Samstag, 24. September 2011

vegane Yoghurt-Orangen-Schoko-Tofucreme CupCakes


Hilft bei: nervige MitbewohnerInnen oder zur Unterstützung der Freude über perfekte MitbewohnerInnen



Und sonst: Momentan beginnt in Jena wieder der Run auf begehrten Wohnraum. Deshalb schwelge ich in Erinnerungen an vorherige MitbewohnerInnen und Wohnungs-Bewerbungsgespräche. Ach wie schön war das doch, als man mit 7 anderen Heinzelmännern und -frauen in irgendeiner Wohnung stand (die eigentlich überhaupt nicht schön war, aber irgendwo musst man ja hin) und dumme Fragen beantworten musste. Die Antworten sollten Hinweise darauf geben,  ob man es durch die Musterung schafft oder nicht: Raucher? Single? Fernbeziehung? Fleischesser? Wie oft wird Wäsche gewaschen? Wie oft geht man auf Partys? Hast du schon mal Fußpilz oder Herpes gehabt? (!!??) Meine Lieblingsfrage: Akzeptierst du, dass du als Bedingung für den Einzug für 800 Euro die abgenutzten und hässlichen Möbel des Vormieters übernehmen musst?  
Letztendlich bin auch ich irgendwo untergekommen und habe den Spieß umgedreht. Was meine MitbewohnerInnen betrifft, habe ich viele positive Erinnerungen, aber leider auch ein paar andere…. Ich erinnere mich besonders gern an viele lange Männerhaare im Duschabfluss, was zu Wasserstau führte. Ich stand regelmäßig in einem See aus fremden, struppigen Haaren, die sich um die Füße gekringelt haben. Pfui. Ekelgelbe Waschlappen am Waschbeckenrand zum Trocknen und Bartstoppeln auf der Zahnbürste waren keine Seltenheit. Irgendwie fand ich das aber damals nicht so schlimm. Komisch.
Viel Spaß brachte das alte 3m² Bad, welches das Abzugsfenster in Richtung Küche hatte. Lecker.
Auch ganz und gar herrlich waren die vielen guten Gespräche mit Barbie (ich darf hier ja leider keine Namen nennen…): „Mein Freund der möchte ja immer, dass ich mir die Brüste weg-binde, mit Klebeband, weil der mag keine Brüste nicht so gern. Oder nur so ganz kleine Brüste.“ Ok, dachte ich mir, ich will so was nicht wissen. Erzähle das bitte jemandem, den das interessiert. Nichtsdestotrotz gab es dank Barbie immer was zu lachen und Ego-Auftrieb für Karina Karibik und mich (man fühlt sich wie das totale Brain mit so einer Uschi in der Wohnung).

:) Aufgrund der Freude über die perfekte Wohnung mit der perfekten Mitbewohnerin (KARINA: komm ENDLICH wieder!!!) ohne Dummbrot und Ekeltyp, hab ich mal was gebacken.


Da für großartige Rezeptveränderungen grad keine Zeit ist:

Brauchste:
Siehe vorletztes Rezept. Einfach die Mandeln und das Aroma weglassen. Stattdessen ein paar Cranberrys 2 EL Orangensaft und die abgeriebene Schale einer großen Orange hinzufügen. Wer will noch 3 EL Schokosplitter drunter mischen.
Backen – abkühlen lassen.

Für die Creme:
Eine halbe Packung Seidentofu ausquetschen, sodass da keine Flüssigkeit mehr übrig ist :) Dann mit einem Pürierstab fein pürieren. Am Besten noch durch ein Sieb drücken.
Im Anschluss in einem Topf 75ml Sojamilch mit einem Teelöffel Agaragar mischen und aufkochen. Nebenbei 4TL Stärke in 3 EL Sojamilch auflösen. Das ganze dann zur Topf-Mischung geben und aufkochen. Das wird sofort eine richtige dicke Wabbelmasse.
Die Wabbelmasse mit dem Tofu pürieren. Einen Esslöffel Kakaopulver und 6EL Zucker, je nach Geschmack auch mehr oder weniger, und die Schale einer weiteren Orange dazu geben und vermischen. Kalt stellen und dann drauf auf die Kuchen.
Fertig!

1 Kommentar:

  1. Tja Süße, bald geschafft und dann beginnt wieder etwas Neues (auch nicht schlecht) :-))
    WG-Erfahrungen haben auch etwas für sich (Vor- und Nachteile)

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