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Samstag, 19. November 2016

Trüffeliges veganes Pilzrisotto

Hilft bei: Reis



Und sonst: Ich finde "normalen" Reis echt langweilig und koche ihn fast nie. Lecker finde ich nur die Klebevariante und seit neuestem auch Risotto - nachdem ich 29 Jahre lang keins gegessen habe, ist mir jetzt aufgefallen, wie lecker und einfach das doch ist. Außerdem ist es total praktisch, weil man jedes Gemüse, das im Kühlschrank schlummert, dazu schmeißen kann. Wer vegan ist, lässt einfach den Käse weg und nimmt Hefeschmelz (oder gar nichts weiter, geht auch). Gestern habe ich eine Variante mit Zucchini und getrockneten Tomaten mit Sprossen gegessen und vor zwei Woche eine Variante mit Hokkaido. Was ganz Feines ist aber die oberdekadente Variante mit Pilzchen und Trüffelchen. Ich habe die Trüffelpaste noch aus dem Kroatien-Urlaub. Dort habe ich mich hier mit allerlei Trüffeldingen eingedeckt. Ich dacht' mir halt: "Gönn dir Diggi! Gönn dir hart - du hast nur 1 Live am Start. " [danke Barbara <3]

Aufwand: Nicht besonders aufwendig - man muss allerdings zum Rühren immer am Herd bereit stehen | die Portion reicht für drei Personen

Brauchst du:

eine Schalotte
350g Risottoreis
Olivenöl
800ml Gemüsebrühe (aber nicht so salzig, eher eine "dünne" Mischung)
150ml billigen, trockenen Weißwein
200g Pilze
1 TL Hefeschmelz (kann man bestimmt auch weg lassen)
Trüffelsauce oder auch frischen Trüffel
Pfeffer und Salz
(ich hatte noch geröstete Haselnüsse als Topping dazu)

Zuerst erhitzt du ca. zwei EL Olivenöl und dünstest darin eine klein geschnittene Schalotte, so zwei, drei bis fünf Minuten. Danach gibst du den Reis dazu und dünstet diesen auch noch drei Minuten. Mit dem Weißwein löschst du Ganze ab und lässt die Masse einkochen. Die Temperatur vom Kochfeld muss nicht allzu hoch sein. Ist die Flüssigkeit weg, gießt du etwas Brühe auf und rührst und rührst und rührst bis es wieder eingekocht ist. Dann wieder etwas Brühe dazu und so weiter und so fort. Du musst halt echt richtig viel rühren! Das dauert ungefähr 20-30 Minuten. In der Zwischenzeit schneidest du die Pilze in Stückchen und brätst sie scharf in einer Pfanne an, würzt sie mit Salz und Pfeffer und stellst sie erst einmal zur Seite.

Sobald der Reis gar ist, gibst du Pilze und den Hefeschmelz, sowie einen halben Teelöffel Trüffelsoße (oder wie viel Trüffelgeschmack dir eben abgeht) dazu. Dann noch ein bisschen mit Pfeffer und Salz nachwürzen. Fertig ist das feine Risottogericht.

Montag, 7. November 2016

Süßes Couscous mit Kürbis

Hilft bei: Nicht geschimpft ist gelobt genug


Und sonst: Hier im Schwabenländle kriegt man so richtig selten positives Feedback. Ich habe mir einen Ordner angelegt, in dem ich nette E-Mails sammle - ich habe nach zwei Jahren im aktuellen Unternehmen schon bestimmt fünf Stück zusammen! Der Schwob sagt nämlich: Nicht g'schimpft is g'lobt g'nug. Wenn euch das auch gar nicht gefällt, macht es wie ich: Feiert euch einfach ein bisschen selbst, das hat noch niemandem geschadet. Außerdem überschütte ich mich mit meiner Kollegin immer mit a) lecker Kuchen b) lecker Brezeln und c) lecker Komplimenten. Das ist eine feine Sache und tut gar nicht weh. Ja, ihr lieben kleinen Spätzlekönige, es tut gar nicht weh, nette Sachen zu sagen!
Falls euch mal wieder ein Schwabe geärgert hat, weil er so krass NICHT geschimpft hat, macht euch ein süßes Couscous and feel the love!

Aufwand: gering, reicht für zwei

Brauchste:
150g Couscous
150ml Orangensaft
7 Datteln
Öl
Pfeffer und Salz
halber Hokkaido-Kürbis
Agavensirup
Mandelstifte

Als erstes schneidest du den Hokkaido-Kürbis in Streifen, erhitzt etwas Öl in einer großen Pfanne und brätst die Streifen an. Ein Schuss Agavensirup verfeinert die ganze Geschichte. Dann drehst du die Herdplatte etwas runter und würzt den Kürbis mit Pfeffer und Salz - der Kürbis braucht jetzt noch so 15 Minuten, je nachdem wie dick deine Streifen sind. Dann kochst du den Orangensatz mit 175ml Wasser auf und gibst das Couscous dazu. Die Datteln schneidest du quasi in Ringe und gibst sie zwei Minuten später mit einem Schuss Öl zum Couscous und lässt das Ganze schön durchziehen. In einer Pfanne röstest du ohne Fett die Mandelstifte. Mandeln mit Couscous mischen, Kürbis dazu und das war's auch schon. Schmecken lassen!




Dienstag, 1. November 2016

Vegane Sotoso - oder so

Hilft bei: Wort-Einfallslosigkeit


Und sonst: Viele Menschen scheinen mit der vegetarisch/veganen Lebensweise ein Problem zu haben und zwar deswegen, weil "wir" ihnen die Begriffe klauen. Fiese kleine Veggi-Klauschweine. Es scheint ein unerträgliches Gefühl zu sein, wenn etwas nicht aus Fleisch ist, sich aber so anhört. Zum Beispiel das Wort Wurst - und die entsprechende vegetarische Wurst, oder Veggi-Bolognese, Veggi-Schnitzel, Vöner, usw. "Wenn man keine echte (!) Wurst isst, warum dann falsche Wurst?" Ganz einfach: weil die falsche Wurst ziemlich gut schmeckt. "Aber dann muss man das doch nicht so nennen, das ist doch absurd" - Puh, ein Schweinchen, das auf einem Quadratmeter wohnt ist absurd, aber dass der Marketingabteilung von Rügenwalder kein neues Wort für die Veggi-Variante ihrer Schinken Spicker eingefallen ist, halte ich für eher normal. Oder aber in unzähligen Meetings wurden unzählige Vorschläge eingereicht, man kam zu keiner Einigung, bis eine überteuerte Agentur eingeschaltet wurde, die sagte: "Nennt es doch vegetarischer Schinken-Spicker." Welch grandioser Einfall! Freunde, was mich aber wirklich zum Lachen bringt, ist die "vegetarische Fleischwurst" eben jener Marke :)

Naja, ein bisschen kreativer könnte man als Vegetarier also schon sein. Nur, das letzte Mal (soweit ich mich erinnere), dass ein vollkommen neues Wort in den Duden aufgenommen wurde, war es "sitt" als Wort für "nicht mehr durstig". Niemand hat dieses Wort jemals in meiner Gegenwart verwendet.

Here we go:
Schnitzel = Bratscheibe
Bolognese = Sotoso (SojaTomatenSoße)
Burger = Einklemmer
Gulasch = Brockensoß
Nee, das klingt alles nichts. Ich bin zu unkreativ und bleibe bei den abgelutschten Fleisch-Begriffen. So heißt es schon bei Romeo und Julia: "Was ist ein Name? Was uns Wurst heißt, wie es auch hieße, würde gut schmecken." Oder ging es da etwa um Blumen?

Aufwand: mittel, reicht für vier Personen

Brauchste:
150g Sojabrocken
Gemüsebrühe
Öl
1 Zwiebel
140g Sellerie
2 Möhren
250g Pilze
1 Dose Pizzatomaten
3 EL Tomatenmark
Pfeffer, Salz und getrocknete Kräuter (Basilikum, Oregano, etc.)
Nudeln

Zuerst übergießt du die Sojabrocken mit der Gemüsebrühe. Das sollte dann mindestens eine viertel Stunde rumstehen. Danach gießt du die Flüssigkeit ab und drückst die Klumpen aus. Die Flüssigkeit aber bitte auffangen - du brauchst sie noch. In einer großen Pfanne erhitzt du das Öl und brätst dann die Sojabrocken und eine klein geschnittene Zwiebel an. Gib dann das Tomatenmark dazu und lass es auch etwas mit anbraten. Die Dose Pizzatomaten als nächstes dazu und dann noch eine Dosenfüllung aufgefangene Gemüsebrühe.

Sellerie, Pilze und Möhren schneidest du klein und brätst zunächst auch alles in einer extra Pfanne an. Im Anschluss alles zur Soja-Tomaten-Mischung geben und so lange kochen lassen, bis die Nudeln fertig sind, die du just in diesem Moment aufgesetzt hast. Gewürzt wird das Ganze mit Pfeffer, Salz und einer guten Mischung Kräuter der Provence oder Ähnliches. Lasst euch diese vegane  Sotoso äh Bolognese schmecken!


Sonntag, 23. Oktober 2016

Veggi Schnitzel mit Pommes

Hilft bei:  Küche vorhanden, Zeit leider nicht



Und sonst:  Freunde der kitschigen Tischdekoration, es scheint, als überkommt es mich alle zwei Jahre, mal wieder etwas mit dem Zauberofen "zu unternehmen". Gestern war es nun soweit. Schon lange kitzelte es mir in den Fingern, euch an meiner Kocherei und Backerei wieder teilhaben zu lassen. Zugegeben, ich habe auch viele Leckereien in der Zwischenzeit gezaubert und diese sogar oft fotografisch festgehalten, aber irgendwie habe ich es nie zu Ende gebracht und mich an den PC gesetzt. Das mag auch daran liegen, dass ich sowieso ca. 9 Stunden am Tag vor eben jenem sitze. Ich will jetzt keine großen Töne spucken, aber ich versuche (!!), wieder öfter mit kulinarischen Ausbrüchen zu glänzen. Naja, ganz so kulinarisch wird es wohl nicht werden und die Länge der "Therapie-Texte" wird sich auch verkürzen, aber ich hoffe doch sehr, den/die ein oder andere/n Leser/in zum Nacheifern zu bewegen.

Aufgrund des Herbstanfangs und dem damit eintretendem "Need for Deftigkeit" beglücke ich euch als erstes mit einem Veggi-Schnitzel. Nein, es ist nicht vegan, da in der Panade ein Ei ist. Das kriegst du in der Heidenheimer Umgebung hier von glücklichen Hühnern. Ich war erst ein wenig skeptisch, da Sellerie jetzt nicht wirklich mein Lieblingsgemüse ist, aber es schmeckt richtig gut.

Aufwand:  mittel, du solltest etwas Zeit für die Pommes mitbringen

Brauchste:

Sellerieknolle
1 Ei
etwas Mehl
etwas Paniermehl
1 Zitrone
3 große Kartoffeln
etwas Öl
Pfeffer
Salz
rosenscharfes Paprikapulver
1 Zwiebel
1 Packung Sojasahne


Als erstes schälst du die Kartoffeln und schneidest sie in Pommes-Form. In einer Schüssel mischst du die Erdäpfel-Stäbchen mit Öl, Salz, Pfeffer und Paprika. Im Anschluss legst du sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Im Zauberofen brauchen die guten Teile dann bei 200°C Umluft ca. 30 Minuten. Wenden wird meiner Meinung nach überbewertet.


Während die salzigen Backwaren im Ofen schmoren, schneidest du den Sellerie in ca. 1 cm dicke Scheiben (und entfernst die Schale an den Rändern). Wir sind zu zweit - jeder hat zwei Schnitzel gegessen. Die kochst du dann für 10 Minuten in Zitronen-Salzwasser, lässt sie abkühlen. Es folgt das Panieren. Du brauchst drei Teller: einen Teller mit etwas Vollkornmehl, einen mit einem zerschlagenem Ei (wer es vegan mag: vielleicht funktioniert auch eine Sojamehl-Wasser-Mischung?!) und einen mit Paniermehl. Schnitzelchen dann in dieser Reihenfolge wenden und "umhüllen". In der Pfanne backen die Schnitzel ca. vier Minuten von jeder Seite.

Für die Soße schneidest du die Zwiebel in Ringe und brätst diese scharf an, so dass die richtig braun werden. Dann kippst du die Soja-Sahne dazu - erst einmal die Hälfte, damit die auch mit anbrutzelt. Danach stellst du den Herd runter und gibst den Rest dazu. Fertig. Wer es dekorativ mag, drapiert noch einen kleinen Beilagensalat und krönt das Schnitzel mit einer Zitronenscheibe. Schmecken lassen!



Sonntag, 3. August 2014

vegane Asia-Pfanne

Hilft bei: immer noch keine Küche

Und sonst: Langsam habe ich mich eigentlich an die selbstgebastelte Küche gewöhnt, aber immer wenn ich dann mal wieder Lust auf einen Kuchen habe, fällt es mir auf: Da ist kein Ofen. Ein wirklich sehr trauriger Zustand. Aber nicht mehr lange Freunde! In zwei Wochen wird es dann endlich so weit sein, die neue Zauberofen-Feenküche wird geliefert. Bis dahin kann ich euch nur weiterhin mit diversen Gerichten beglücken, die nicht mehr als zwei Herdplatten benötigen. Auch wichtig: die Zubereitung darf nicht viel Geschirr verbrauchen, da ich natürlich auch keine Spüle habe und nur mit Hilfe von zwei Schüsseln spüle... Das dürfte auch jeder Studierenden-Küche als Koch-Kriterium gefallen :) All diesen Kriterien entspricht das Wok-Gericht und da ich eben diesen in einer Umzugskiste von vor zwei Jahren wieder entdeckt habe, gab es bei mir Veggi Asia-Pfanne. Jammy!

Aufwand: sehr gering, Angaben reichen für ca. 2 Personen

Brauchste:
1 Beutel Reis (stinknormaler Langkornreis - oder worauf du Lust hast)
1 Handvoll Cashews
Kirschgroßes Stück Ingwer klitzeklein geschnitten
1 große Möhre in Scheiben geschnitten
200g Pilze geviertelt
1 roter Paprika in Stücke geschnitten
1 Frühlingszwiebel in Ringe geschnitten
je eine halb ausgepresste Zitrone/Limette (muss nicht unbedingt sein, wenn du das nicht zur Hand hast)
1 Handvoll TK Erbsen
neutrales Öl
Sojasauce

Zunächst den Reis fertig kochen und die Cashews in einer separaten Pfanne anrösten. Dann neutrales Pflanzenöl im Wok heiß werden lassen und den klein geschnitten Ingwer kurz anbraten. Bis auf die TK Erbsen das Gemüse dazu geben und sieben Minuten anbraten. Dann den Reis dazu und alles fünf Minuten weiter Woken. Die TK Erbsen, den Zitronen-/Limettensaft und ein Esslöffel Sojasauce dazu, mit Pfeffer und Salz würzen, die Cashews drüber und fertig ist die Veggi Asia-Pfanne.

Lasst es euch schmecken!

Donnerstag, 24. Juli 2014

kalte, vegane Gurkensuppe


Hilft bei: 36°C.... kein Ventilator....

Und sonst: Ich war Zelten und eigentlich ist das auch eine feine Sache bei sommerlichen Temperaturen. Nur leider bin ich nicht mit exquisiten Schnickschnack ausgestattet wie z.B. einer elektronischen Kühlbox, oder oder oder. Das führte dazu, dass ich Angst hatte meine Deoflasche zu verwenden, die Frühstücks-Avocade nach einem halben Tag schimmelte und ich ab um sieben im Zelt geschmolzen bin. Aber hej, war trotzdem geil. Ich könnte hier seitenweise darüber schreiben, was sich für Menschen auf einem Zeltplatz bewegen. Ich war wohlgemerkt auf einem selbst-ernannten "Luxus-Zeltplatz". Die Wiese war genauso eine Wiese wie immer, es gab keinen Strom etc., aber dafür waren die Sani-Anlagen geil. Nun ja, der Dauer-Camper-Menschenschlag ist aber auch einfach witzig. Mit ihren praktischen Dingen, Pudeln, Deko-Elementen, Klapprädern.... Porsche, Luxus-Gasgrill.... Na gut, ich will mal nicht zu weit ausschweifen. Schmelzend in der Hitze dachte ich an diese geile Gurkensuppe, die ich vergangene Woche gemacht habe. Sabber!

Aufwand: gering, außer es ist dir zu anstrengend, eine Gurke zu schälen; das Rezept reicht übrigens für zwei Personen

Brauchste:
1,5 Gurken geschält und in Stückchen geschnitten
1 große Knoblauchzehe ausgepresst
2 EL Olivenöl
Handvoll Dill
Handvoll Minze
150g Sojajoghurt
300 ml sehr kaltes Wasser
Salz, Pfeffer

Ganz einfach: Alles pürieren und fertig :) Du kannst die Konsistent mit Hilfe des Wasser regulieren, also schütte besser nicht gleich alles auf einmal ran. Bei mir gab es noch ein paar geröstete Croutons dazu. Schmecken lassen!

Sonntag, 20. Juli 2014

Hummus


Hilft bei: schnelle Omi

Und sonst: Kennst du das, wenn du grad 600 Höhenmeter hinter dir gelassen hast und dich zwei Omis überholen? Nein? Naja... ich dachte, so etwas gibt es nicht, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Ich hatte gerade den Gipfel vom Ifen überwunden und bin am hinteren Hang wieder runter. Ich war schon völlig stolz auf mich, als mich dann zwei Omis überholt haben, die ich am Gipfel bei der Brotzeit beobachtet habe. Krasse Uschis, sag' ich euch. Wenn ich mir was wünschen darf, dann dass ich mit 70 auch noch so fit bin und diese Wanderung über die Bühne bringe (es waren immerhin sieben Stunden und insgesamt einige hundert Höhenmeter - danach war ich quasi tot). Ich hätte sie mal fragen sollen, wie sie das gemacht haben. Um sich zunächst zwischendurch zu stärken, hilft auf jeden Fall Knoblauch - Knoblauch in Form von leckerem Hummus. Knoblauch ist so geiler Scheiß, der hilft sicherlich auch, fit alt zu werden.

Aufwand: gering, du brauchst nur Eiswürfel und einen Pürierstab (vielleicht funktioniert es auch mit einem guten Mixer)

Brauchste:
400g Kichererbsen aus der Dose
40g Tahin
1 große Knoblauchzehe in kleine Stücke geschnitten
3 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer, und Kreuzkümmel
10 EL Eiswasser
gehackte Petersilie

Einfach alles pürieren. Vom Wasser nicht gleich alles dazugeben, sondern schauen, wie es sich mit der Konsistenz verhält. Die Gewürze einfach so einsetzen, wie es dir mundet und zum Abschluss frische Petersilie auf's Brot streuen und fertig ist die Brotzeit. Guten Appetit!


Donnerstag, 10. Juli 2014

schwäbischer Kartoffelsalat

Hilft bei: Schwaben

Und sonst: Die Schwaben sind ja nicht gerade für ihre Großzügigkeit bekannt. Ich habe da allerdings kürzlich eine völlig andere Erfahrung gemacht. Es stand ein Umzug an (da hat auch ein Schwabe mitgeholfen) und deshalb gab es auch schwäbischen Kartoffelsalat, der im Übrigen schon von Natur aus vegan und lecker ist. Aber noch einmal zu den geizigen Schwaben: Als ich just ein paar Pflanzen aus dem Auto in die neue Wohnung trug, rief eine Oma aus dem Nachbarhaus etwas aus dem Fenster. Ich dachte, na tolle Wurst, kriegste wieder Anschiss, wie grad eben schon, weil de mit'm Auto auf'm Bürgersteig stehst. Aber nichts da. Oma war voll gut drauf und hielt mir aus dem Fenster einen großen Orchideentopf hin. "Den möcht ich Ihne schänka." (Alle Schwaben mögen mir meinen kläglichen Versuch schwäbisch zu schwätzen verzeihen) Alles klar, da sag' ich nicht nein. Und dann fing sie an auszuholen, sie sei 86 und ich werde mich sicher gut kümmern und dann noch etwas über Enkel und die restlichen sieben Minuten habe ich leider nicht verstanden.... Aber voll nett die Omi. Also halten wir fest: Schubladen sind doof, Kartoffelsalat ist das beste Umzugsessen und ich kann nach zwei Jahren immer noch kein Schwäbisch.

Aufwand: Also ich hatte rote Finger vom Schälen der heißen Erdäpfel, aber sonst macht das keinen Aufwand. Am besten ist es allerdings, du lässt das Kartoffel-Salat-Gerät über Nacht im Kühlschrank stehen.

Brauchste:
1 kg Kartoffeln
1 ziemlich große Zwiebel
250ml Gemüsebrühe
Öl
Essig
Pfeffer
Salz
(Schnittlauch)

Zuerst kochst du die Kartoffeln gewaschen aber mit Schale, bis sie durch sind. Während sie kochen, kannst du die Zwieble in winzig kleine Würfel schneiden und danach mit der aufgekochten Gemüsebrühe übergießen. Dann schälst du die noch warmen Knollen und schneidest sie in Scheiben. Ab mit den Scheibchen in eine Schüssel, die Zwiebelbrühe und jeweils 2 Esslöffel Weißweinessig und 3 Esslöffel Öl darüber geben, mit Pfeffer und viel Salz abschmecken und fertig ist der Salat. Ich habe noch frisch geschnittenen Schnittlauch beigemischt. Das hat auch gut geschmeckt. Vor dem Servieren auf jeden Fall noch einmal mit Salz und Pfeffer würzen. Und dann reingehauen!
Ich gebe zu, meine Kartoffeln waren noch etwas sehr bissfest, aber das hat der Sache nicht geschadet :)

Montag, 23. Juni 2014

Salat mit Granatapfel, Chicorée und Pilzen

Hilft bei: Masterarbeitsabgabe

Und sonst: Die Uni hat ihren Briefkastenschlitz so gebaut, dass die Masterarbeiten da nicht durch passen. Voll gut geplant! Deshalb ist die sicherste Variante die, dass man ins Auto steigt, eineinhalb Stunden fährt, dabei in der Hitze im Stau steht und das Ding dann endlich persönlich vorbei bringt. Aber das Gefühl der Abgabe entlohnt dann doch und der weite Weg fühlt sich gar nicht mehr weit an und der Stau war auch nicht mehr so schlimm, denn etwas viel Schrecklicheres ist nun vorbei: das Schreiben einer Masterarbeit. Pfui. Ich habe das natürlich nicht nur mit Salat zelebriert, sondern auch mit Sekt, da ich diesen aber nicht selber herstelle, gibt es heute nur das Salatrezept.

Aufwand: gering

Brauchste:
viertel Granatapfel
einen halben Chicorée
eine Handvoll Champignons
etwas Paprika
Feldsalat
Essig
Öl
Salz
Pfeffer

Die Pilze anbraten, mit Pfeffer und Salz würzen und abkühlen lassen. Alles herrlich zusammenzupfen und adrett formieren. Ich habe den Chicorée auch gar nicht klein geschnitten, sondern als Schiffchen ganz gelassen. Aus Essig und Öl, Pfeffer und Salz ein einfaches, aber köstliches Dressing herbei rühren und fertig ist der Salat. Bei mir gab es noch eine Scheibe Brot und Veggi-Würstchen dazu.




Montag, 16. Juni 2014

Veganes Mett

Hilft bei: Fußball

Und sonst: Für Fußball kann ich mich eigentlich nicht begeistern. Alle vier Jahre muss ich dann allerdings aufgrund sozialer Zwänge an den Spielen teilhaben. Das Verrückte ist, dass ich ja eigentlich nicht mitfiebern will, wenn ich dann aber erstmal vorm Flimmerkasten sitze, bin ich plötzlich voll dabei und gebe unqualifizierte Kommentare von mir. Naja... auf jeden Fall passt neben Bier am besten ein schönes veganes Mettbrötchen zum Fussballschauen. Es gibt ja unzählige Rezepte wie dieses hier. Vor drei Jahren gab es auf meiner Geburtstagsparty (siehe Foto) diesen veganen Mettigel und er war auch dank der Fleischesser so schnell weg, dass ich ihn gar nicht probieren konnte. Deshalb dachte ich mir vor ein paar Tagen, ich probiere mal wieder veganes Mett und siehe da, ich konnte einen weiteren Fleischesser überzeugen... Seltsamerweise schmeckt es echt gut.

Aufwand: gering, aber es sollte über Nacht durchziehen

Brauchste:
halbe Packung Reiswaffeln (ungesalzen)
eine Zwiebel
30ml Gurkenwasser
3 nicht allzu große Esslöffel Tomatenmark (je nachdem welche Farbe des Metts du gerne möchtest)
Salz
Pfeffer
Paprikapulver (je nach Geschmack scharf oder süß)

Zuerst musst du die Reiswaffeln (logisch!) klein bröseln und mit den winzig-klein geschnittenen Zwiebelwürfeln vermengen. Dann das Mark und den Gurkensud dazu und alles schön, je nach Gefühl, würzen: ab in den Kühlschrank und ein paar Stunden warten.

Das Mett servierst du am besten mit ordentlich Zwiebelringen und Gurkenscheibchen. Also dann: Schmecken lassen!



Mittwoch, 11. Juni 2014

Grünkern-Oliven-Räuchertofu-Aufstrich


Hilft bei: Oliven-Reste

Und sonst: Oh man 38°C - unglaublich. Auf jeden Fall sollte man sich an solchen Tagen auf gar keinen Fall bewegen. Am besten nur liegen, trinken und essen. Ich schlage neben Salat, einfaches Brot mit leckerem Aufstrich vor. Ich hatte noch ein paar Reste: dunkle, in Knoblauchöl eingelegte Oliven, eingelegte getrocknete Tomaten und Räuchertofu. Und weil Kochen eben auch zu den eher unliebsamen Tätigkeiten an heißen Sommertagen gehört, gab es etwas aus dem Mixer: veganen Aufstrich.

Brauchste:
60g Grünkernschrot mit etwas Wasser fünf Minuten weich kochen
35g Oliver klein hacken
100g Räuchertofu winzig klein schneiden
4 in Öl eingelegte getrocknete Tomaten klitzeklein schneiden
3 EL vom Tomaten-Öl
etwas frische Petersilie
Pfeffer
Salz

Alles in den Mixer oder mit dem Pürierstab bearbeiten. Schmeckt herzhaft lecker!





Dienstag, 12. November 2013

Herbst-Reste-Essen

Hilft bei: "Da ist ja noch dieses Stück Kürbis"

Und sonst: Eigentlich schreit das Wetter gerade nach schlechter Laune. Ich hingegen freue mich ungemein über Regen und kalt und pfui. Warum? Ganz klar: Ich kann guten Gewissens am Ofen und Herd stehen und leckere Dinge zaubern. Im Sommer, als ich immer draußen spielen war, musste der Ofen eine kleine Ruhepause einlegen. Ich weiß, die Kürbis-Zeit ist nun fast schon wieder vorbei… Aber genau deswegen der Post: Hast du vielleicht auch noch so einen kleinen Rest übrig? Ich hatte nur noch ein kleines Stück Kürbis im Kühlschrank und mal wieder wenig Zeit. Deshalb gab es Nudeln mit Sowas. Sowas war in diesem Fall der restliche Kürbis. Ja und dann war doch noch dieser Granatapfel im Obstkorb. Ich finde das sooo lecker, wenn es nicht immer so eine Sauerei wäre. Aber ich habe alle meine Kräfte gesammelt und das Ungeheur entkernt. Und weil es grad so schön war, musste ich noch ein paar Orangen entsaften. Wenn das mal nicht das perfekte Herbst-Vitamin Abendessen ist?!

Aufwand: gering, außer du versuchst auch zum Nachtisch einen Granatapfel zu entkernen…

Brauchste:

Also zu allererst den Kürbis in Würfel schneiden und zusammen mit einer Frühlingszwiebel (ja, auch die gibt es im Herbst, höhö) in einer Pfanne anbraten mit Salz und Pfeffer und Muskat (nur wer es mag) würzen, und dann Wasser drüber - nur ein wenig, denn das soll verkochen. Am besten immer nach kippen, wenn es verdampft ist, bis die kleinen Würfelchen durch sind. Das dauert ca. 20 bis 25 Minuten. Danach löschst du die Würfel mit Sojasahne ab.

Zeitlich abgestimmt solltest du dann auch die Nudeln deiner Wahl kochen. Und kurz bevor dann alles fertig ist, schneidest du Brot in Stücke und schmeißt diese mit etwas Alsan in die Pfanne. Alles über die Nudeln und fertig ist das Herbstgericht.