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Dienstag, 25. Oktober 2016

Vegan im G'schäft: Hafersalat für Pferdemädchen

Hilft bei: Fett in und an mir



Und sonst: Im G'schäft ist es immer wie folgt: sehr hungrig renne ich in die Kantine, freue mich über das Angebot, verfalle danach in ein Fresskoma und rieche außerdem auch für Meeting-Kollegen, die mich erst drei Stunden später treffen, nach Öl und Fett. Damit Öl in und um mich nicht den ganzen Nachmittag beherrscht, gibt es ab und zu einen Salat - einen ordentlichen Salat mit Kohlenhydraten drin. Nix LowCarb oder so, da habe ich ja nach zwei Stunden wieder Hunger. Als Grundlage eignen sich da allerlei Körner: Quinoa, Ebly, Grünkern und auch Hafer. Das freut das innere Pferdemädchen in mir. Den Hafer kriegst du in Heidenheim hier oder im Rewe, der ja zum Glück tatsächlich regionale Produkte verkauft.

Aufwand: Hafer muss lange kochen, damit auch Menschenzähne ihn gut kauen können. Aber von Aufwand kann hier gar keine Rede sein.

Brauchste:

200g Haferkörner
Salz
1/3 Gurke
6 kleine Tomaten
2 Frühlingszwiebeln
6 in Öl eingelegte getrocknete Tomaten
15 Oliven
etwas gemischter Blattsalat
Olivenöl
Balsamicoessig
Mandelstifte


Den Hafer in 400ml Salzwasser ca. 35 Minuten offen Kochen und abkühlen lassen. Mandelstifte anrösten. Gemüse klein schnippeln und dazu geben. Wenn du den Salat so wie ich erst am nächsten Tag essen willst, solltest du das Dressing extra verpacken und die Salatblätter oben aufschichten, damit sie nicht durchweichen. Auch die Mandeln erst beim Verzehr über den Salat geben. Für das Dressing einfach zwei EL Essig, vier vom Öl und einen EL Wasser mit Pfeffer und Salz mischen. Die Oliven sind bei mir übrigens nur extra, weil ich dachte, meine Kollegin (mit der ich mir stets die Salate teile) mag die nicht....

Wenn ich eine fancy Food-Bloggerin wäre, hätte ich den Salat jetzt in Gläser verpackt. Bei mir hat es nur für eine überaus praktische, da leichte Box gereicht. Die gehen auch nicht kaputt, wenn man früh auf dem Weg ins G'schäft ziemlich verbimmelt, den Beutel mit den Boxen fallen lässt!



Donnerstag, 10. Juli 2014

schwäbischer Kartoffelsalat

Hilft bei: Schwaben

Und sonst: Die Schwaben sind ja nicht gerade für ihre Großzügigkeit bekannt. Ich habe da allerdings kürzlich eine völlig andere Erfahrung gemacht. Es stand ein Umzug an (da hat auch ein Schwabe mitgeholfen) und deshalb gab es auch schwäbischen Kartoffelsalat, der im Übrigen schon von Natur aus vegan und lecker ist. Aber noch einmal zu den geizigen Schwaben: Als ich just ein paar Pflanzen aus dem Auto in die neue Wohnung trug, rief eine Oma aus dem Nachbarhaus etwas aus dem Fenster. Ich dachte, na tolle Wurst, kriegste wieder Anschiss, wie grad eben schon, weil de mit'm Auto auf'm Bürgersteig stehst. Aber nichts da. Oma war voll gut drauf und hielt mir aus dem Fenster einen großen Orchideentopf hin. "Den möcht ich Ihne schänka." (Alle Schwaben mögen mir meinen kläglichen Versuch schwäbisch zu schwätzen verzeihen) Alles klar, da sag' ich nicht nein. Und dann fing sie an auszuholen, sie sei 86 und ich werde mich sicher gut kümmern und dann noch etwas über Enkel und die restlichen sieben Minuten habe ich leider nicht verstanden.... Aber voll nett die Omi. Also halten wir fest: Schubladen sind doof, Kartoffelsalat ist das beste Umzugsessen und ich kann nach zwei Jahren immer noch kein Schwäbisch.

Aufwand: Also ich hatte rote Finger vom Schälen der heißen Erdäpfel, aber sonst macht das keinen Aufwand. Am besten ist es allerdings, du lässt das Kartoffel-Salat-Gerät über Nacht im Kühlschrank stehen.

Brauchste:
1 kg Kartoffeln
1 ziemlich große Zwiebel
250ml Gemüsebrühe
Öl
Essig
Pfeffer
Salz
(Schnittlauch)

Zuerst kochst du die Kartoffeln gewaschen aber mit Schale, bis sie durch sind. Während sie kochen, kannst du die Zwieble in winzig kleine Würfel schneiden und danach mit der aufgekochten Gemüsebrühe übergießen. Dann schälst du die noch warmen Knollen und schneidest sie in Scheiben. Ab mit den Scheibchen in eine Schüssel, die Zwiebelbrühe und jeweils 2 Esslöffel Weißweinessig und 3 Esslöffel Öl darüber geben, mit Pfeffer und viel Salz abschmecken und fertig ist der Salat. Ich habe noch frisch geschnittenen Schnittlauch beigemischt. Das hat auch gut geschmeckt. Vor dem Servieren auf jeden Fall noch einmal mit Salz und Pfeffer würzen. Und dann reingehauen!
Ich gebe zu, meine Kartoffeln waren noch etwas sehr bissfest, aber das hat der Sache nicht geschadet :)

Montag, 23. Juni 2014

Salat mit Granatapfel, Chicorée und Pilzen

Hilft bei: Masterarbeitsabgabe

Und sonst: Die Uni hat ihren Briefkastenschlitz so gebaut, dass die Masterarbeiten da nicht durch passen. Voll gut geplant! Deshalb ist die sicherste Variante die, dass man ins Auto steigt, eineinhalb Stunden fährt, dabei in der Hitze im Stau steht und das Ding dann endlich persönlich vorbei bringt. Aber das Gefühl der Abgabe entlohnt dann doch und der weite Weg fühlt sich gar nicht mehr weit an und der Stau war auch nicht mehr so schlimm, denn etwas viel Schrecklicheres ist nun vorbei: das Schreiben einer Masterarbeit. Pfui. Ich habe das natürlich nicht nur mit Salat zelebriert, sondern auch mit Sekt, da ich diesen aber nicht selber herstelle, gibt es heute nur das Salatrezept.

Aufwand: gering

Brauchste:
viertel Granatapfel
einen halben Chicorée
eine Handvoll Champignons
etwas Paprika
Feldsalat
Essig
Öl
Salz
Pfeffer

Die Pilze anbraten, mit Pfeffer und Salz würzen und abkühlen lassen. Alles herrlich zusammenzupfen und adrett formieren. Ich habe den Chicorée auch gar nicht klein geschnitten, sondern als Schiffchen ganz gelassen. Aus Essig und Öl, Pfeffer und Salz ein einfaches, aber köstliches Dressing herbei rühren und fertig ist der Salat. Bei mir gab es noch eine Scheibe Brot und Veggi-Würstchen dazu.




Sonntag, 1. Juni 2014

Spinatsalat


Hilft bei: Lust auf Sommer

Und sonst: Auf dem Wochenmarkt einzukaufen, ist irgendwie stressiger als im hässlichen Supermarkt am Freitagabend. Ich muss lernen, langsam zu sein. Als schneller (oder auch junger) Mensch überlebt man keine fünf Minuten. Das macht mich dann erst einmal innerlich ganz nervös... wenn ich mir vorstelle, was ich alles in dieser "Wartezeit" anstellen könnte... Aber wenn ich ehrlich bin, macht das ja auch gerade den Charme aus und ein bisschen Entschleunigung ist auch nicht schlecht.
Am Gemüsestand wurde ich gefragt, wie viel Kilo Baby-Spinat ich gerne hätte. Irgendwie habe ich statt Kilo "Teller" verstanden (ist ja auch naheliegend) und orderte dann auch zwei Teller Spinat. Der Gemüsemann und meine Begleitung hatten auf jeden Fall was zu lachen und ich Spinat in einer Menge, die ich wirklich gebraucht habe. Zum Blattspinat gibt es Avocado und Tomaten, ein paar geröstet Sonnenblumenkerne und Limettensaft - und fertig ist der frische Sommersalat!

Brauchste:
200g Baby-Blattspinat
15 Cocktailtomaten
1 reife Avocado (die schwarzen, runzeligen sind am besten)
1 Limette
Handvoll Sonnenblumenkerne
(eventuell. 3 eingelegte getrocknete Tomaten)
(eventuell eine Frühlingszwiebel)
Olivenöl
Pfeffer und Salz

Den Spinat waschen und gut abtrocknen lassen. Die halbierten Tomaten formschön auf dem Salat platzieren. Die Frühlingszwiebelringe und die streifig geschnittenen Öl-Tomaten werden ebenso dekorativ verteilt. In einer Pfanne ohne Öl die Sonnenblumenkerne anrösten. Die Avocado auslöffeln und in kleine Stücke schneiden, den Saft einer Limette und deren Schale unter die Stückchen mischen, Salz, Pfeffer und einen Esslöffel Olivenöl dazu – fertig ist das Dressing.


Bei mir gab es noch vegane Spießgesellen und eine Scheibe Brot dazu.
Schmeckt sehr sommerlich und macht glücklich!