwand: Mittel. Also eigentlich gering, aber du musst etwas Geduld haben, da der Hefeteig natürlich gehen muss.

Brauchste:

60ml warme Sojamilch und
15g frische Hefe oder ein halbes Päckchen Trockenhefe plus
etwas Zucker mischen und 20 Minuten gehen lassen.

170g Mehl
40g Zucker
50g geschmolzene Margarine und
1 Ei-Ersatz plus
1 Prise Salz mischen.
Hefemischung bei geben und ordentlich durchkneten. Zur Not kannst du, denke ich, den Ei-Ersat auch einfach weglassen, ich gehe halt gerne auf Nummer sicher.

Den Hefeteig solltest du ca. eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Ich habe immer furchtbar Angst, wenn ich Hefeteig mache, dass er nicht aufgeht. Aber wenn es schön warm ist, sollte das kein Problem sein. Wenn der Teig ungefähr seine doppelte Größe erreicht hat, kannst du den Ofen schon mal auf 180°C vorheizen. Der Teig kommt in eine kleine Blechform (meine ist ca. 30 x 20), die du natürlich vorher eingefettet hast.

170g Mehl
80g Zucker
1 Pck Vanillezucker &
100g Alsana zu Streuseln verkneten.

300g Heidelbeeren und die Streusel auf dem Teig verteilen und ab in den Ofen. Bei Umluft bleibt der Kuchen ca. 25 bis 30 Minuten in der Röhre. Und dann: Sport frei!  Schmecken lassen!


Sonntag, 19. August 2012

vegane Zitruskekse

Hilft bei: zu hohe Temperaturen

Und sonst: Der Blog lebt! Es ist wirklich unglaublich lange her, dass ich etwas gepostet habe. Aber nun ist Schluss mit der Pause. Vergangenes Wochenende habe ich alle Küchenutensilien aus der Heimat in mein neues Domizil gebracht. Es waren zwei große Umzugskisten prall gefüllt mit Zeug, um geilen Scheiß zu machen. Ich weiß, das erste Rezept nach der Pause ist nun wirklich nichts Außergewöhnliches. Ihr habt wohl mehr erwartet!? Es sind aber leider ungefähr 40 Grad da draußen. Ich finde, es ist schon eine enorme Leistung, dass ich mich überhaupt bewegt habe!!

Aufwand: sehr gering, außer es ist dir schon zu viel eine Zitrone zu reiben

Brauchste:
110g Alsana
110g (weiche) Margarine  - beides glatt rühren
160g Zucker und
die geriebene Schale einer Zitrone plus deren Saft dazu geben. Das Ganze so lang schlagen, bis es eine geschmeidige Masse ist. Bei den Temperaturen lässt du das am besten von der Küchenmaschine erledigen.

Jetzt nur noch langsam 290g Mehl darunter mischen und schon ist der Teig fertig. Das Schöne an ihm ist, dass er im Ofen nicht verläuft. Man kennt das ja, wenn man zu viele kleine Kekse auf's Blech geplöbt (ich glaube, das Wort gibt's gar nicht, oder?!) hat und am Ende einen einzigen riesigen Keks aus dem Ofen holt. Das passiert hier nicht. Man kann sogar super kitschigen Scheiß kneten. Das kommt so wieder aus dem Ofen raus! Klasse. Da ich aber heute alle unnötigen Bewegungen vermeiden wollte, habe ich, statt etwas Tolles zu kneten, einfach nur Teelöffel große Klekse auf's Blech gegeben.

Dann bin ich doch noch kreativ geworden und habe ein paar Kekse mit Zartbitterschoki beträufelt. Schmelzen musste ich die ja nicht mehr.
Übrigens: Entschuldigt bitte die hässlichen Fotos. Aber das Ladegerät meiner Kamera ist noch in Holland. Mein krasses Smartphone von vor  6 Jahren musste her halten :)


Sonntag, 19. Februar 2012

veganes Bananenbrot


Hilft bei: schwarze Bananen

Und sonst: Schwarze, matschige Bananen. Irgendwie ekelhaft und doch ziemlich aromatisch. Ich schmeiße nicht so gern Obst oder was auch immer weg. Außer meinen Studiumskram, den habe ich mit Hochgenuss weggeschmissen. Nach meiner letzten Prüfung habe ich ungelogen 12 voll gepackte Ordner vernichtet. Da war die blaue Tonne gleich mal voll. Wenn es um's Essen geht, tut so eine Wegschmeißaktion eher weh. Überhaupt hieß es bei uns früher schon Ressourcen sparen. Ich bin mir unsicher, ob auch das ein 'Ost-Phänomen' ist, aber wenn bei uns die Badewanne voll war (nachdem alle Familienmitglieder gebadet hatten - erst die Kinder und zuletzt der Voti, logisch!), haben wir das Wasser aufgehoben und als Spülwasser benutzt. Geilomat eigentlich. Aber, ich komme vom Thema ab: Hier lagen drei schwarze Bananen und ich dachte mir: isst so keiner mehr, mache ich ein Bananenbrot. Gute Idee!

Brauchste:
275g Mehl mit
1 Päckchen Backpulver,
1 Prise Salz,
1 TL Vanilleessenz (kann man auch weglassen) und
80g Zucker mischen.
3 schwarze Bananen mit einer Gabel matschig zerdrücken und mit
1 Ei-Ersatz plus
4 EL Sonnenblumenöl mischen.

Das ganze in der Küchenmaschine verarbeiten, bis so ein richtig klebriger Teig entsteht. Noch 2 EL Sojamilch dazu geben (ich behaupte, man könnte auch Wasser nehmen) und in eine gefettete Kastenform füllen. Ich glaube, es ist sogar möglich, den Ei-Ersatz wegzulassen, da die Bananen ja schon ziemlich 'bindend' sind. Ich wollte einfach sicher gehen. Ansonsten macht es auch ein Esslöffel Sojamehl, nehme ich an.  Bei 180°C im vorgeheizten Ofen bäckt das gute Stück 45 Minuten.  Wenn es fertig ist, am besten gleich warm und mit Schokoladencreme essen. Jammy!! Man darf keinen Kuchen erwarten. Die Konsistenz ist schon etwas anders. Aber ich find's gut!