Sonntag, 20. Januar 2013

vegane Himbeer-Tarte

Hilft bei: Isch reg' mich net uf!

Und sonst: Ja, sonst ist nicht viel los. Es ist ja auch Winter. Draußen ist es ih und äh, kalt, nass und einfach immer dunkel. Schrecklich. Da sitzen Menschen lieber drinnen in der Wärme, trinken Tee und Kaffee und essen leckeren Kuchen. Eigentlich die perfekte Jahreszeit für Backfanatiker. Was im Umkehrschluss entweder bedeutet, ich bin kein Backfanatiker oder eine große Ausnahme - denn besonders viel Freude macht mir diese Jahreszeit tatsächlich nicht. Sie unterstützt aber meinen konstanten Drang, mich über meine Mitmenschen und alles andere aufzuregen. Zum Beispiel über den Opa von gegenüber der auch am Wochenende ab 7.00 Uhr in der Früh kontinuierlich Schnee schippt. Diese Schwaben!! Ich muss dann dieses ekelige Kratzgeräusch der Schneeschippe ertragen. Doof ist auch, dass ich plötzlich so viel Lebensenergie in Schuhe putzen, Auto freischaufeln oder Mützen auswählen verschwenden muss. Ständig nasse Füße und Dank Dachgeschosszimmer andauernd Herzinfarkte vom Dachlawinen-Geräusch. Meine Güte. Was da zusammen kommt. Das hält man ja im Kopf nicht aus. Ich hyperventiliere gleich wieder - ich brauche Valium. Nein, es ist doch besser, ich greife auf die altbewährte Zucker- und Schokoladentherapie zurück: Essen macht glücklich! Her mit dem Kuchen!

Aufwand: Für Grobmotoriker ist das Gittermuster etwas aufwändig, aber das sollte jetzt niemanden daran hindern, diesen leckeren Kuchen zu zaubern. Und es ist Geduld gefragt.

Brauchste:
Le Teig
350g Mehl mit
65g Zucker vermischen und noch
1 Prise Salz zugeben.

Dann ganz langsam und abwechselnd
105g Margarine (also das weiche Zeug) und
105g Alsan (das harte Zeug) rein schnippeln und ordentlich verkneten.
In einer kleinen Schüssel mischst du etwas Wasser mit einem ordentlichen Schuss Apfelessig. Davon gibst du ungefähr 3 Esslöffel zum Teig, so dass er geschmeidig wird. Er darf aber nicht klebrig werden.

Den Teig formst du zu einer Kugel und teilst diese in zwei Hälften. Bitte nicht panisch werden: kein Mensch kann exakt zwei Hälften abmessen - also einfach irgendwie karatemäßig die Kugel in der Mitte mit der Handkante zerteilen - Heijaaaa. Dann ab in den Kühlschrank für ein Stündchen.

Nach dieser schrecklichen Wartestunde, in der du z.B. Schnee schippen kannst, eine der Kugeln ausrollen und in eine Tarte-Form legen.

La Himbeer-Masse:
580 gefrorene Himbeeren mit
50g Stärke und
145 Zucker mischen.
Das ganze in die Tarte-Form geben und aus der zweiten Teigkugel so eine tolle Gitterform basteln, die in sich verwoben ist. Oder du legst es einfach drauf, wie du lustig bist.

Dann kommt das gute Stück erst mal bei 220°C für 20 Minuten in den Ofen. Am Besten du bastelst aus Alufolie einen Deckel, damit die Kruste nicht verbrennt - Ich bin leider zu spät auf die Idee gekommen, darum ist mein Rand etwas schwarz geworden. Danach backt der Kuchen bei 180°C weitere 45 Minuten. Bevor du das erste Stück kostest, sollte der Kuchen zwei Stunden ruhen.

Viel Spaß bei der Zuckertherapie.

Kommentare:

  1. ei,ei,ei...ganz schön was los bei dir....aber der Kuchen wird's schon richten ...sieht lecker aus

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  2. Oh wow, deine Süßigkeiten sehen aber unfassbar gut aus!
    Vielleicht hast du ja auch mal Lust beim veganen Kaffeeklatsch mitzumachen?!
    http://vegankaffeeklatsch.tumblr.com/

    Liebe Grüße, Cookies

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