Montag, 16. Juni 2014

Veganes Mett

Hilft bei: Fußball

Und sonst: Für Fußball kann ich mich eigentlich nicht begeistern. Alle vier Jahre muss ich dann allerdings aufgrund sozialer Zwänge an den Spielen teilhaben. Das Verrückte ist, dass ich ja eigentlich nicht mitfiebern will, wenn ich dann aber erstmal vorm Flimmerkasten sitze, bin ich plötzlich voll dabei und gebe unqualifizierte Kommentare von mir. Naja... auf jeden Fall passt neben Bier am besten ein schönes veganes Mettbrötchen zum Fussballschauen. Es gibt ja unzählige Rezepte wie dieses hier. Vor drei Jahren gab es auf meiner Geburtstagsparty (siehe Foto) diesen veganen Mettigel und er war auch dank der Fleischesser so schnell weg, dass ich ihn gar nicht probieren konnte. Deshalb dachte ich mir vor ein paar Tagen, ich probiere mal wieder veganes Mett und siehe da, ich konnte einen weiteren Fleischesser überzeugen... Seltsamerweise schmeckt es echt gut.

Aufwand: gering, aber es sollte über Nacht durchziehen

Brauchste:
halbe Packung Reiswaffeln (ungesalzen)
eine Zwiebel
30ml Gurkenwasser
3 nicht allzu große Esslöffel Tomatenmark (je nachdem welche Farbe des Metts du gerne möchtest)
Salz
Pfeffer
Paprikapulver (je nach Geschmack scharf oder süß)

Zuerst musst du die Reiswaffeln (logisch!) klein bröseln und mit den winzig-klein geschnittenen Zwiebelwürfeln vermengen. Dann das Mark und den Gurkensud dazu und alles schön, je nach Gefühl, würzen: ab in den Kühlschrank und ein paar Stunden warten.

Das Mett servierst du am besten mit ordentlich Zwiebelringen und Gurkenscheibchen. Also dann: Schmecken lassen!



Mittwoch, 11. Juni 2014

Grünkern-Oliven-Räuchertofu-Aufstrich


Hilft bei: Oliven-Reste

Und sonst: Oh man 38°C - unglaublich. Auf jeden Fall sollte man sich an solchen Tagen auf gar keinen Fall bewegen. Am besten nur liegen, trinken und essen. Ich schlage neben Salat, einfaches Brot mit leckerem Aufstrich vor. Ich hatte noch ein paar Reste: dunkle, in Knoblauchöl eingelegte Oliven, eingelegte getrocknete Tomaten und Räuchertofu. Und weil Kochen eben auch zu den eher unliebsamen Tätigkeiten an heißen Sommertagen gehört, gab es etwas aus dem Mixer: veganen Aufstrich.

Brauchste:
60g Grünkernschrot mit etwas Wasser fünf Minuten weich kochen
35g Oliver klein hacken
100g Räuchertofu winzig klein schneiden
4 in Öl eingelegte getrocknete Tomaten klitzeklein schneiden
3 EL vom Tomaten-Öl
etwas frische Petersilie
Pfeffer
Salz

Alles in den Mixer oder mit dem Pürierstab bearbeiten. Schmeckt herzhaft lecker!





Donnerstag, 5. Juni 2014

Geiler Himbeerscheiß


Hilft bei: Durst

Und sonst: Masterarbeit ist geschrieben und gedruckt - endlich! Jetzt kann ich meine Freizeit auch wieder mit viel sinnvolleren Dingen wie zum Beispiel Bloggen verbringen. Schwierig wird es demnächst, wenn ich in einer Wohnung ohne Küche wohne. Aber zwei Herdplatten und ein Kühlschrank stehen bereit, so dass zwar keine Backwaren, aber andere Leckereien gezaubert werden können. Aber jetzt will ich erst einmal noch nicht dran denken und gönne mir ein dickflüssiges, süßes Himbeergetränk mit Minzaroma.

Brauchste:

Einfach eine Tüte gefrorene Himbeeren mit zwei Stängeln Minze, einem halben Glas Apfelsaft und einem halben Glas Sprudel (oder nur Sprudel) in den Mixer schmeißen und ordentlich pürieren. Das ist nicht wirklich etwas phänomenal Neues oder Besonderes, aber es schmeckt einfach himmlisch. Ich empfehle außerdem, Agavendicksaft oder Zucker beizumischen.

Du kannst den Apfelsaft auch durch Wodka o.Ä. ersetzen. Das ist auch ziemlich gängig. Da das Zeug allerdings wirklich verdammt gut schmeckt, kann es zu übermäßigem Verzehr kommen – Kopfschmerzen vorprogrammiert. J

Also genießt die ersten Sommertage! Jammy.

Sonntag, 1. Juni 2014

Spinatsalat


Hilft bei: Lust auf Sommer

Und sonst: Auf dem Wochenmarkt einzukaufen, ist irgendwie stressiger als im hässlichen Supermarkt am Freitagabend. Ich muss lernen, langsam zu sein. Als schneller (oder auch junger) Mensch überlebt man keine fünf Minuten. Das macht mich dann erst einmal innerlich ganz nervös... wenn ich mir vorstelle, was ich alles in dieser "Wartezeit" anstellen könnte... Aber wenn ich ehrlich bin, macht das ja auch gerade den Charme aus und ein bisschen Entschleunigung ist auch nicht schlecht.
Am Gemüsestand wurde ich gefragt, wie viel Kilo Baby-Spinat ich gerne hätte. Irgendwie habe ich statt Kilo "Teller" verstanden (ist ja auch naheliegend) und orderte dann auch zwei Teller Spinat. Der Gemüsemann und meine Begleitung hatten auf jeden Fall was zu lachen und ich Spinat in einer Menge, die ich wirklich gebraucht habe. Zum Blattspinat gibt es Avocado und Tomaten, ein paar geröstet Sonnenblumenkerne und Limettensaft - und fertig ist der frische Sommersalat!

Brauchste:
200g Baby-Blattspinat
15 Cocktailtomaten
1 reife Avocado (die schwarzen, runzeligen sind am besten)
1 Limette
Handvoll Sonnenblumenkerne
(eventuell. 3 eingelegte getrocknete Tomaten)
(eventuell eine Frühlingszwiebel)
Olivenöl
Pfeffer und Salz

Den Spinat waschen und gut abtrocknen lassen. Die halbierten Tomaten formschön auf dem Salat platzieren. Die Frühlingszwiebelringe und die streifig geschnittenen Öl-Tomaten werden ebenso dekorativ verteilt. In einer Pfanne ohne Öl die Sonnenblumenkerne anrösten. Die Avocado auslöffeln und in kleine Stücke schneiden, den Saft einer Limette und deren Schale unter die Stückchen mischen, Salz, Pfeffer und einen Esslöffel Olivenöl dazu – fertig ist das Dressing.


Bei mir gab es noch vegane Spießgesellen und eine Scheibe Brot dazu.
Schmeckt sehr sommerlich und macht glücklich!

Samstag, 21. Dezember 2013

Vegane Vanillekipferl

Hilft bei: Fehler in der Matrix

Und sonst: Dank der Matrix können wir uns ja allerlei Erscheinungen im Alltag erklären. Wer kennt sie nicht, die Déjà-Vus? Noch viel gruseliger finde ich ja die Menschen, die man immer und überall sieht. Ok ich gebe zu, das ähnelt schon eher dieser Beobachter-Geschichte bei Fringe… aber, bevor ich zu sehr in Serienwissen einsteige, zurück zur Matrix: Es gibt Menschen, die verfolgen mich. Ich war mal Joggen (ja aus Versehen hab ich mich bewegt, das war aber das einzige Mal, danach hab ich aus gegebenem Anlass sofort wieder damit aufgehört). Unterwegs sah ich einen Mann, der mich an Einstein erinnerte, runde Brillengläser hatte und einen großen Koffer mit sich trug - und das im Wald! So nach zehn Minuten saß er auf einer Bank an der ich vorbei rannte und noch mal 10 Minuten später kam er mir auf einer Wiese entgegen(!). Und jetzt könnt ihr alle sagen, was ihr wollt, aber das ist WOHL der Fehler in der Matrix. Mein Fehler in der Matrix!! Alles andere wäre krass, denn es würde bedeuten, ich renne langsamer als ein alter Mann mit Koffer gehen kann. Moment… Äh….

Aufwand: sehr gering, aber der Teig sollte so zwei Stunden im Kühlschrank ruhen

Brauchste:
250 g Mehl
70 Zucker
1 Prise Salz
die abgeriebene Schale einer Zitrone
die 'Füllung' einer Vanilleschote
200 g Alsan

Alles zu einem schönen Teig verkneten, in Folie verpacken und für zwei Stunden ab in den Kühlschrank. Den Teig rollst du dann zu einer (veganen) Wurst und schneidest kleine Scheibchen ab, die du dann in die typischen Vanillekipferl-Form bringst. Der Teig verläuft nur etwas im Ofen. Bei 190°C backen die kleinen Teilis 10-12 Minuten.

Wenn sie noch warm sind, werden sie mit einer Mischung aus Puderzucker und Vanillezucker bestreut. Fertig! Super lecker! Die waren ganz schnell weg.



Montag, 9. Dezember 2013

vegane Apfel-Tartelettes


Hilft bei: Beschallung von oben

Und sonst: Juchu, wieder etwas worüber ich mich aufregen kann: Es ist Samstag Nacht bzw. Sonntag gegen fünf Uhr morgens. Ich befinde mich in einem herrlich wohligen Zustand - eigentlich mein Lieblingszustand - im Tiefschlaf. Plötzlich ertönen seltsam laute Geräusche von oben. Scheiße. Mein Nachbar ist grad nach Hause gekommen und dreht wieder munter an seinen Turntables. Er ist 'beruflich' DJ. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass es Leute gibt, die dafür Geld ausgeben. Keine Ahnung, was genau das für eine Musikrichtung sein soll. Ich vermute schlechter Hiphop. Der hört das da oben immer so laut, dass es sich anfühlt, als stünde er neben meinem Bett und quält mich mit undefiniertem Tonbrei. Am Anfang dachte ich: Resch dich net uff. Aber nun: Pünktlich jeden Tag 22.30 Uhr, wenn ich die Äug'lein zu machen will, um mich vom Backstress des vorherigen Tages zu erholen, dreht er über mir auf. Und ich trau mich einfach nicht, den Spießer raushängen zu lassen und im rosa Schlafanzug nach oben zu gehen und zu sagen: "Hackt's oder was?" Nun ja, da hilft wie immer nur eins: weihnachtliches Backen (und Ohropax vielleicht).

Aufwand: gering - kann jeder

Brauchste:
300 g Mehl
150 g Alsan
70 g Zucker
1 TL Lebkuchengewürz
die abgeriebene Schale einer Orange
1 Prise Salz
die 'Füllung' einer halben Vanilleschote
1 EL SojaCuisine

Aus diesen Zutaten einen schönen festen Teig formen und in vier gefettete Tartelette-Formen füllen. Bei mir war es eine größere und drei von den kleinen mit ca. 15 cm Durchmesser. Mit der Gabel ein paar Löcher in den Boden stechen.

3-4 Äpfel mit Schale in Scheiben
3 EL Holunderbeeren-Marmelade
gehobelte Mandeln

Die Apfelscheiben gestapelt in den Förmchen verteilen. Die Marmelade mit 2 EL heißem Wasser auflösen (am besten in einem kleinen Topf) und dann auf den Äpfeln verteilen. Zum Abschluss noch ein paar gehobelte Mandeln drüber und ab in den Ofen - bei 180°C für 25 Minuten. Wenn es zu heiß von oben wird, am besten Alufolie über die Törtchen legen.


Dienstag, 12. November 2013

Herbst-Reste-Essen

Hilft bei: "Da ist ja noch dieses Stück Kürbis"

Und sonst: Eigentlich schreit das Wetter gerade nach schlechter Laune. Ich hingegen freue mich ungemein über Regen und kalt und pfui. Warum? Ganz klar: Ich kann guten Gewissens am Ofen und Herd stehen und leckere Dinge zaubern. Im Sommer, als ich immer draußen spielen war, musste der Ofen eine kleine Ruhepause einlegen. Ich weiß, die Kürbis-Zeit ist nun fast schon wieder vorbei… Aber genau deswegen der Post: Hast du vielleicht auch noch so einen kleinen Rest übrig? Ich hatte nur noch ein kleines Stück Kürbis im Kühlschrank und mal wieder wenig Zeit. Deshalb gab es Nudeln mit Sowas. Sowas war in diesem Fall der restliche Kürbis. Ja und dann war doch noch dieser Granatapfel im Obstkorb. Ich finde das sooo lecker, wenn es nicht immer so eine Sauerei wäre. Aber ich habe alle meine Kräfte gesammelt und das Ungeheur entkernt. Und weil es grad so schön war, musste ich noch ein paar Orangen entsaften. Wenn das mal nicht das perfekte Herbst-Vitamin Abendessen ist?!

Aufwand: gering, außer du versuchst auch zum Nachtisch einen Granatapfel zu entkernen…

Brauchste:

Also zu allererst den Kürbis in Würfel schneiden und zusammen mit einer Frühlingszwiebel (ja, auch die gibt es im Herbst, höhö) in einer Pfanne anbraten mit Salz und Pfeffer und Muskat (nur wer es mag) würzen, und dann Wasser drüber - nur ein wenig, denn das soll verkochen. Am besten immer nach kippen, wenn es verdampft ist, bis die kleinen Würfelchen durch sind. Das dauert ca. 20 bis 25 Minuten. Danach löschst du die Würfel mit Sojasahne ab.

Zeitlich abgestimmt solltest du dann auch die Nudeln deiner Wahl kochen. Und kurz bevor dann alles fertig ist, schneidest du Brot in Stücke und schmeißt diese mit etwas Alsan in die Pfanne. Alles über die Nudeln und fertig ist das Herbstgericht.