Donnerstag, 3. November 2011

vegane Kaffee Muffins


Hilft bei: Smartphones

Und sonst: In letzter Zeit war ich relativ oft im Zug unterwegs und musste Folgendes beobachten: Alle Menschen um mich herum machen seltsame Bewegungen mit ihren Händen. An einem Telefon. Einem Smartphone. Alle! Auch sehr junge und sehr alte Menschen. Außer eben ich. Am Bahnhof, in der Wartehalle oder direkt im Zug, die ganze Fahrt über spielen sie Spiele und schreiben Nachrichten. Und was für Spiele!? So etwas wie Schlittenfahren über Berge und Blasen zerschießen konnte ich beobachten. Bücher, Zeitschriften oder gar Laptops gehören der Vergangenheit, in welcher ich scheinbar feststecke (immerhin habe ich einen Apfel MP3-player und bin nicht völlig raus). Ich fühle mich ein bisschen als würde mir ein wichtiges Körperteil fehlen. Als wäre ich irgendwie beschränkt. Bin ich komisch? Mit meinem Pre-Paid „Vertrag“ und dem abgetragenem Handy meines Vaters? Ich backe, stricke und habe kein IPhone oder IPad. Es stimmt ganz offensichtlich etwas nicht mit mir. Aber ich sage mal so, meine „Umgebung“ scheint’s weniger zu stören, dass es von mir eher mal ein Stück Kuchen als eine neue Highscore im Bubbleblasen-Zerspringen-lassen gibt. Oder einen selbstgemachten Schal. Oder eben geile Süßigkeiten.

Brauchste:
Siehe dieses Rezept. Mit folgenden Änderungen:
Natürlich lässt du erstmal das Pfeffiaroma weg. Dann nimmst du nur 85g Zucker und gibst noch etwas Agaven Nektar dazu. Jetzt noch ein Esslöffel Instant Espresso Pulver drunter mischen und fertig ist der Teig. Das reicht für drei normale Muffins + ein MiniMuffinBlech oder 12 normale Muffins.

Wenn du die MiniDinger hast, lasse sie bei 190°C ca. 12 Minuten im Ofen. Am besten Stäbchenprobe machen. Die großen Dinger backen ca. 19 Minuten.

Für die Creme:
Wie so oft ist die Creme bei mir nach Augenmaß gemacht. Ich kann somit keine super genauen Angaben machen. Ungefähr ein halbes Päckchen SojaSaane mit einer Tüte Sahnesteif und einem Teelöffel Espresso-Instant-Pulver halbwegs fest schlagen auf Raketenstufe. Außerdem Alsana (so ca. 60g) mit Puderzucker zu einer klebrigen Masse verrühren. Dafür eignet sich am allerbesten eine Gabel. Komponente 1 mit Komponente 2 vermischen und hoffen, dass es nicht zu flüssig wird. Am besten die Saane erstmal stückchenweise dazugeben und wenn die Konsistenz gefällt, mit der Zugabe aufhören. Das ganze dann formschön auf die Kuchen drauf, mit einer Mokkabohne garnieren und tataaaaaa, fertig ist der Lack. Apropos Lack, in der Mokkabohne ist E56738 (nein, weiß die Nummer nicht mehr genau) und das bezeichnet Schellack (siehe Wikipedia). Ihr kennt das vielleicht von den alten Schallplatten. Schellack macht, dass das alles so schön glänzt (behaupte ich) und wird mit Hilfe von Läusen gewonnen, die dabei allerdings nicht sterben. Ist also streng genommen nicht vegan. Ja gut ähhh. Wer das nicht mag, macht das Ding einfach runter. Aber ich wette, die meisten mussten es bis dato nicht mal :) 
 

So und wer soll das jetzt alles essen?? ;)


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